Wörterbuch für
- Redensarten
- Redewendungen
- idiomatische Ausdrücke
- Sprichwörter
- Umgangssprache

Kleine Auswahl an Literatur zum Thema Redensarten, Redewendungen, Sprichwörter und Umgangssprache


Inhalt:

1. Nachschlagewerke

  1.1 Redensarten und Redewendungen

    1.1.1 Bücher

    1.1.2 CD-ROM

  1.2 Verwandte Themen - Zitate, Sprichwörter, Umgangssprache u.a.

    1.2.1 Bücher

    1.2.2 CD-ROM

  1.3 Etymologie, Wortherkunft

    1.3.1 Bücher

2. Lesebücher

3. Lernbücher






1. Nachschlagewerke

1.1 Redensarten und Redewendungen

1.1.1 Bücher

Duden, Band 11: Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten. Hg. v. d. Dudenredaktion. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag (wird regelmäßig aktualisiert) Dieses Standardwerk aus der Duden-Redaktion enthält über 10.000 alphabetisch gegliederte feste Wendungen, Redensarten und Sprichwörter. Jeder Eintrag enthält Erklärungen zur Bedeutung, zur Quelle und zur Herkunft.

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Honnen, Peter: Alles Kokolores? Wörter und Wortgeschichten aus dem Rheinland. Greven Verlag Köln, 2008; 248 S. Dieses Werk beschäftigt sich mit umgangssprachlichen Begriffen und Redensarten, die nicht nur im Rheinland zu hören sind. Ausdrücke wie "über die Wupper gehen", "sich verfranzen", "mein lieber Scholli" oder "Kinkerlitzchen" sind ja nicht nur im Rheinland verbreitet - so sind schätzungsweise die Hälfte der behandelten Einträge auch außerhalb des Rheinlandes zu hören. Was das Buch so besonders macht ist, dass es sowohl sehr unthaltsam als auch geistreich ist. Unterhaltsam deshalb, weil Honnen sich nicht scheut, auch abwegige Deutungen über die Herkunft der Ausdrücke aufzuführen - gerade bei Redewendungen, dessen Herkunft man nicht kennt, sind der Fantasie ja keine Grenzen gesetzt. Und geistreich deshalb, weil Honnen da weitermacht, wo viele Bücher und Lexika aufhören: Er geht den Vermutungen und Deutungsversuchen auf den Grund, hinterfragt sie kenntnisreich und nennt gut recherchiert und mit Quellenangabe die Fakten, die man über den jeweiligen Ausdruck wirklich weiß.
Jeder beandelte Ausdruck nimmt etwa ein bis zwei Seiten in Anspruch, man kann das Buch daher sowohl als Nachschlagewerk als auch als Lesebuch bezeichenen. Mit einer Einführung, Literaturangaben und Register der behandelten Ausdrücke.

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Krüger-Lorenzen, Kurt: Deutsche Redensarten und was dahinter steckt. München: Heyne Verlag 2001; 860 S. Dieses Werk, das eine Zusammenfassung von drei Büchern darstellt ("Das geht auf keine Kuhhaut", "Aus der Pistole geschossen", "Der lachende Dritte"), die etwa zwischen 1960 und 1973 veröffentlicht wurden, gilt nach wie vor als Standardwerk. Die Einträge sind alphabetisch gegliedert, ein Index ermöglicht es nachzuschauen, in welchem Buch man welche Redensart findet, was die Suche etwas erschwert. Die Redensarten werden in der Regel hinsichtlich ihrer Bedeutung und Herkunft erläutert. Dabei ist der Schreibstil weniger sachlich-lexikographisch als flüssig und unterhaltsam. Die Anzahl der Einträge wird nicht genannt - es dürfte sich um mehrere Tausend handeln.

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Müller, Klaus (Hrsg.): Lexikon der Redensarten, 781 S., Gütersloh/München 2001 Das Buch enthält über 4000 Redensarten und Redewendungen. Die Einträge sind nach ihrem jeweiligen sinntragenden Wort (meist das vorkommende Substantiv) alphabetisch geordnet. Gleichzeitig wird jede Redensart einer Kategorie (Leitbegriff) zugeordnet (z.B. 'etwas auf die leichter Schulter nehmen' -> Leichtfertigkeit). Im hinteren Teil des Buches findet sich dann ein Leitbegriffregister, in dem man alle Wendungen zu einem Leitbegriff nachschlagen kann (z.B. Leichtfertigkeit -> 'etwas leicht nehmen', 'etwas auf die leichte Schulter nehmen', 'etwas in den Wind schlagen'). Auf diese Weise erhält man nicht nur die wichtigsten Redensarten und ihre Herkunft, sondern auch synonyme Wendungen. Zusätzliche Anwendungsbeispiele machen den typischen Gebrauch deutlich.

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Röhrich, Lutz: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, 1910 S., Herder Verlag 1991 Umfangreiche Enzyklopädie mit ca. 15.000 Redensarten und Redewendungen, die alphabetisch gegliedert sind. Der Schwerpunkt liegt in der ausführlichen etymologischen Herleitung, zusätzlich wird die Bedeutung jeder Redensart aufgeführt. Mit über 1000 Abbildungen und umfangreichem Literaturverzeichnis.

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Taschenbuchausgabe:

Gebundene Ausgabe:
Schemann, Hans, Prof. Dr.: Deutsche Idiomatik - die deutschen Redewendungen im Kontext, 1037 S., De Gruyter; Auflage: 2., aktualisierte Auflage, 30. August 2011 Dieses Werk ist das umfangreichste Wörterbuch der deutschen Redewendungen, was die Zahl der Einträge angeht: So enthält es ca. 33.000 Einheiten. Ursache ist der weite Idiomatikbegriff, der dazu führt, dass viele Einheiten aufgenommen wurden, die in anderen Lexika fehlen. Die Einheiten sind nach ihren sinntragenden Begriffen alphabetisch geordnet. Jeder Eintrag enthält ihre Darstellung in Allgemeinform, ihre Varianten, Angaben zur Stilebene (z.B. umgangssprachlich, salopp, scherzhaft, formal, euphemistisch, gehoben) und zur Verbreitung (z.B. selten). Auf eine Erklärung der Bedeutung wird verzichtet, diese wird jedoch durch die typischen Beispielsätze deutlich. Dadurch wird der Leser in die Lage versetzt, die Wendung in ihrem Kontext zu verstehen.

Das Werk ist noch in der alten Rechtschreibung verfasst. Mit einer wissenschaftlichen Einführung und einer umfangreichen Idiomatik-Bibliographie.

