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Suchergebnis für "bibel testament"

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REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
auf Rosen gebettet sein 
Ü
reich / zahlungskräftig sein; umsorgt / verwöhnt werden "Ich bin eine junge Frau, die bald gelernt hat, dass mein Leben nicht auf Rosen gebettet ist"; "Diese Entscheidung der Unelco wird negative Auswirkungen auf den Tourismus haben und die Einkünfte der Branche, die ohnehin in diesem Jahr aufgrund der internationalen Krise nicht auf Rosen gebettet ist, schmälern"; "Da Sozialhilfeempfänger in Großbritannien nicht auf Rosen gebettet sind, schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs durch"; "In Deinen Armen zu liegen, ist wie auf Rosen gebettet zu sein!"; "Wir sind zwar nicht auf Rosen gebettet, aber wir haben die Finanzen im Griff"; "Gerade durch das wechselnde Auf und Ab wird ja ein Leben erst schön. Wenn einer dauernd nur auf Rosen gebettet ist, so wird er das nie zu schätzen wissen"; "In unserer kleinen Privatkapelle organisieren wir gerne idyllische Hochzeiten und Tauffeiern. In frischer Bergluft und wie auf Rosen gebettet, werden Sie bei uns schlafen. Alle unsere Zimmer sind geräumig und in modernem Tiroler Stil eingerichtet" Die wohlduftende Rose wurde bereits in der Römerzeit als Tisch-, Wand- und Personenschmuck verwendet. Das Bestreuen des Bodens mit Rosen zu festlichen Anlässen hat sich bis heute in manchen Prozessionsbräuchen erhalten. Reiche Römer schliefen auf Matratzen aus Rosenblättern oder ließen bei Gastmählern Rosen von der Decke regnen. Diese Bräuche wurden schon in der Antike redensartlich; so bedeutet das lat. "iacere in rosa" nichts anderes als "auf Rosen ruhen". Es hat sich in der deutschen Variante "auf Rosen gebettet sein" mit der Bedeutung "Luxus" erhalten. Als Sinnbild für die schöne Frau bzw. die Jungfräulichkeit dient die Rose ebenfalls seit der Antike. Schon im Hohenlied (2,1) des Alten Testamentes heißt es: "Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern." Dieser Vergleich hat sich auch in der Poesie (Goethes "Heideröslein") wie in der Volkslyrik erhalten. Auf antike Vorstellungen geht wiederum die Rose als Symbol der Verschwiegenheit und des "verblümten" Sprechens (siehe auch "etwas durch die Blume sagen") zurück: Cupido schenkt dem Gotte des Schweigens eine Rose, damit er nichts über den Lebenswandel der Venus verlauten lässt 
Das ist ein Kapitel für sich 
Ü
Darüber könnte man viel sagen; Das Thema ist umfangreich  umgangssprachlich; Bereits im Alten Testament (Exodus 32,22; Ps. 68,29; 138,16) findet sich die Vorstellung, dass alles von Gott im "Buch des Lebens" aufgezeichnet wird. Auch die Sünde des Judas "ist geschrieben mit eisernen Griffeln und spitzen Diamanten" (Jer. 17,1). Platon vergleicht die Seele mit einer Wachstafel, auf welcher die Dinge sich wie durch einen Siegelring einprägen. Und Aristoteles sieht den Geist, der sich noch nicht einem Erkenntnisgegenstand zugewendet hat, als "Schreibtafel, auf der noch nichts Geschriebenes vorhanden ist" (De anima III 4, 430 a 1). Thomas von Aquin übersetzt dies mit dem noch heute gängigen Begriff "tabula rasa". Zum Bildfeld (das Buch des Lebens) gehört also die Vorstellung, dass das Gedächtnis die Schrift ist, welche die "Seiten des Lebens" füllt. Für andere Menschen kann jemandes Leben "wie ein offenes Buch" sein, eine Person kann aber für andere auch "ein Buch mit sieben Siegeln" sein. Das Lebensbuch hat dunkle und traurige, aber auch heitere Kapitel. Andere Wendungen sprechen von einem neuen Lebenskapitel oder -abschnitt. Die erzählende Wiedergabe eines derartigen Lebenskapitels kann unschicklich oder langwierig sein, so dass man die Zuhörer vertrösten muss: "das ist ein Kapitel für sich" bzw. "das steht auf einem anderen Blatt". Als Gesprächsfloskeln handelt es sich also um Signale zur Themenausblendung 
