| REDENSART |
ERLÄUTERUNG |
BEISPIELE |
ERGÄNZUNGEN |
sich auf die faule Haut legen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| sich hinlegen, um zu faulenzen; nichts tun | "Bis dahin hat Büchel Zeit, um bei seiner Familie neue Energie zu tanken. Doch ganz auf die faule Haut wird sich der offensive Mittelfeldspieler nicht legen. Mit Laufeinheiten will er sich fit halten, um im Frühjahr wieder angreifen zu können"; "Auch bei Asthma gilt bekanntlich die Devise: Nicht schonen, sondern bewegen. Wer sich auf die faule Haut legt, riskiert, dass Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit immer weiter abnehmen und womöglich bei der geringsten Anstrengung gleich ein Asthmaanfall droht" | Die Redewendung bezieht sich auf die Bärenhaut, auf welcher nach der "Germania" des Tacitus (Kap. 15) die alten Germanen der Ruhe pflegten. Die ursprüngliche Form der Redensart ist noch im Simplicissimus (Kap. 2,81) erhalten und heißt "auf der faulen Bärenhaut liegen" |
sich aufs Ohr hauen / legen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| sich schlafen legen | | umgangssprachlich |
jemand kann sich gehackt legen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| jemand kann machen, was er will; jemand ist einem egal | "Das ist mir egal, was er tut oder lässt, er kann sich gehackt legen"; "Die hätten sich gehackt legen können und ich hätte mich nicht nach ihnen umgedreht" | umgangssprachlich, salopp |
sich (für jemanden) ins Mittel legen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| schlichten / vermitteln; sich für jemanden einsetzen | "Wenn man einen Hund zu sehr schindet, so konnte sich hier in Prag vielleicht das Mitglied irgendeines Tierschutzvereins ins Mittel legen, nach der Polizei rufen, um die Tierquälerei einzustellen"; "Edith und ich waren natürlich noch mehr als früher aufeinander angewiesen, und oft genug hatte sie mich schon zu sich eingeladen, ohne dass es mir erlaubt worden wäre, der Einladung zu folgen. Erst nachdem sich Großmama ins Mittel gelegt und ich Papas Herz erweicht hatte, durfte ich zu ihr gehen"; "Es wäre zu einem bösen Auftritt gekommen, hätte sich nicht Herr Konrad von Bergheim, der Kellermeister, der schon durch die Fülle seiner Erscheinung beruhigend wirkte, ins Mittel gelegt. 'Haltet Frieden, ihr Herrn!'" (Ludwig Ganghofer: Das Gotteslehen) | veraltet; findet sich in der Bibel (1. Buch Samuel 2,25): "Wenn jemand wider einen Menschen sündigt, so wird Gott Schiedsrichter sein. Wenn aber jemand wider den HERRN sündigt, wer will sich für ihn ins Mittel legen?" |
einen Fallstrick legen; Fallstricke legen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| jemanden in eine Falle locken; jemanden dazu bringen, dass dieser in eine unangenehme / kritische / missliche Situation gerät; jemanden in eine schlimme Lage manövrieren; versuchen, jemanden hereinzulegen | | |
gut im Bett sein ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| den Beischlaf für den Partner zu einem erfüllenden sexuellen Erlebnis werden lassen | | umgangssprachlich |
sich (für jemanden / etwas)(schwer) ins Zeug legen / werfen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| viel arbeiten; engagiert sein; sich für jemanden / etwas einsetzen | "Mädchen und Jungen legen sich ins Zeug. In der Region startet soziale Aktion katholischer Jugendverbände"; "Wirtschaft legt sich bei der Ausbildung ins Zeug"; "Zum gewohnten Bretter-Sound legte sich Sänger Coby Dick mächtig ins Zeug und animierte das wieder regennasse Publikum mit einigen Call-and-Response-Stücken zum Mitsingen"; "Der Bürgermeister versprach, man wolle sich noch mehr ins Zeug legen, um die Veranstaltung noch professioneller erscheinen zu lassen"; "Ich war auch enttäuscht, dass es nicht geklappt hat mit dem Award. Dabei hatten wir uns extra so ins Zeug gelegt"; "Für alle Schnäppchenjäger haben wir uns ganz besonders ins Zeug gelegt und viele attraktive Angebote aus allen Bereichen zu Spitzenpreisen zusammengestellt"; "Die Gemeinden sollten Webmaster, die sich so für ihre Gemeinden ins Zeug werfen, die Ehrenbürgerschaft anbieten oder zumindest eine Straße nach ihnen benennen" | umgangssprachlich; Ähnlich wie "Ding" ist "Zeug" heute ein Passepartoutwort, das als Sammelbegriff auf alle möglichen Sachen (konkret und abstrakt) angewandt werden kann. Von seiner Wurzel her aber ist es mit "ziehen" verwandt und bezeichnet das, was zu dieser (weit verbreiteten) Bewegung gehört: das Geschirr, in das Ochse oder Pferd eingespannt werden (siehe auch "was das Zeug hält"); das Hervorbringen (Erzeugen) von Feldfrüchten, den Vorrat an Nahrung und Rohstoffen, der weiterverarbeitet wird; den Stoff, aus dem Kleider gefertigt werden (siehe auch "jemandem am Zeug flicken") usw. In Erweiterungen finden wir die Anwendung auf die gesamte Ausrüstung des Kriegers, das Material, welches er mit in den Krieg nimmt, die Ausstattung des Schiffes (Segelzeug) usw. Die inflationäre Verwendung des Begriffes führt schließlich im 17. Jahrhundert dazu, dass "Zeug" einen verächtlichen Nebensinn erhielt. Von den zahlreichen Wortbildungen, für die Letzteres natürlich nicht gilt, sei lediglich auf Fahrzeug, Feuerzeug, Nähzeug, Schreibzeug usw. hingewiesen, welche die Produktivität des Musters Nomen / Verb + -zeug beweisen. Die Redensart "sich für jemanden ins Zeug legen" bezieht sich natürlich auf die Anstrengung, die das Zugtier zeigt, wenn es eine schwere Last fortbewegen soll. Siehe auch "sich ins Geschirr legen" |
ans Bett gefesselt sein ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| krank im Bett liegen | | |
das Bett hüten müssen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| krank im Bett liegen | | Das scherzhafte Bild des Hüters eines Bettes beinhaltet den Vergleich mit dem Hüter einer Herde, der seinen Posten nicht aufgeben darf |
jemanden aus dem Bett schmeißen / werfen ÜNach Übersetzungen suchen: DD: LEO:     PONS:           
| jemanden rigoros wecken | | umgangssprachlich |