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Von dem Werk sind in Zusammenarbeit mit anderen Autoren zusätzlich Wörterbücher erschienen, bei denen die jeweilige deutsche Redensart in eine Fremdsprache übersetzt ist. Mit rund 35.000 phraseologischen Einheiten sind diese Bände das derzeit umfangreichste und präziseste Werk ihrer Art. So sind Wörterbücher mit Übersetzungen ins Portugiesische, Italienische, Englische, Spanische und Französische erhältlich:

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Beim Buske-Verlag können die Werke ebenfalls bestellt werden. Hier werden auch Leseproben angeboten.
Schemann, H.: Synonymwörterbuch der deutschen Redensarten, 460 Seiten, Stuttgart, Dresden: Ernst Klett Verlag für Wissen und Bildung, 1991 Dieses Wörterbuch enthält 20.000 Redewendungen, die im systematischen Teil nach so genannten Feldern, d.h. nach gleichen oder ähnlichen Bedeutungen, geordnet sind. Diese Felder sind hierarchisch gegliedert: Die Großfelder enthalten die Kategorien "Zeit, Raum, Bewegung, Sinnesdaten", "Leben, Tod", "Physiognomie des Menschen", "Stellung zur Welt", "Haltung zu den Mitmenschen", "Einfluss, Macht, Verfügung, Besitz", "kritische Lage, Gefahr, Auseinandersetzung", "Präferenzen" und "Quantitäten, Qualitäten, Relationen". Diese Großfelder enthalten noch einmal 2 Unterkategorien. So finden sich zum Beispiel unter dem Großfeld C (Physiongnomie des Menschen) unter anderem das Feld Ca (äußeres Erscheinungsbild) mit den Unterfeldern Ca1 (Aussehen), Ca2 (groß - klein), Ca3 (stark, kräftig), Ca4 (dick - dünn) und Ca5 (Haltung: steif, krumm). In diesen Unterfeldern sind die Redensarten in Blöcken zusammengefasst, die in ihrer Bedeutung gleich oder zumindest in bestimmten Kontexten austauschbar sind. Das Ausmaß der Bedeutungsunterschiede wird durch die Abstände zwischen den Blöcken ausgedrückt. Durch das Nachschlagen im systematischen Teil wird es so dem Nutzer möglich, für die gesuchte Bedeutung passende Redewendungen zu finden.
Der zweite, alphabetische Teil des Werkes, ermöglicht es dem Nutzer, nach sinntragenden Begriffen einer bekannten Wendung zu suchen. Wer also z.B. die Wendung "eine richtige Bohnenstange sein" kennt und eine synonyme Redensart sucht, findet im alphabetischen Teil unter "Bohnenstange" das entsprechende Feld (in unserem Beispiel Ca4) im systematischen Teil.
Das Such- und Stichwortregister schließlich verzeichnet gängige Begriffe und Bezeichnungen für die Wortfelder in alphabetischer Reihenfolge. Hier finden sich Begriffe wie "unschlüssig", "überheblich" oder "Misserfolg" - Begriffe also, die die Bedeutungen von Wendungen charakterisieren und somit einen weiteren Einstieg zum Auffinden der passenden Wendung ermöglichen.
Das Buch verzichtet auf weitere Erläuterungen der Wendungen hinsichtlich Bedeutung, Herkunft, Stilebene oder Gebrauchsbedingungen. Es ist daher weniger für Fremdsprachler interessant, die die Bedeutung nachschlagen wollen, oder interessierte Muttersprachler, die sich für die Herkunft von Redewendungen interessieren. Es gibt vielmehr Textern und Übersetzern, die idiomatisches Deutsch schreiben oder aus einer Fremdsprache übersetzen, ein umfangreiches und ausgefeiltes Werk zum Auffinden der passenen Redensart zur Hand und bietet somit eine kompetente Unterstützung zur Perfektionierung des eigenen Schreibstils.

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Tendlau, A. (Hrsg.): Jüdische Sprichwörter und Redensartensarten, 666 S., Köln 1998 Sammlung von 1070 Redensarten und Sprichwörtern, wie sie im Munde des deutsch-jüdischen Volkes gelebt haben. Das Buch ist in Kapiteln thematisch gegliedert (SW u. RA mit Bezug auf biblische und talmudische Persönlichkeiten und Ereignisse, SW und RA aus dem Leben wie z.B. Verstand - Unverstand, Kenntis - Unwissenheit, Schein und Verstellung, angenehm - unangenehm, Begierde, Gefräßigkeit, Sättigung, weiterhin Klugheitsregeln und Erfahrungen, sowie SW u. RA, die auf Mythen, Sagen und Anekdoten beruhen). Jede Wendung wird hinsichtlich ihrer Bedeutung und Herkunft erläutert. Ein wichtiger Beitrag zur Volks-, Sprach- und Sprichwörterkunde.

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1.1.2 CD-ROM

Röhrich, Lutz: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten Die oben genannte Enzyklopädie gibt es auch als CD-ROM. Systemvoraussetzungen: Windows 95/ 98/ ME/ NT/ 2000.

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1.2 Verwandte Themen - Zitate, Sprichwörter, Umgangssprache u.a.

1.2.1 Bücher

Ammon, U.; Bickel, H.; Ebner, J. et. al.: Variantenwörterbuch des Deutschen - Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol; Berlin/New York: de Gruyter 2004 Das Werk enthält ca. 12.000 Wörter und Wendungen des Deutschen mit national oder regional eingeschränkter Bedeutung bzw. Differenzen im Gebrauch, also solche Wörter, die nicht im gesamten deutschen Sprachgebiet verwendet werden. Berücksichtigt wurden dabei nur die sprachspezifischen Besonderheiten aus der jeweiligen Standardsprache - dem Dialekt oder der Umgangssprache zuzuordnende Begriffe sind nicht aufgeführt.

Die Informationen, die für jeden aufgeführten Begriff geliefert werden, sind umfangreich: Die Primärartikel enthalten das Stichwort (Lemma), Arealangaben, grammatische Angaben, Bedeutungserläuterungen und Belege (Beispielsätze aus den Quellen), die durch etymologische Angaben, Zusatzangaben (wie Aussprache, Stilschicht, Normebene, Alter, Frequenz, Verwendungsbereich), Variantenangaben, Kommentar und Verweisapparat ergänzt sein können.

Ein in dieser Art einzigartiges Wörterbuch, das Übersetzern, Journalisten, Werbetextern, Lehrern und allen, die sich für die nationalen und regionalen Besonderheiten des Deutschen interessieren, ein hilfreicher Begleiter ist.

Mit einem einleitenden Artikel über die regionalen und nationalen Unterschiede im deutschen Sprachraum, Quellen- und Literaturverzeichnis.

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Borneman, E.: Sex im Volksmund - Der obszöne Wortschatz der Deutschen, Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt 1991 Borneman hat zusammengetragen, was die Umgangssprache auf dem Gebiet des Sex an deftigen, lustigen, höhnischen, brutalen, würzigen, unflätigen Ausdrücken und Wendungen bereit hält. Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil ist ein alphabetisches Wörterbuch, in dem die Begriffe in ihrer Bedeutung erklärt werden. Der zweite Teil enthält 82 Themengebiete wie z.B. 'Der menschliche Körper', 'Verkehr zwischen Frauen' oder 'Exhibitionismus'. Diese Themengebiete sind in Unterkategorien unterteilt, 'Der menschliche Körper' z.B. enthält 87 Unterkategorien von 'Körperhaltung' bis 'Füße'. Ein unterhaltsames und oft auch lustiges Nachschlagewerk - insbesondere über die Fülle phantasievoller Ausdrücke ist man erstaunt.