im stillen Kämmerlein 
Ü
in aller Ruhe; für sich allein  Das Kämmerlein wird schon in der Bibel (Matth. 6,6) als rechter Ort für Studium und Gebet angesehen 
ein Kainszeichen / Kainsmal tragen 
Ü
ein Zeichen der Schuld tragen; ein Merkmal tragen, das einen verrät "Die Behinderung haftete wie ein Kainszeichen, und die Benachteiligung fiel trotz beharrlichen Wünschens nicht ab"; "Das Kainsmal: Das ist heute der Stempel, den wir anderen aufdrücken, um sie abzustempeln, um sie auf das festzunageln, was wir uns als Bild von ihnen gemacht haben"; "Verdammt sei der Krieg, der Menschheit Kainszeichen!"; "Der 27-jährige Tobey Maguire ist schlicht die Idealbesetzung als schüchterner, introvertierter und leicht verklemmter Teenager, der seine dicke Hornbrille wie das Kainszeichen des Versagers auf der Nase trägt"; "Es ist nicht verwunderlich, wenn die Nation, welche vor der Geschichte der Menschheit ewig das Kainszeichen von Hiroshima und Nagasaki tragen wird, wenn diese Nation versucht, sich hinter moralischen Superlativen zu vernebeln"; "Soweit MfS-Offiziere vernommen wurden, haftete ihrer Aussage das Kainsmal der Unglaubwürdigkeit an. Den Akten hingegen wurde mehr geglaubt als ihren Verfassern" entlehnt aus der Bibel (1. Mose 4,1-16). Kain erschlug seinen Bruder Abel aus Neid wegen seiner bevorzugten Stellung beim Gottesopfer. Um nicht als Brudermörder selbst erschlagen zu werden, machte Gott ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, der ihn fände, und um ihm eine Chance für ein gewaltfreies Leben zu geben 
um das Goldene Kalb tanzen 
Ü
nach Geld gieren; etwas Materielles verehren; Reichtum als einzigen Lebenszweck ansehen "Politik, Wirtschaft, Zeitgeist, Mode und schließlich die Börse - das Goldene Kalb unserer Zeit - sind offenbar kurzfristigen Zyklen ausgeliefert"; "Wo die einen heute ein abstraktes Solidarprinzip hochhalten und sich dabei im trotzigen Abwehrkampf gegen eine 'Yuppieisierung' der Gesellschaft sehen, der möglicherweise gar nicht zu gewinnen ist, feiern die anderen modisch die Freude an der freien Konkurrenz und den Tanz ums Goldene Kalb"; "Statt Eileiter, Eierstock und Samen dienten ihr als Ausgangsmaterial die berühmten embryonalen Stammzellen, jenes Goldene Kalb der Molekularbiologie, denen die Fähigkeit nachgesagt wird, dass sich aus ihnen jede Art von Zellen und Organen züchten ließen: Von der Haut- über die Nervenzelle bis hin zum Herzen"; "Die wahnsinnigen Kosten für Luxus und Überflüssiges zerstören die Seelen der Menschen, machen sie immer gieriger und zwingen sie zum immer wilderen Tanz ums Goldene Kalb" gehoben; Die Redensart und ihre Variante "das Goldene Kalb anbeten" beziehen sich auf die bekannte Episode aus dem Alten Testament (2. Mos. 32), in der die Israeliten von Gott abfallen, während Moses auf dem Berg Sinai weilt 
im Schweiße meines / seines / ihres Angesichts 
Ü
