| REDENSART |
ERLÄUTERUNG |
BEISPIELE |
ERGÄNZUNGEN |
| | 1. derjenige sein, der eine unangenehme Aufgabe / Arbeit erledigen muss 2. eine Geschichte, die jemandem anhaftet und ihn in Verruf bringt | 1. "Keiner hilft mir im Haushalt - alles bleibt an mir hängen!"; "Sein Geschäftspartner fällt schon seit 2 Monaten wegen Krankheit aus und alles bleibt an ihm hängen" 2. "Der Chicagoer Mafia-Boss Sam Giancana stellte Kontakt zu den Gewerkschaften her und wusste über JFKs unersättlichen Appetit nach jungen Frauen Bescheid, die ihm in seine Hotelzimmer zugeführt wurden; Bill Clinton wäre vor ihm zum Klosterschüler verblasst. Nichts von dem wäre Medien entgangen, die so hartnäckig schnüffeln wie heutzutage. John F. Kennedy hätte nicht einmal die Wiedernominierung seiner eigenen Partei erlangt. Doch nichts von dem, was in dreieinhalb Jahrzehnten seit seinem Tod an die Öffentlichkeit gelangt ist, bleibt an ihm hängen. Jede neue Enthüllung, die heute Politiker zum Rücktritt zwänge, perlt an seinem Bild ab wie schmutzige Brühe an einer Teflon-Oberfläche" | 1. umgangssprachlich |
| an jemandem hängen bleiben |
     | | | Der richtige Mix ist wichtig; Kommen die passenden Einflüsse zusammen, so hat dies einen positiven Effekt | "Unser Team aus internationalen Spezialisten wird das Problem lösen - die Mischung macht's!"; "Einzeln schmecken die Zutaten nicht, aber zusammen: ein Traum! Die Mischung macht's eben!" | umgangssprachlich |
| Die Mischung macht's / macht es! |
     | | | starken Druck ausüben; jemanden bedrohen / demütigen / unterwerfen / seine Macht spüren lassen | "Ich habe anderen schon oft den Fuß auf den Nacken gesetzt, damit sie eine wichtige Arbeit ausführen"; "Ein fieberhaftes Verlangen packte ihn, alles von vorne anzufangen, um alles zurückzuerobern, höher zu steigen, als er je gestiegen war, endlich der eroberten Stadt den Fuß auf den Nacken zu setzen" | selten; Der Brauch, besiegten Feinden zum Zeichen ihrer Unterwerfung den Fuß in den Nacken zu setzen, findet bereits in der Bibel Erwähnung, z.B in 5. Mose (33,29): "Wie glücklich bist du, Israel! Wer ist dir gleich, du Volk, gerettet durch den Herrn, den Schild, der dir hilft, deine Hoheit, wenn das Schwert kommt? Deine Feinde werden sich vor dir erniedrigen und du setzt deinen Fuß auf ihre Nacken." In Josua (10,23 f.) heißt es: "Man wälzte die Steine beiseite und brachte die Könige von Jerusalem, von Hebron, von Jarmut, von Lachisch und von Eglon heraus. Als sie vor Josua standen, rief dieser alle Männer Israels herbei und sagte zu den Anführern des Heeres: 'Kommt her und setzt euren Fuß auf den Nacken dieser Könige!'" |
| jemandem den Fuß in / auf den Nacken setzen |
     | | | Andeutung von Zweifel / Skepsis | | umgangssprachlich |
| Ich weiß ja nicht! |
     | | | ohne sich anzustrengen; flink; wendig; leichtfüßig | "Trekkingsocken von XYZ: leichten Fußes über die Berge!"; "Befreit von all seinen Lasten schritt er leichten Fußes durch die Abendkühle, um eine Herberge zu finden"; "Die Wahrheit kommt oft leichten Fußes daher" | |
| leichten Fußes |
     | | | mit jemandem / etwas freundschaftlich verbunden sein; Kenntnis besitzen | "Wer noch nie von Quantenphysik gehört hat und mit der Mathematik nicht auf vertrautem Fuß steht, wird mit dem Buch wenig anfangen können"; "Ich stehe mit der Religion nicht auf vertrautem Fuß, denn ich bin Atheistin. Ich habe jedoch in der Schule gelernt, mit Gläubigen zusammenzuarbeiten"; "Hier ist man nach einiger Zeit mit allen per Du und auf vertrautem Fuß"; "Mit den Dörflern fand er sich rasch auf vertrautem Fuß. 'Ich spreche die Sprache der Menschen hier', sagt er"; "Als junger Koch habe ich ja erst einmal sehr viel den Mund gehalten, wenn ein Gast wie Martin Walser sprach. Das war auch schwieriges Terrain – die vielen Fremdwörter – aber irgendwann habe ich es kapiert und bin mittlerweile mit Intellektuellen auf vertrautem Fuß" | |
| mit jemandem / etwas auf vertrautem Fuß sein |
     | | | jemanden nicht mehr besuchen; den Kontakt abbrechen | | formal |
| keinen Fuß mehr in jemandes Haus setzen |
     | | | etwas aufwändig inszenieren; ein großes Ereignis daraus machen | | umgangssprachlich; aus dem Englischen (happening = Ereignis) |
| ein Happening aus einer Sache machen |
     | | | nicht zum Zuge kommen; keinen Erfolg haben; erfolglos sein | "Auf der Arbeit bekomme ich einfach keinen Fuß auf die Erde. Jedes Mal wenn ich denke, es geht bergauf, warten schon die nächsten zeitraubenden Probleme auf mich"; "Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Damen I bringen in der Sporthalle am Schlossteich keinen Fuß auf die Erde und unterliegen der SG Adelsberg mit 0:3"; "Ich habe für meine Zukunft etwas Angst, dass ich mit dieser Abschlussnote später keinen Fuß an die Erde bekomme" | |
| keinen Fuß an / auf die Erde bekommen |
     | | | Das ist schrecklich! | | umgangssprachlich, scherzhaft; Verballhornung aus fürchterlich und furchtbar |
| Das ist ja fürchterbar! |
     |