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Büchmann, Georg: Geflügelte Worte - Das Standardwerk, 320 S., München 1977 Der 'Büchmann' gilt seit 1864 als Nachschlagewerk für Zitate berühmter Persönlichkeiten. Die Neuauflage des Klassikers beinhaltet neben dem alten Bestand auch solche Worte, die erst in den letzten Jahren 'Flügel' bekommen haben. Das Buch ist thematisch in Kapitel gegliedert (Hauptkapitel: Aus der Bibel, Aus dem Griechischen, Aus dem Lateinischen, Aus dem Deutschen, Aus dem Englischen, Aus dem Französischen, Aus dem Italienischen, Aus dem Spanischen, Aus dem Norwegischen, Aus der Geschichte). In den Unterkapiteln sind die Zitate berühmter Persönlichkeiten (z.B. Shakespeare, Goethe) oder aus bestimmten Epochen (19. Jahrhundert, Mittelalter) aufgeführt. Zu jedem geflügelten Wort wird der Urheber und die Stelle der Veröffentlichung genannt. Im Anhang findet sich neben einem Namenverzeichnis auch ein Verzeichnis der Anfänge und der sinntragenden Stichwörter, sodass man auch zu einem bekannten Zitat die Herkunft nachschlagen kann. Wer für seine Rede, seinen Vortrag oder Artikel das passende Zitat sucht, wird hier fündig.

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Ehmann, H.: Voll konkret. Das neue Lexikon der Jugendsprache, 159 S., München: Beck 2001 Ein unterhaltsames Lexikon der für Erwachsene oft unverständlichen Redewendungen und Sprüche der Jugend. Alle Begriffe werden in ihrer Bedeutung erläutert.

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Küpper, Dr. H.: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache, 3216 S., Stuttgart: Klett 1982 Umfangreiches Werk in 8 Bänden. Das z.T. farbig illustrierte Lexikon enthält umgangssprachliche Begriffe, darunter auch Redensarten und Redewendungen. Jeder Begriff wird in ihrer Bedeutung erklärt und es werden Angaben über den Zeitraum des Gebrauchs, z.T. der regionalen und sozialen Herkunft gemacht.

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Küpper, Dr. H.: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, 959 S., Stuttgart: Klett 1990 Das umfangreiche Wörterbuch enthält umgangssprachliche Begriffe, darunter auch Redensarten und Redewendungen. Jeder Begriff wird in ihrer Bedeutung erklärt und es werden Angaben über den Zeitraum des Gebrauchs, z.T. der regionalen und sozialen Herkunft gemacht. Das Werk ist auch in digitaler Form verfügbar (siehe 1.2.2).

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Pfeiffer, H.: Das große Schimpfwörterbuch, 557 S., Frankfurt: Eichborn 1996 Das Werk enthält über 10.000 Schimpf-, Spott- und Neckwörter zur Bezeichnung von Personen. Alle Begriffe mit Erklärung ihrer Bedeutung, z.T. auch der Herkunft.

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Wander, K.-F. (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon - Ein Hausschatz für das deutsche Volk; unveränderter fotomechanischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1867-1880, Kettwig: Athenaion 1987 Umfangreiches Lexikon in 5 Bänden, das auch sprichwörtliche Redensarten enthält. Das Werk stammt aus dem Zeitraum 1867-1880 und ist natürlich dementsprechend veraltet, trotzdem sind viele Einträge heute noch gebräuchlich. Das Lexikon hat seinen Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum, es enthält aber keineswegs nur deutsche Sprichwörter. Da Wander stets auch parallele Wendungen in anderen Sprachen verzeichnete, gilt es mit seinen mehr als 300.000 Sprichwörtern und Redensarten, wie Walter Killys 'Literaturlexikon' lapidar vermerkt, 'bis heute als die vollständigste Sprichwörtersammlung aller Sprachen'.
Die Einträge sind nach ihren Hauptbegriffen alphabetisch geordnet. Die Informationen zu den einzelnen Wendungen und Sprichwörtern sind unterschiedlich. Manche enthalten gar keine Zusatzinformationen. Bei den meisten ist die Quelle angegeben, welche dem Lexikon als Grundlage gedient haben. Viele enthalten Angaben zur regionalen Herkunft, bei einigen sind auch Angaben zur Bedeutung vorhanden. Manche Sprichwörter sind in mehreren Sprachen angegeben, dagegen fehlen in der Regel Angaben zur Herkunft.
Inzwischen ist das Lexikon auch online im Wörterbuchnetz verfügbar.

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1.2.2 CD-ROM

10.000 Zitate, Redensarten und Sprüche. Humboldt Verlags GmbH, Baden-Baden, 2004 Wer seine Rede mit einem passenden Zitat würzen will, dem ist diese CD-ROM eine gute Hilfe. Die Themenpalette ist gut gemischt, es finden sich sowohl historische als auch aktuelle Zitate. Die Inhalte können im Volltext durchsucht oder im Explorer-Stil durchstöbert werden, wobei die Einträge nach Kategorien aufgeteilt sind. Die Hauptkategorien sind: Fremdsprachige Zitate, Bauernregeln, Bibelzitate, Film-Fernsehen-Theater, Kunst und Literatur, Philosophie, Politik-Wirtschaft-Zeitgeschehen, Sport, Sprüche-Sprichwörter-Redensarten und Verschiedenes. Diese Hauptkategorien sind in Stichwörter unterteilt, die in den vorhandenen Einträgen enthalten sind. Zusätzlich ist noch ein Quiz eingebaut, bei dem man Zitate oder Verfasser erraten kann. Für PC's mit Prozessor 486 oder höher, Windows ab 95.