mit viel Mühe / Fleiß; unter großer Anstrengung; mit hohem Arbeitseinsatz  Stammt aus der Bibel: In 1. Mose 3,19 verflucht Gott Adam nach dem "Sündenfall": "Und zum Manne sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden." Damit ist gemeint: Im Gegensatz zu den paradiesischen Zuständen musst du ab jetzt für deinen Lebensunterhalt arbeiten. Der Wunschtraum, diesem Los zu entrinnen, zeigt sich beispielsweise in den Märchen vom Schlaraffenland 
den Judaslohn bekommen 
Ü
den Lohn für einen Verrat erhalten "Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben damals in der Debatte die Frage gestellt, was denn der Judaslohn dafür ist, dass Sie hier die Oppositionsrechte, obwohl Sie selbst angeblich in Opposition sind, beschneiden wollen"; "Für einen Judaslohn den Kirchturm verpachten? - Ein verlockendes Angebot machen derzeit landauf, landab Mobilfunkbetreiber Kirchengemeinden: Für 6.000 Euro - knapp 12.000 Mark Jahrespacht möchten Telekom, Mannesmann, E-Plus und Viag Interkom ihre Sendeanlagen auf oder in Kirchtürmen installieren"; "Nach dem 'Regimewechsel' wurden auch in Belgrad willige Lakaien eingesetzt, die das Land und seine Verteidiger für einen Judaslohn verkaufen" Stammt aus der Bibel. Judas erhielt für den Verrat Jesu' 30 Silberlinge; siehe auch "ein Judas
alle Jubeljahre 
Ü
ganz selten  umgangssprachlich; Das Halljahr oder Jubeljahr kehrte bei den Israeliten alle 50 Jahre wieder. Es brachte jeweils den Erlass aller Schulden mit sich, so dass immer wieder eine annähernde Gleichstellung in der Bevölkerung erreicht wurde. Zu seinem Namen kam das Jubeljahr dadurch, dass es durch den Schall von Posaunen und den Klang von Widderhörnern (hebr. jobel = Widderhorn, Freudenschall) angekündigt wurde. Mittellat. "iubi-laeus" (Feier, Jubiläum) wurde von Isidor von Sevilla (560-636) in der Schrift "Etymologiae" ausdrücklich auf diesen hebräischen Ursprung bezogen, obwohl es auf lat. "iubilum" (jauchzen, jodeln) zurückgeht. Papst Bonifatius VIII stiftete im Jahr 1300 ein Jubeljahr (jubilaeus annus) nach dem alttestamentlichen Brauch, das mit einem hohen Ablass verbunden war. Die ursprünglich alle 100 Jahre geplante Wiederholung dieses Jubeljahres verkürzte sich allmählich auf 50 und schließlich auf 25 Jahre. Mit dem Begriff "Jubiläum" wurden dann volkstümlich alle Feierlichkeiten benannt, die anlässlich des Verstreichens längerer Zeitspannen abgehalten werden 
Da brat mir (aber) einer einen Storch! 
Ü
Ausruf der Verwunderung / Überraschung / Verärgerung  umgangssprachlich, salopp; Nach einer biblischen Speisevorschrift (Bibel, 3. Mos. 11) darf der Storch (ebenso wie Fledermaus oder Reiher) nicht gegessen werden. Dies übertrug sich auch auf das Mittelalter, zudem der Storch abergläubische Verehrung genoss und sein Fleisch als ungenießbar galt. Nur scherzhaft wird der Storch daher in der Literatur der Renaissance gelegentlich als Leckerbissen genannt. Der gebratene Storch ist somit das Sinnbild des nie Gesehenen und unerhört Neuen 
eine Hiobsbotschaft erhalten 
Ü
eine Unglücksbotschaft erhalten  Das Buch Hiob des Alten Testaments berichtet von dem Mann Hiob, der gottesfürchtig, wohlhabend und "herrlicher war denn alle, die gegen Morgen wohnten". Der Satan wollte seine Frömmigkeit auf die Probe stellen, und Gott ging darauf ein. Nacheinander empfing Hiob nun unglaublich schlimme Nachrichten: Sein Land war verwüstet, seine Knechte erschlagen, sein Vieh geraubt worden. Schließlich starben sogar seine Kinder. Hiob ertrug alles mit großer Geduld und erhielt sich dennoch seinen Gottesglauben. Sein Unglück wurde sprichwörtlich 
 
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