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Suchergebnis für "hund"


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REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
bekannt sein wie ein bunter Hund 
ÜS
bekannt / stadtbekannt sein; auffallen "Perfekt gepflegt genießt Möding zur Vorweihnachtszeit die Aufmerksamkeit, denn er ist in Schleswig-Holstein bekannt wie ein bunter Hund"; "Er ist ein Schützenbruder vom Scheitel bis zur Sohle und 'bekannt wie ein bunter Hund'"; "Und texten kann der Mann, der Mitte der 1980er Jahre 'so einen Hype' hatte, wie er es nennt, 'da war ich so bekannt wie ein bunter Hund.' Verantwortlich dafür war zum einen die melancholisch-heitere Komödie 'Zuckerbaby' (1985), außerdem präsentierte und lehrte er den damaligen Kult-Tanz 'Breakdance - Mach mit, bleib fit' (1984, ZDF)"; "Er ist in Köln nach eigenen Worten 'bekannt wie ein bunter Hund' und meldet sich immer wieder in strittigen Fragen zu Wort" umgangssprachlich; Ein "bunter" Hund ist der gescheckte Hund, der gegenüber dem einfarbigen Hund gut sichtbar und wiedererkennbar ist. Als Redensart ist die Wendung seit dem 17. Jahrhundert überliefert 
ein blöder Hund 
ÜS
ein unsympathischer Mensch  umgangssprachlich, Schimpfwort; Als ältestem Haustier kommt dem Hund in Sprichwörtern und Redensarten naturgemäß eine große Bedeutung zu. Der Bedeutungsspielraum ist dabei allerdings sehr weit. Einerseits ist der Hund das Symbol der Treue, Wachsamkeit und Gefolgschaft, andererseits ist er auch das Sinnbild des unwürdigen Lebens und der Unterwürfigkeit. Sehr verbreitet sind Schimpfwörter wie Lumpenhund, blöder Hund, frecher Hund usw. 
auf den Hund kommen 
ÜS
gesundheitlich oder wirtschaftlich ruiniert werden; verelenden; zugrunde gehen; moralisch sinken "Sind wir jetzt auf den Hund gekommen? Verdopplung der Schulden - Ausgeglichener Haushalt, aber wie?"; "Die Verteidigung der Demokratie ist die gemeinsame Sache aller Demokraten - auch und gerade in Wahlkampfzeiten. Wir alle dürfen Deutschland nicht auf den Hund kommen lassen!"; "Ja, die Tarifautonomie ist ziemlich auf den Hund gekommen. Das sieht man an den vier Millionen Arbeitslosen ..."; "Auf sehr verschiedene Weise kann der Mensch auf den Hund kommen; zum Beispiel durch das Finanzamt, durch Verschwendung, Trunksucht, Faulheit oder Fehlspekulation an der Börse"; "Insofern danke ich neben meinen wirklichen Freunden ganz besonders meiner eigenen Familie, die als das tragende Element sozialer Geborgenheit mich stets davor bewahrt hat, in ungewollter Weise auf den Hund zu kommen" umgangssprachlich; Grimms Deutsches Wörterbuch (Bd. 10, Sp. 1915 []) vermerkt: "(Die) Redensart, 'auf den Hund kommen' ist mehrfach zu erklären versucht worden; teils aus einem Würfelspiel der Griechen, in dem ein gewisser verlierender Wurf der Hund hieß; teils aus einer Strafe der Bergleute, die für Vergehen den Hund, den Karren im Bergwerk ziehen mussten; teils endlich soll die Redensart aus mundartlichem 'hund sein' = 'hunten (drunten; hie unten) sein' sich gebildet haben. Am besten wird sie an den Rechtsbrauch des Hundetragens angeschlossen: Der alten Strafe des Hundetragens liegt die Idee zugrunde, dass, wie der Verurteilte das Schwert, die Rute, den Strang um den Hals trug, er auch den Hund tragen sollte, damit anzuzeigen, dass er wert sei, gleich einem Hund erschlagen und aufgehängt (...) zu werden."
Zur Herkunft der Redewendung gibt es noch weitere Deutungen (im Folgenden Hinweise von Nutzern):
1. Im Mittelalter wurde das Geld in einer Holztruhe aufbewahrt, auf dessen Boden oder Zwischenboden ein Hund gemalt war. War das Geld alle, war man "auf den Hund gekommen"
2. Der Hund war steter Begleiter des Menschen seit der Steinzeit. War längere Zeit die Jagd erfolglos, so wurde einer der Begleit- oder Wachhunde gefangen und geschlachtet
3. Einen Hund benutzte man als Zugtier nur, wenn man sich kein Pferd oder Esel leisten konnte 
etwas verhunzen 
ÜS
etwas verunstalten / entstellen / verschlechtern / verderben / verunzieren / kaputtmachen  umgangssprachlich; Die eigentliche Bedeutung dieses Verbs ist "auf den Hund bringen", "zu einem Hund machen" im Sinn von schlechtmachen, verderben. Zugrunde liegt ein älteres "hundasen". Das Wort ist seit 1701 schriftlich belegt, in der Umgangssprache aber sicher älter. Die ersten Schriftsteller, die es verwenden, sind Hamann und Lessing 
Kusch! 
ÜS
Sei ruhig! Leg dich hin! Gehorche!  umgangssprachlich; Befehl an Hund oder Katze 
jemanden wie einen Hund behandeln 
ÜS
jemanden schlecht behandeln  umgangssprachlich; siehe auch "wie ein Hund leben
wie Hund und Katze leben; sich wie Hund und Katze vertragen / verstehen / benehmen 
ÜS
verfeindet sein; sich oft streiten; sich nicht verstehen  umgangssprachlich; siehe auch "wie Hund und Katze
eine Fußhupe 
ÜS
ein kleiner Hund  umgangssprachlich, salopp, scherzhaft; Tritt man aus Versehen auf den Hund, dann jault ("hupt") er 
jemanden an der kurzen Leine führen / halten 
ÜS
jemandes Freiheiten einschränken; jemandem nur wenig Freiraum lassen  umgangssprachlich; bezieht sich auf den Hund an der Leine; siehe auch "jemandem / einer Sache Fesseln anlegen
jemanden an der langen Leine lassen 
ÜS
jemandem Freiheiten zugestehen; jemandem seinen Willen lassen "In späteren Jahren hat der alte Chef seinen Sohn im Betrieb an der langen Leine gelassen"; "Gemeinsam gliederte die Gruppe das Thema, verteilte und bearbeitete die Aufgaben. 'Die Studierenden werden kollegial an der langen Leine gelassen', sagt Jeggle. Zwei Kompaktphasen von je einer Woche vor Ort dienten den Interviews, daneben gab es viel Archivarbeit"; "Auf den Einzelnen eingehen, sich Zeit nehmen und ihn dennoch an der langen Leine lassen, ist eine Leitlinie, an die sich das Team halten möchte. Mack: 'Ich kann doch nicht von der Religion der Freiheit und Freude reden, wenn ich Angst und Zwang vermittle'" umgangssprachlich, salopp; bezieht sich auf den Hund an der Leine; siehe auch "jemandem / einer Sache Fesseln anlegen
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