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Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Pubikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier in Verbindung mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm - Der Digitale Grimm Das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm gilt als das einflussreichste und aufwändigste Wörterbuch des Deutschen und enthält ungefähr 320.000 Stichwörter - weit mehr als jedes andere vergleichbare Werk. Die vier ersten Bände wurden im Jahre 1852 veröffentlicht, die sieben letzten 1960. Die einzelnen Stichwörter enthalten in der Regel umfangreiche Angaben zum Genus (m., f. oder n.), Angabe der Bedeutung in knapper Form (oft Aufzählung von Synonymen), Behandlung zur Etymologie, zur Buchungsgeschichte in älteren Wörterbüchern und zu wichtigen grammatischen Eigenschaften. Finden sie Verwendung in Redensarten, werden auch diese behandelt. Ein Bericht zur Darstellung idiomatischer Wendungen in den Artikeln des Deutschen Wörterbuches ist unter http://150-grimm.bbaw.de/links/schrader.pdf zu finden. Wegen der über 100-jährigen Bearbeitungszeit sind die Einträge dementsprechend unterschiedlich aktuell und stammen aus der Zeit, in der der das Stichwort aufgenommen wurde, sind also entsprechend veraltet. In älteren Einträgen werden Begriffserläuterungen oft lediglich in Form lateinischer Synonyme gegeben. Ungewöhnlich ist auch die Kleinschreibung von Substantiven. Nach einer aufwändigen Bearbeitung ist das Werk nun in digitaler Form verfügbar - im Internet unter http://woerterbuchnetz.de/DWB/ und - mit erweiterten Funktionen - auch auf zwei CD-ROMs (für Windows, Mac und Linux, zu bestellen bei http://dwb.uni-trier.de/de/die-digitale-version/cd-rom/).
Küpper, Heinz: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. Directmedia Publishing GmbH, 2004. Digitale Bibliothek Band 36 Das oben genannte Wörterbuch gibt es auch als CD-ROM. Die alphabetisch gegliederten Einträge (65.000 Stichwörter) enthalten Begriffe bis zum Anfang der 1980er Jahre und enthalten neben einer ausführlichen Erläuterung der Bedeutung des jeweiligen umgangssprachlichen Begriffes auch Angaben zum Zeitraum des Gebrauches, z.T. auch Hinweise zur regionalen und sozialen Herkunft. Die einheitlich für alle Publikationen der 'Digitalen Bibliothek' mitgelieferte Software lässt keine Wünsche offen und bietet Funktionen wie z.B. einen übersichtlichen Inhaltsbaum, umfangreiche Recherchemöglicheiten, Markierfunktionen und Themendefinition. Für Windows ab 95 und MacOS ab 10.2. Unter Linux ist die Windows-Software mit Wine lauffähig.

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Wander, K.-F. (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Directmedia, Berlin 2001. Digitale Bibliothek Band 62 Das oben genannte Sprichwörter-Lexikon gibt es auch als CD-ROM. Die einheitlich für alle Publikationen der 'Digitalen Bibliothek' mitgelieferte Software lässt keine Wünsche offen und bietet Funktionen wie z.B. einen übersichtlichen Inhaltsbaum, umfangreiche Recherchemöglicheiten, Markierfunktionen und Themendefinition. Für Windows ab 95 und MacOS ab 10.2. Unter Linux ist die Windows-Software mit Wine lauffähig.
Online ist das Lexikon bei zeno.org und im Wörterbuchnetz auffindbar.

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1.3 Etymologie, Wortherkunft

1.3.1 Bücher

Kluge, F.: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Bearbeitet von Elmar Seebold. Walter de Gruyter: Berlin / New York 2002. 1023 S. Seit über 100 Jahren gilt der KLUGE als Standardwerk für die Herkunft der Wörter der deutschen Sprache.

Die Informationen für jedes der über 13.000 alphabetisch aufgeführten Wörter sind umfangreich: Sie beinhalten Angaben zur Grammatik, Markierung des Wortschatzbereiches (z.B. Standard, erweiterter Standard, peripherer Wortschatz), der Sprachschicht (z.B. archaisch, fachsprachlich, umgangssprachlich), Bedeutungsangaben (falls notwendig) und Erstbezeugung nach Jahrhunderten. Bei Erbwörtern aus vergangener Zeit werden Ursprungssprache (z.B. altniederdeutsch, indogermanisch, mittelhochdeutsch) und die Ursprungsform aufgeführt. Lehnwörter aus anderen Sprachen werden hinsichtlich der der Bedeutung des Ursprungswortes, der Zeit der Entlehnung und der Herkunftssprache erläutert. Zudem können die Artikel einen Verweisteil mit Entsprechungen in den modernen germanischen Sprachen, Verweise auf semantisch, sachlich oder etymologisch zugehörige Einträge und Literaturhinweise enthalten.

Redewendungen, die mehr als ein Wort umfassen, wurden in beschränktem Umfang und ohne Anspruch auf Systematik in größerer Anzahl ebenfalls aufgenommen - vor allem dann, wenn sie auf das Wort, unter dem sie aufgeführt sind, ein zusätzliches Licht werfen.

Ob Kulturhistoriker, Germanisten oder Menschen, die aus Interesse und Neugier den Wörtern auf den Grund gehen wollen: Der KLUGE stellt für sie eine einzigartige Wissensquelle dar. Dabei eignet er sich nicht nur zum Nachschlagen, sondern lädt auch zum Stöbern ein, denn der Ursprung der Wörter, die wir täglich verwenden, ist oft überraschend. Mit einer leicht verständlichen Einführung in die Terminologie. Das Werk ist auch in digitaler Form auf CD-ROM verfügbar. Zum Vergleich mit dem 'Pfeifer' (Etymologisches Wörterbuch des Deutschen) siehe dort.

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Buch:

Buch und CD-ROM:

Pfeifer, Wolfgang et. al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG, München, 2005. 1665 S. Wer sich dafür interessiert, woher ein Wort stammt, wie alt es ist, welche Bedeutung es früher hatte und mit welchen anderen Wörtern es zusammenhängt, findet in diesem Nachschlagewerk genaue Angaben.

Die einzelnen Einträge enthalten eine Bedeutungserklärung, das erste erkennbare Auftreten eines Wortes, die Ursprungsform, die wichtigsten verwandten Formen innerhalb des Germanischen und indoeuropäische Wurzeln.

In das Wörterbuch wurde der Grundwortschatz der Literatursprache, überlandschaftliche Ausdrücke der Umgangssprache, die dem Allgemeinwissen zugehörigen Begriffe der Fachsprachen, sowie Wörter fremder Herkunft aufgenommen.

Das Werk enthält über 8000 Einträge, in denen die mit dem Stichwort im Zusammenhang stehende Weiterbildungen angegeben werden, so dass die Gesamtmenge der erfassten Wörter rund 22.000 beträgt. Es ist online in das DWDS-Wörterbuch integriert.

Ein Vergleich mit 'Kluge' (Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache) hinterließ bei mir den Eindruck, dass im vorliegenden Werk die Angaben leicht umfangreicher sind, der Wortschatz jedoch hinter dem 'Kluge' zurückfällt. So sind Begriffe wie Peepshow, Hooligan, hopsgehen, kreuchen, kriegen, anzetteln und Schnappschuss im 'Kluge' vertreten, im 'Pfeifer' jedoch nicht.

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2. Lesebücher

Braun, Hans-Gert: Kein Blatt vorm Mund, aber Dreck am Stecken - Ausgewählte Redewendungen und ihre kuriose Herkunft. Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt 2008, 172 S. In diesem leicht verständlichen Lesebuch hat Braun zusammengetragen, was die deutsche Sprache an Redensarten und ihrer oft verblüffenden Herkunft bereit hält. Das Buch gliedert sich in die Kapitel "Frühe Lebensweisen und alte Bräuche", "Sozialstruktur", "Geschichte und geschichtliche Begebenheiten", "Staat", "Dichtung, Literatur und Bibel", "Kunst", "Philosophie, Wissenschaften und Technik", "Wirtschaft und Arbeit", "Sport und Spiele", "Volksmund und Volksglaube" und "Übersetzungen von Redewendungen und Übernahmen aus fremden Sprachen". In den Texten wird nicht nur die jeweilige Redensart erklärt, sondern durch die kenntnisreiche und zusammenhängende Darstellung wird auch das Leben in früherer Zeit plastisch vor Augen geführt. Mit kurzem Thesaurus der erwähnten sprachwissenschadftlichen Begriffe, Literaturverzeichnis und alphabetischem Register der behandelten Redewendungen. Das Werk kann unter http://www.bod.de/buch/hans-gert-braun/kein-blatt-vorm-mund--aber-dreck-am-stecken/9783833454905.html bestellt werden. Hier finden sich auch Pressestimmen.

