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Suchergebnis für "den Mantel nach dem Wind hängen"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
seinen Mantel / sein Mäntelchen nach dem Wind hängen 
Ü
seine Meinung so ändern, wie es nützlich ist; opportunistisch / angepasst / gesinnungslos / prinzipienlos sein  umgangssprachlich; Vorläufer der seit dem 16. Jahrhundert belegten Redensart ist die Wendung "den Mantel nach dem Winde kehren". Sie taucht bereits in der mittelalterlichen Spruchsammlung auf, die unter dem Namen Spervogels überliefert ist (um 1200): "Man sol den mantel keren als das weter gat." In Gottfrieds "Tristan und Isolde" (um 1210) heißt es ganz ähnlich: "Man sol den mantel kehren als die winde sint gewant." 
sich / die Fahne / das Fähnchen nach dem Wind drehen / hängen / richten 
Ü
sich der herrschenden Meinung anschließen; opportunistisch / gesinnungslos sein "Die Art und Weise, wie einige Regierungsmitglieder ihre Fahne nach dem Wind hängen, würde ich jedenfalls nicht wollen. Das würde bei mir ein Glaubwürdigkeitsproblem der angesprochenen Minister auslösen"; "Da hast du wieder einmal den richtigen Wind zu erwischen gemeint und in bewährter Form deine Fahne nach dem Wind gehängt"; "Im Kreise der Mitarbeiter und Kollegen finden sich nur selten Personen, die das Mobbing-Opfer unterstützen. Feiglinge gibt es überall und in der heutigen Zeit der Massenarbeitslosigkeit hängt schon manch einer lieber die Fahne nach dem Wind"; "Du hast nicht gewollt, dass wir die Fahne nach dem Wind hängen, sondern dass wir treu sind"; "Ungeachtet des komplizierten politischen Hintergrunds seiner Arbeit weigerte er sich mit vorbildlicher intellektueller Aufrichtigkeit, seine Überzeugungen anzupassen und seine Fahne nach dem Wind zu hängen 
um eine Sache den Mantel / das Mäntelchen des Schweigens hüllen; den Mantel / das Mäntelchen des Schweigens über etwas ausbreiten 
Ü
eine Sache verschweigen / verheimlichen  Siehe auch "den Schleier des Vergessens über etwas ausbreiten
unter dem Siegel / Mantel der Verschwiegenheit 
Ü
ganz im Vertrauen; streng vertraulich  Das im 13. Jahrhundert auftauchende Wort "Siegel" ist über volkslat. sigilo mit lat. sigillum (Bildchen) und signum (Zeichen) in die deutsche Rechtssprache gekommen (siehe auch "jemandem Brief und Siegel geben"). Der versiegelte Mund und die versiegelten Lippen sind alte Sinnbilder der Verschwiegenheit und des bewahrten Geheimnisses. Siehe auch "den Schleier des Vergessens über etwas ausbreiten
etwas mit dem Mantel der Nächstenliebe zudecken 
Ü
nicht davon reden; nachsichtig sein; auf Kritik verzichten "Es müssen Anforderungen an die Jugendlichen gestellt werden, man darf nicht stets den Mantel der Nächstenliebe über alles decken"; "Ich bin bereit, den Mantel der Nächstenliebe über das Vorgefallene auszubreiten und ihm zu vergeben"; "Was das dritte Reformvorhaben - das Gesundheitswesen und seine Finanzierung - angeht, breiten wir am besten den weihnachtlichen Mantel der Nächstenliebe darüber, statt die Defizite aufzulisten" Der Mantel dient vielfach als Sinnbild für etwas Deckendes, Verhüllendes und Schützendes. Biblisch ist die Vorstellung, dass die Liebe eine ähnliche "bemäntelnde" Funktion hat (Bibel, Salomo 10,12; 1. Brief Petri 4,8). Daraus hat sich im Mittelalter (Hugo von Trimberg: "Der Renner" V. 3307 ff) und in der Bildersprache des Barock der "Mantel der (christlichen) Nächstenliebe" entwickelt. Die Prägnanz dieses Bildes hat es zu einem beliebten Motiv der Predigtsprache gemacht, so dass es heute als salbungsvoll empfunden und vorwiegend ironisch gebraucht wird. Siehe auch "den Schleier des Vergessens über etwas ausbreiten
jemandem den Wind aus den Segeln nehmen; Wind aus jemandes Segel nehmen 
Ü
jemandes Argumente entkräften; jemandem die Möglichkeit zum Handeln nehmen; jemandes Bestrebungen vereiteln; jemanden entmutigen; jemandes Ideen / Vorschläge aushebeln / verpuffen lassen; jemandem seinen ursprünglichen Vorteil nehmen  Siehe auch "Schiffbruch erleiden
etwas / jemanden zehn Meter gegen den Wind riechen; zehn Meter gegen den Wind stinken 
Ü
heftig stinken  umgangssprachlich, salopp 
nach und nach 
Ü
allmählich  Die mit "nah" verwandte Präposition "nach" verfügt über räumliche und (davon abgeleitete) zeitliche Bedeutungskomponenten. In Verbindung mit anderen Wortarten drückt es die Nähe (Nachbar), die Richtung (nach rechts), das Ziel (nach Hause), das Nachfolgen und schließlich die zeitliche Folge aus: danach, nachher usw. Auch der Aspekt der imitierenden oder verstärkenden Wiederholung von Handlungen kann durch nach ausgedrückt werden: nachahmen, Nachbilden, Nachdruck usw. Das Nachdenken ist ein Denken in Richtung auf ein bestimmtes Ziel, das Nachsehen der bloße Nachblick auf ein Entweichendes und damit Verlorenes, um das man sich umsonst bemüht hat. Ursprünglich gleichbedeutend mit Nachsehen hat sich aus Nachsicht (Beaufsichtigung) seit dem 17. Jahrhundert der Aspekt der Schonung (nachsichtig sein) herauskristallisiert. In dem Sprichwort "Vorsicht ist besser als Nachsicht" hat sich noch die alte Bedeutung (Nachsicht = Nachsehen) erhalten. "Nach" und "vor" treten auch sonst in kontrastive Beziehung zueinander, um bestimmte (räumliche und zeitliche) Bedeutungen auszudrücken (nach wie vor). In der Wendung "nach und nach" wird die Verdoppelung dazu genutzt, sich wiederholende Ereignisse in der Wirklichkeit durch sich wiederholende "Lautereignisse" (nach A + nach B + nach C...) abzubilden 
Hier pfeift der Wind aus einem anderen Loch; Der Wind pfeift (jetzt) aus einem anderen Loch 
Ü
Hier / Jetzt geht es strenger zu   
wie der Wind 
Ü
sehr schnell   
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