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Suchergebnis für "Dort ist ist Schmalhans Kuechenmeister"


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REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
bei jemandem ist Schmalhans Küchenmeister 
ÜSL
bei jemandem herrscht Armut  Der früher besonders häufige Vorname Hans ist in den verschiedensten Varianten redensartlich geworden (siehe auch "Hansdampf in allen Gassen") und steht hier als Personifizierung bestimmter Eigenschaften. "Schmal", das heute meist nur noch als Gegenbegriff zu "breit" gebraucht wird, hatte früher auch die Bedeutung gering, knapp, karg. Dies zeigt sich noch in den - allerdings veraltenden - Wendungen "schmaler Lohn" und "schmale Kost". Das nach dem Muster von "Prahlhans" gebildete "Schmalhans" ist seit 1663 literarisch belegt und bezieht sich auf den zumindest optisch naheliegenden Zusammenhang zwischen einem dünnen Koch (Küchenmeister) und der kargen Kost, die er bereitet und vorsetzt. In der an allegorischer Personifizierung reichen Barockliteratur heißt es gelegentlich ganz ähnlich: "(Dort) war die Armut selbst Hofmeisterin, der Hunger Koch und der Mangel Küchenmeister" (Simplicissimus Kap. 7). Die Redensart kann je nach Verwendungszusammenhang Geiz und Armut einer Person oder Familie bezeichnen, aber auch als Tadel für Ungastlichkeit u. a. hergenommen werden. Zu "Hans" siehe auch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr
dort ist was / etwas los 
ÜS
1. dort ist es betriebsam / lustig
2. dort ist etwas passiert 
 umgangssprachlich 
Dort / Da ist / liegt der Hund begraben 
ÜSL
1. Das ist der entscheidende, der schwierige Punkt; Das ist das Wesentliche einer Sache; Das ist es, worauf es ankommt; Das ist die Ursache des Übels
2. Dort ist es langweilig; Dort ist nichts los; Dort sind nur wenig Menschen 
"Ich denke, genau hier liegt der Hund begraben"; "Der aufmerksame Leser merkt sofort, wo bei dieser Vorgehensweise der Hund begraben liegt"; "Für ihn ist nun klar: Jetzt muss primär das Vertrauen der Kunden wieder zurückgewonnen werden. 'Dann hat die neue Fluggesellschaft eine reelle Chance.' Doch hier genau liegt der Hund begraben: Wer die derzeitigen Aktionsinserate ('Wir freuen uns auf Sie') liest, stößt auf den folgenden wenig vertrauenserweckenden Zusatz: ..."; "Trotz all den Bemühungen funktioniert das Netzwerk nicht schneller. Wo könnte der Hund begraben sein?"
2. "Hier ist nicht der Hund begraben: Bei den 36 Mitgliedern der Landjugend ist immer was los"; "In Hasenwinkel selbst ist 'der Hund begraben', was für das ruhige Arbeiten ganz hervorragend ist. Selbst der Handyempfang ist nur an einigen Stellen möglich"; "Zwar lagen einige Boote im Hafen, keine Frage, aber ansonsten war hier der Hund begraben. Wir fanden lediglich eine verlassene Mole, ein leeres Hafengebäude, eine benutzbare Telefonzelle und einen geschlossenen Supermarkt vor. Kein Hafenmeister, kein Kiosk, keine Hafenkneipe" 
umgangssprachlich; Zur Bedeutung 1: Die Redensart wird zum ersten Mal in Chroniken des 17. Jahrhundert erwähnt, geht aber auf mittelalterliche Vorstellungen zurück. Man glaubte nämlich, dass vergrabene Schätze von einem schwarzen Hund bewacht würden. Man nannte gar solche vergrabenen Schätze einfach Hunde. Auch Mephisto spottet über die Menge, die seine Fähigkeit als Schatzgräber anzweifelt: "Da stehen sie umher und staunen, / Vertrauen nicht dem hohen Fund, / Der eine faselt von Alraunen, / Der andre von dem schwarzen Hund" (Faust II). Die zweite Bedeutung ist wohl neueren Datums und in vielen Wörterbüchern nicht aufgeführt. Zu Goethes "Faust" siehe auch "hinter etwas her sein wie der Teufel hinter der (armen) Seele
Dort / Hier ist die Welt mit Brettern vernagelt 
ÜSL
1. Dort / Hier ist es sehr einsam / abgelegen
2. Dort / Hier ist das Ende; Es geht nicht mehr weiter 