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Breuers, Dieter: Ich glaub, mich laust der Affe! - Deutsche Redensarten in unterhaltsamen Geschichten, Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2008, 240 S. Wer schon immer wissen wollte, woher das Wort "Panik" kommt, warum einem etwas nicht chinesisch oder portugiesisch, sondern spanisch vorkommt, oder warum man die Flinte ins Korn wirft, ist mit diesem kleinen Buch bestens bedient, denn es erklärt dem Leser in kurzweiligen Geschichten die Herkunft verbreiteter Redensarten. Pro Kapitel werden meist eine oder zwei Redensarten erklärt, wobei jedes Kapitel eine oder zwei Seiten einnimmt. Ein nettes, geistreiches und lehrreiches Werk für Zwischendurch und für alle, die sich für Redewendungen und deren sprachgeschichtlichen Hintergründe interessieren. Wer nachsehen will, ob und wo eine bestimmte Redensart behandelt wird, wird im alphabetischen Register fündig.

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Essig, Rolf-Bernhard: Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt - Die lustigen Geschichten hinter unseren Redensarten, Carl Hanser Verlag München 2009, 144 S. In diesem Lesebuch werden die uns alltäglichen Redensarten wie "Ich versteh nur Bahnhof", "eine lange Leitung haben", "den Nagel auf den Kopf treffen" oder "unter aller Kanone sein" anhand von Geschichten erläutert. Diese sind zwar nicht immer lustig, aber in jedem Fall lehrreich, kurzweilig und unterhaltsam. Durch die einfache Sprache, die Erläuterung anhand von kurzen Geschichten (jede Wendung wird in kleinen Kapiteln von ein oder zwei Seiten behandelt) und nicht zuletzt durch die einprägsamen und amüsanten Illustrationen von Marei Schweitzer werden vor allem Kinder an diesem Buch ihre Freude haben. Ein Register am Ende des Buches gibt einen Überblick über die behandelten Redensarten.

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Gold, Carl A.: Das Mittelalter in seinen Redewendungen, Gassmann Verlag 2008, 191 S. Dieses Buch hätte auch ins Kapitel "Nachschlagewerke" gepasst, denn es kann mit seinen 426 Einträgen auch als Lexikon genutzt werden. Es besteht aus vier Teilen:
Der Textteil, der die ersten 96 Seiten umfasst, enthält eine in Kapiteln wie "Die Ritter", "Die Geistlichen", "Der Aberglaube", "Inquisition und Folter", "Die Bauern", "Die Stadt", "Handel und Geld" u.a. gegliederte themenspezifische Beschreibung des Mittelalters und die ursprünglichen Bedeutungen heute allgemein gebräuchlicher Redewendungen (Nützlich wäre es gewesen, die besprochenen Redewendungen im Text hervorzuheben, damit man sie beim späteren Nachschlagen schneller finden kann). Der Text, der leicht verständlich ist und auf Zitierungen von mittelalterlichen Quellen verzichtet (diese können im Literaturteil nachgeschlagen werden), fördert dabei oft Erstaunliches zutage. Das Besondere ist, dass der Autor sich nicht auf eine bloße Aufzählung der Redensarten und Erklärung ihrer Herkunft in ihren ursprünglichen Zusammenhängen beschränkt, wie man es sonst oft in Lesebüchern über Redensarten findet. Vielmehr stellt er sie in einen thematischen Kontext der Lebensverhältnisse und Denkweisen im Mittelalter. Auf diese Weise erhält der Leser Einblick in die geschichtliche Entwicklung dieser 1000 Jahre währenden Epoche und ihre Auswirkungen auf bis heute erhaltene Sprachelemente.
Das thematische Verzeichnis folgt der Gliederung des Textteils und führt die dort besprochenen Wendungen und ihre Bedeutung auf.
Wer eine besprochene Redewendung nachschlagen möchte, findet im alphabetischen Verzeichnis das entspreche Kapitel und die Seite, wo es im Textteil besprochen wird.
Der Literaturteil schließlich führt die in den einzelnen Kapiteln verwendeten Quellen auf.

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Gutknecht, C.: Lauter böhmische Dörfer - Wie die Wörter zu ihrer Bedeutung kamen, München: C.H. Beck 1995, 212 S. Wussten Sie, dass sich das Verb 'boykottieren' vom englischen Gutsverwalter Charles C. Boycott ableitet? Oder dass 'kunterbunt' von 'Kontrapunkt' kommt? Hier können Sie es nachlesen. Doch der Hamburger Linguist beschränkt sich nicht auf die bloße Aufzählung von Begriffen und deren Herkunft. Vielmehr führt er die Faktoren auf, die die deutsche Sprache geprägt haben (z.B. von Namen abgeleitete Begriffe, Einflüsse aus dem Jiddischen, Fremd- und Lehnwörter), führt sprachwissenschaftliche Begriffe ein wie z.B. 'Komposita' oder 'Phraseologismen', klärt uns über Sprachirrtümer auf, erläutert Redewendungen, beschäftigt sich mit Grundsatzfragen (Was ist ein Wort?) und vieles mehr. Zur Unterstützung seiner Ausführungen stellt er Ausschnitte aus Büchern vor oder zitiert Gedichte. Dabei wirft er immer wieder einen Blick auf andere Sprachen, wie die englische oder französische. Die Zusammenstellung wirkt manchmal etwas beliebig und hat nicht immer mit Etymologie (d.h. mit der Herkunft von Begriffen) zu tun, etwa wenn Makkaronische Dichtungen vorgestellt werden (Texte, in der mehrere Sprachen vermischt sind), wenn Leipogramme (Texte, die einen bestimmten Buchstaben nicht enthalten) oder Parodien vorgestellt werden. Doch schließlich handelt es sich nicht um ein sprachwissenschaftliches Werk, sondern um ein intelligentes, vergnügliches und leicht verständliches Lesebuch, das den interessierten Leser die vielen Aspekte der deutschen Sprache näher bringt. Mit Literaturverzeichnis, einem kleinen Glossar sprachwissenschaftlicher Begriffe, Namensregister und einem Verzeichnis der aufgeführten Begriffe.

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Gutknecht, C.: Pustekuchen - Lauter kulinarische Wortgeschichten, München: C.H. Beck 2002, 288 S. Der Sprachforscher Gutkencht widmet sich in diesem Buch Begriffen aus der kulinarischen Welt. So erfahren wir, ob Aalsuppe wirklich Aal enthält, was es mit dem Wort "Pumpernickel" auf sich hat, woher das Wort "Sauerkohl" stammt und ob das Wiener Würstchen wirklich aus Wien stammt. Dabei werden auch Redewendungen behandelt, wie z.B. "es zieht wie Hechtsuppe" oder "Kohldampf schieben". Die Begriffe sind alphabetisch geordnet, jedem wird etwa eine oder zwei Seiten gewidmet. Um dem Leser die Geschichte eines Begriffes näher zu bringen, zitiert Gutknecht nicht nur aus etymologischen Werken oder Wörterbüchern, sondern lässt Schriftsteller zu Wort kommen, zitiert Gedichte oder aus Zeitungen. Auf diese Weise entsteht eine kurzweilige und lehrreiche, manchmal auch amüsante Lektüre aus der Welt des Essens und Trinkens.

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Gutknecht, C.: Lauter spitze Zungen - Geflügelte Worte und ihre Geschichte, München: C.H. Beck 1996, 292 S. Der Untertitel ist etwas irreführend, geht es doch weniger um geflügelte Worte, als um Redewendungen und Redensarten, die auf kurzweilige Weise vorgestellt, in ihrer Herkunft erläutert und mit Wendungen anderer Sprachen (meist der englischen) verglichen werden. Zu Beginn des Buches werden historische Literatur zum Thema vorgestellt und Begriffserläuterungen gegeben. Ein geistreiches, unterhaltsames Buch.

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Gutknecht, C.: Lauter blühender Unsinn - Erstaunliche Wortgeschichten von Aberwitz bis Wischiwaschi, München: C.H. Beck 2001, 228 S. In diesem Lesebuch ist der ehemalige Professor für Englische Philologie und Linguistik wieder der Herkunft alltäglicher Begriffe und Redewendungen auf der Spur. Jedes behandelte Wort bzw. jede Redensart wird anhand von Beispielsätzen in ihrer Bedeutung erläutert. Den größten Raum nimmt jedoch die Entstehung der behandelten Begriffe ein, indem die etymologischen Erklärungsversuche anderer Autoren zitiert und diskutiert werden. Das Buch ist klar gegliedert, jedem behandelten Begriff ist ein eigenes Kapitel zugeordnet, die in sieben Hauptkapiteln thematisch zusammengefasst sind (1. Wörter und Wendungen über Zahlen, Buchstaben und Zeitangaben; 2. Geld; 3. körperbezogene Begriffe und Wendungen; 4. von Namen abgeleitete Begriffe; 5. Flora und Fauna; 6. alltägliche und nicht ganz alltägliche Wörter und Wendungen; 7. Redensarten). Wer immer schon einmal wissen wollte, woher Begriffe wie 'Muckefuck', 'Hühnerauge', 'blauer Montag', 'abgöttisch' oder Wendungen wie 'den Kopf hängen lassen', 'am Hungertuch nagen' oder ' jemanden im Stich lassen' stammen, wird hier auf vergnügliche und kompetente Weise bedient. Mit Literaturverzeichnis und einem alphabetischen Verzeichnis der Stichwörter.

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Hirsch, Eike Christian: Gnadenlos gut - Ausflüge in das neue Deutsch. München: C.H. Beck 2004, 160 S. Hirschs "Ausflüge in das neue Deutsch", in Form von ein- bis zweiseitigen Glossen vorgetragen, sind nicht nur interessant, sondern auch lustig - vor allem dann, wenn er in Beispieltexten das heute typische Neusprech auf die Spitze treibt.
Beispiel:
"Die Idee kannst du gleich knicken", sagte Oliver, der junge Architekt, zu seinem Kollegen Marc auf der anderen Seite der Zeichentische, "und deine Entwürfe in die Tonne treten". Er legte die Unterlagen für den Wettbewerb, an dem sich beide Angestellten hätten beteiligen können, beiseite. "Oder wir stemmen das", entgegnete sein Kollege Marc. - "Einen Wettbewerb?", fragte Oliver, "wer soll denn den noch ins Programm wuchten? Vergiss es." - "Den Wettbewerb will ich unbedingt noch hochschieben", erklärte Marc mit aller Entschlossenheit, "danach ... ist mir schrottegal!"
Ja, so klingt das heute. Doch wer von Hirsch nun eine mit erhobenem Zeigefinger vorgetragende Mahnung zur Rückkehr zu überholten Sprachtugenden erwartet, sieht sich getäuscht. Er will nicht wie sonst so viele selbst ernannte Sprachpolizisten die Menschen zu einer wie auch immer gearteten Sprachpraxis erziehen, sondern er sieht die neuen Entwicklungen relativ wertfrei, nach dem Motto: Was üblich ist, ist erlaubt. Und weil die Sprache so schön unlogisch und widersprüchlich ist, ist sie auch ein wunderbarer und kurzweiliger Forschungsgegenstand, wie z.B beim "Quantensprung" ersichtlich ist oder durch die Tatsache, dass man nur dann als "Mann ohne Nerven" gilt, wenn man die Nerven behält und nicht verliert.

Der Online-Shop des Beck-Verlages bietet eine mehrseitige Leseprobe des Buches an.

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Kremer, Bruno P.; Richarz, Klaus: Wer lässt die Katze aus dem Sack? Redensarten über Tiere und Pflanzen und was dahinter steckt. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags GmbH, 2006, 159 S. Dieses Buch enthält die im Deutschen gebräuchlichsten Redensarten, die sich auf Tiere oder Pflanzen beziehen. Die Redewendungen sind in alphabetischer Reihenfolge in kleine Artikel gegliedert, die etwa eine halbe bis eine Seite lang sind. Im lockeren Plauderton, mal abschweifend, aber immer lehrreich, kurzweilig und interessant wird hier nicht nur die Herkunft der Redensart besprochen, sondern oft wird auch überprüft, ob die in den Redensarten unterstellten Eigenschaften von Tieren und Pflanzen aus botanischer bzw. zoologischer Sicht wirklich nachvollziehbar sind.
Mit alphabetischem Register.

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Krumm, M.: Wo liegt der Hund begraben? Wie die Tiere in die deutsche Sprache kamen. PONS Verlag, Stuttgart 2010; 127 S. Dieses Wörterbuch bietet nicht nur Erklärungen zur Herkunft von Begriffen wie Affenzahn, Hundstage oder Pferdestärke, sondern behandelt auch Redensarten und Redewendungen. Wer also wissen möchte, warum es ausgerechnet eine Kuh ist, die man vom Eis bringt, oder was es mit dem Phönix auf sich hat, der aus der Asche steigt, ist mit diesem Buch gut bedient. Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert. Das erste Kapitel "Von aalglatt bis Ziegenpeter" behandelt "tierische" Redewendungen, Sprichwörter und Begriffe. Das zweite Kapitel (Das gemeine Untier) beschäftigt sich mit Tieren, die es so nicht gibt - hier werden Begriffe wie "Amtsschimmel", die "eierlegende Wollmilchsau" oder der "innere Schweinehund" besprochen. Das dritte Kapitel "Sündenböcke" beschäftigt sich mit Tieren, "die nichts dafür können", das heißt Tiere, die zwar in der Natur vorkommen, die aber mit den ihnen redensartlich untergejubelten Eigenschaften nichts zu tun haben. Das vierte Kapitel setzt sich mit animalischen Missverständnissen auseinander. Hier erfahren wir z.B., dass "abluchsen" nichts mit dem Luchs zu tun hat und dass die "Sau" aus der Redensart "unter aller Sau" nicht vom Borstenvieh, sondern vom jiddischen "seo" abstammt, das schlicht "Maßstab" bedeutet. Das letzte Kapitel schließlich behandelt das, "was vom Tiere übrig blieb", also diejenigen Begriffe, Redewendungen und Sprichwörter, die von tierischen Tätigkeiten, Körperteilen oder Produkten herrühren. Ein alphabetisches Register eleichtert das Auffinden des gesuchten Begriffes.

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Legros, Waltraud: Was die Wörter erzählen - Eine kleine etymologische Fundgrube. München: dtv 1997, 167 S. Dieses Lesebuch erklärt auf unterhaltsame Weise die oft verblüffende Herkunft von Alltagswörtern wie 'Abenteuer', 'arbeiten', 'gehorchen', 'Gift' oder 'Buchstabe'. Dabei geht es Legros nicht darum, in wenigen Sätzen möglichst viele Begriffe 'abzuhaken', sondern um eine kurzweilige Sprachgeschichte, die die vielen Facetten, die bei der Herkunft von Begriffen eine Rolle spielen, ausleuchtet. Was dieses Werk gegenüber anderen etymologischen Wörterbüchern so besonders macht, ist der hohe Kenntnisreichtum, mit dem sie im lockeren Plauderton ihre mal interessanten, mal amüsanten Wortgeschichten erzählt. Dabei lässt sie neben Beispielen aus Literatur und Geschichte auch mal ihre persönlichen Erfahrungen mit Fremdsprachlern einfließen, und gerade hier werden einem die Besonderheiten der deutschen Sprache besonders deutlich. Mit einem Wortregister der behandelten Begriffe.

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Readers Digest (Hrsg.): Deutsche Redewendungen und was dahintersteckt. Verlag Das Beste GmbH, Stuttgart, Zürich, Wien 2013, 352 S. Dieses Werk kann man schon auch als Nachschlagewerk bezeichnen - so umfangreich ist die Zahl der behandelten Redensarten und Sprichwörter. Das illustrierte Buch ist in 8 Kapitel (alle mit mehreren Unterkapiteln) locker inhaltlich gegliedert, der Artikel zu jeder behandelten Redensart nimmt etwa eine halbe Seite ein. Dabei sind die Herkunftserklärungen und Geschichten, die sich um eine Wendung ranken, auffällig gut recherchiert.
Wer also schon immer mal wissen wollte, wann man weiß, wo der Hammer hängt, was auf Messers Schneide steht und wo die Insel der Seligen liegt, findet hier kompetente und unterhaltsame Auskunft.

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Schwedt, Georg: Wenn das Gelbe vom Ei blau macht - Sprüche mit versteckter Chemie. WILEY-VCH Verlag, Weinheim, 2008, 202 S. In diesem unterhaltsamen und lehrreichen Lesebuch klärt uns Schwedt über Redewendungen auf, die mit Chemie zu tun haben - z.B. blaumachen, etwas wie sauer Bier anbieten, der Duft der großen weiten Welt, kalter Kaffee und viele andere. Jede Redensart erhält ein eigenes Kapitel und umfasst mehrere Seiten. Als Erstes wird die Wendung in ihrer Bedeutung und ihrer Herkunft erklärt. Anschließend widmet sich Schwedt einer ausführlichen Beschreibung des jeweiligen Objektes - und oft wird dabei aus alten Werken, wie z.B. den Brockhaus oder aus Büchern, die "Chemie für alle jahreszeiten" oder "Experimente mit Supermarktprodukten" heißen, zitiert. Für die Redewendung "das Gelbe vom Ei" z.B. erhält man detaillierte Informationen über den Aufbau eines Hühnereis, seinen Gehalt an Wasser, Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, Vitaminen uznd anderen chemischen Substanzen. Weiterhin werden Experimente - z.B. den Nachweis von Protein - aufgeführt. Was das alles dann noch mit der Redensart selbst zu tun haben soll, fragt man sich dann allerdings schon.

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Seidel, Wolfgang: Woher kommt das schwarze Schaf - Was hinter unseren Wörtern steckt. München: dtv 2006, 254 S. Dieses Buch enthält so viele Begriffe und deren Herkunft, dass man es fast unter 'Nachschlagewerke' einordnen könnte. Dabei werden alle Bereiche abgedeckt: Die nach Kategorien geordneten Kapitel enthalten Themengebiete wie die ältesten Wörter, Farbenlehre, Fremdwörter, Geld und Wirtschaft, Kultur und Medien, Natur und Klima, Wissenschaft, Technik, Medizin, Essen und Trinken, Sport und Freizeit. Die Kapitel sind nochmals unterteilt, in denen die Begriffe - alphabetisch sortiert - behandelt werden. Sehr gut ist auch die Auswahl der Begriffe, die die wichtigsten und interessantesten Wörter und Redewendungen der jeweiligen Kategorie berücksichtigt. So enthält z.B. das Unterkapitel 'Film' die Begriffe 'Hollywood', 'Kino', 'Slapstick' und 'Star'. Mal in kurzen Anmerkungen, mal in längeren Wortgeschichten wird die Herkunft des Begriffes erklärt, was immer interessant und oft erstaunlich ist. So erfahren wir z.B., dass das vom Jiddischen entlehnte Wort 'ausgekocht' mit dem deutschen Begriff 'kochen' nichts zu tun hat, warum 'Karren' das wohl 'erfolgreichste' keltische Wort überhaupt ist und dass die Redewendung 'Geld stinkt nicht' von der Wortherkunft her tatsächlich etwas mit Toiletten zu tun hat. Ein Buch, das man kaum wieder aus der Hand legt, wenn man erst mit Schmökern angefangen hat. Durch Suche in der passenden Kategorie eignet sich das Buch jedoch auch zum Nachgucken, ob ein bestimmtes Wort aufgeführt ist. Ein Register mit allen aufgeführten Begriffen und Redensarten wäre vorteilhaft gewesen.

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3. Lernbücher

Griesbach, H.; Uhlig, G.: Mit anderen Worten - Deutsche Idiomatik - Redensarten und Redeweisen; München: Iudicum 1994; 123 S. Dieses kleine Buch gliedert sich in 50 Kapitel, die wiederum in jeweils 3 Abschnitte unterteilt sind. Der erste Abschnitt enthält 10 Wendungen in der Form, wie sie auch in einem Wörterbuch aufgeführt sind: Darstellung der Allgemeinform und Erklärung der Bedeutung. Dabei werden nicht nur typische Redensarten (z.B. jemandem nicht das Wasser reichen können), sondern z.T. auch umgangssprachliche (z.B. draufgehen) und formelhafte Begriffe (z.B. kurz und schmerzlos) berücksichtigt. Die 500 Einträge stellen somit einen Querschnitt der am häufigsten gebrauchten Idiome und umgangssprachlichen Ausdrücke dar - ein Index erleichtert das Auffinden eines gesuchten Eintrages. Im zweiten Abschnitt werden die vorgestellten Redensarten in einem typischen Beispielsatz verdeutlicht. Im dritten Abschnitt schließlich wird der jeweilige Beispielsatz so umgewandelt, dass die darin vorkommende Redensart durch einen anderen Ausdruck ersetzt wird. Der Benutzer soll erfahren, was die aufgeführten Redensarten im Hinblick auf die Sprechsituation, der Stimmungslage und der sozialen Stellung der Sprechpartner ausdrücken. Das an anderer Stelle als Übungsbuch deklarierte Werk enthält jedoch keine Lernanleitungen: ein Übungsbuch ohne Übungen.

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Herzog, A; Michel, A.; Riedel, H.: Idiomatische Redewendungen von A-Z - Ein Übungsbuch für Anfänger und Fortgeschrittene; Berlin, München, Wien, Zürich, New York: Langenscheid 1993; 156 S. Das Buch gliedert sich in drei Teile:
Der erste Teil listet die 600 wichtigsten Redewendungen des Deutschen auf und erklärt ihre Bedeutung und ihren Gebrauch in einem typischen Beispielsatz. Gegebenenfalls sind noch Angaben zur Stilebene (umgangssprachlich, salopp) angefügt.
Der Übungsteil enthält insgesamt 422 - in fünf "Komplexe" gegliederte - Aufgaben, die sich auf die Inhalte des ersten Teiles beziehen. So sind beispielsweise Sätze anhand vorgegebener Wendungen zu vervollständigen. Im zweiten Komplex sind markierte Satzglieder durch vorgegebene Redensarten zu ersetzen. Der dritte Komplex ist schwieriger: Hier sind ebenfalls Satzglieder durch entsprechende Idiome zu ersetzen - diese werden jedoch nicht vollständig, sondern nur durch Nennung eines einzelnen Wortes angegeben. Im vierten Komplex sind Sätze, die idiomatische Wendungen enthalten, umzuformen und im fünften Sätzepaare zu bilden, die das Gleiche aussagen.
Der dritte Teil des Buches schließlich enthält die Lösungen der Aufgaben, sodass es auch zum Selbststudium verwendet werden kann.
Die Macher des Buches konzentrierten sich auf die häufigsten Redensarten, die Beispiel- und Übungssätze sind einfach und lebensnah. Da Redewendungen jedoch zu den schwierigsten Bestandteilen einer Fremdsprache gehören, dürfte dieses Übungsbuch wohl vorwiegend für fortgeschrittene Deutschlerner geeignet sein.

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Hessky, R.; Ettinger, S.: Deutsche Redewendungen - Ein Wörter- und Übungsbuch für Fortgeschrittene; Tübingen: Narr 1997 Dieses Werk wendet sich vor allem an fortgeschrittene Lerner der deutschen Sprache, kann aber auch für den muttersprachlichen Unterricht herangezogen werden. Der größte Teil des Buches enthält 1200 gebräuchliche Redewendungen, es lässt sich daher auch als Nachschlagewerk nutzen. Relativ ungewöhnlich ist die Gliederung des Wörterbuchteils in Kategorien (wie z.B. Aussehen des Menschen, Zustand des Menschen, Menschliches Handeln, Umwelt - Außenwelt) und Unterkategorien. Dadurch können zu einem Themenbereich synonyme Redensarten gefunden werden. Die Unterteilung ist relativ feingliedrig: So werden insgesamt 161 Unterkategorien gebildet. Die Informationen für jede Redensart ist umfangreich. So werden neben der Allgemeinform für jeden Eintrag belegte Beispielsätze aufgeführt. Daneben enthält er Angaben zur Verwendung (z.B. umgangssprachlich, salopp, gehoben, abwertend). Zusätzlich wird bei den meisten Redensarten die Herkunft erklärt. Wer bestimmte Redewendungen sucht, wird im alphabetischen Index fündig. In den 'Hinweisen für den Benutzer' wird eine kurze Einführung in die Phraseologie und deren Lexikographie gegeben, und der Aufbau des Lernwörterbuches wird behandelt. Der Übungsteil enthält vielfältige Aufgaben. So sind beispielsweise Lückentexte zu vervollständigen oder es müssen Texte, die viel Idiome enthalten, erläutert werden. Ziel ist es dabei, Redewendungen in Texten zu erkennen, zu verstehen und in anderen Kontexten zu verwenden.

Das Buch ist inzwischen vergriffen und nur noch im Antiquariat erhältlich. Um das Werk dennoch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde es stark erweitert und im Netz unter www.ettinger-phraseologie.de veröffentlicht. Eine Besprechung der Webseite finden Sie unter www.redensarten-index.de/links/links-redensarten.php#1.

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Mieder, Wolfgang (Hrsg.): Arbeitstexte für den Unterricht. Deutsche Sprichwörter und Redensarten - Für die Sekundarstufe herausgegeben von Wolfgang Mieder; Stuttgart: Reclam 1979; Reclams Universal-Bibliothek Nr. 9550; 199 S. Dieses Büchlein im typischen Reclam-Format eignet sich hervorragend für die Behandlung von Sprichwörtern und Redensarten im Unterricht. Die Materialsammlung enthält eine vielfältige Auswahl an Publikationen, die das Thema selbst behandeln oder selbst Redensarten und Sprichwörter enthalten. Zunächst werden Defintionen der Begriffe Sprichwort und Redensart verschiedener Autoren vorgestellt. Die weiteren Kapitel enthalten erklärende Texte zu verschiedenen Wendungen aus Sprichwörtersammlungen, Beispiele der Behandlung von Sprichwörtern und Redensarten in Volkserzählungen (Sagen, Schwänke, Märchen, Fabeln) und der Bibel. Eine breite Auswahl aus Prosa, Gedichten, Holzschnitten und bildlichen Darstellungen gibt einen Einblick in die mannigfaltige Verbreitung von Redewendungen und Sprichwörtern in Kunst und Literatur. Weitere Kapitel enthalten Proben aus Karikatur, Werbung und Schlagzeilen. Diese stammen meist aus den 1970er Jahren und eignen sich daher nur noch bedingt zur Demonstration der Behandlung von Sprichwörtern und Redensarten in den vom tagesaktuellen Geschehen und dem aktuellen Zeitgeist abhängigen Publikationsformen. Weitere Beispiele beinhalten sprichwörtliche Aphorismen, Sprichwortparodien und kritische Infragestellungen von bestimmten in Sprichwörtern geäußerten Standpunkten. Zusätzliche Arbeitsvorschläge mit Fragen und Aufgabenstellungen zu jedem Kapitel sollen dazu dienen, sich intensiv und kritisch mit den Texten und Bildern auseinander zu setzen.

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Redensarten- Schredder: Redewendungen tüchtig durcheinandergewürfelt.