 Johann Sommer (1559-1622) verfasste unter dem Pseudonym Johannes Olorinus Variscus eine Sammlung von Lügengeschichten, die er unter dem Titel "Ethnographia Mundi" im Jahr 1609 herausgab. In einer der Geschichten wird erzählt, dass einer ans Ende der Welt kam und es mit Brettern verschlagen fand. Siehe auch "nicht aus der Welt sein
Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach 
ÜS
Man würde gerne aktiver sein, doch man ist zu träge; Der Mensch hat gute Vorsätze, hält sie aber oft nicht ein "Faulheit mag zwar auf den ersten Blick eine treffende Begründung sein, doch der wahre Grund für das Auslassen des täglichen Trainings ist nicht selten Langeweile. Wie dem auch sei, eine Lösung muss her, wenn mal wieder der Geist willig, aber das Fleisch schwach ist. Im Folgenden sind ein paar Tipps aufgelistet, die helfen können, Langeweile in der Trainingsroutine zu überwinden"; "Wenn der Geist willig, aber das Fleisch schwach ist - Der natürliche Weg zu Potenz und Energie"; "Aller Kampfgeist nützt nichts, wenn der Geist willig, aber das Fleisch schwach ist"; "Seit Monaten will ich mich schon bei Ihnen melden, leider war nur der Geist willig aber das Fleisch schwach" Stammt aus der Bibel: "Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach" (Markus 14, 38); "Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach" (Matthäus 26, 41) 
bei jemandem ist ist nicht viel zu holen 
ÜS
jemand ist arm  umgangssprachlich; Holen bedeutet "an sich ziehen", "erlangen", "erwerben", "gewinnen". Die landläufige Wendung "da ist nichts (= kein Geld) zu holen" ist seit dem 18. Jahrhundert belegt, wahrscheinlich aber viel älter 
Wenn / Sobald die Maus satt ist, ist / wird / schmeckt das Mehl bitter 
ÜSL
Wenn man von einer Sache genug hat, verliert man das Interesse daran "Wir sind halt satt: 'Und wie heißt es: Wenn die Maus satt ist, dann ist das Mehl bitter und das Brot nichts wert'"; "Als alle wieder verschwunden waren, habe ich mich über die reichhaltigen Reste hergemacht, bis nichts mehr reinging. Ihr wisst doch: Wenn die Maus satt ist, schmeckt's Mehl bitter"; "Man kann die Verunsicherung unter anderem als Folge der Marktsättigung deuten. Eine alte Volksweisheit sagt: 'Wenn die Maus satt ist, dann schmeckt das Mehl bitter'"; "Das süße Flädle mit Waldbeerenquark wäre sicher besser gewesen, hätte sich die Küche die klebrige Schokoladensauce gespart. Aber vielleicht galt da zu diesem Zeitpunkt für uns auch schon die alte Redensart: 'Wenn die Maus satt ist, wird das Mehl bitter'" Sprichwort 
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold 
ÜS6
Schweigen ist mehr wert als Reden; Auf einen verschwiegenen Menschen ist mehr Verlass als auf jemanden, der viel redet; Manchmal ist es besser, nichts zu sagen "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Diese banale Lebensweisheit haben sich Darmkranke aus Scham viel zu lange zu eigen gemacht"; "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Nicht immer ist diese Alltagsweisheit richtig. Wer nicht auf den Mund gefallen ist, hat gute Karriere-Chancen"; "'Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!' Das stimmt nur allzu oft! Häufig ist es viel sinnvoller, den Mund zu halten, als immer alles, was gesagt werden könnte, auch wirklich zu sagen"; 'Reden ist Silber, Schweigen ist Gold', sagt der Volksmund. Nur wann Silber und wann Gold angesagt ist, verrät er uns nicht"; "Die Floskel: 'Reden ist Silber, Schweigen ist Gold,' hat sich längst abgenutzt, denn Schweigen hat nur im Sprachspiel des Redens Sinn. Schweige, so viel du kannst, aber rede, so viel du musst"; "Zuvor in den Medien hoch gelobt, tauchten bald die ersten Negativschlagzeilen über Strato auf. Ein PR-Gau, denn für den Strato-Vorstand galt während der Krise: 'Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.' Wer in der Krise schweigt oder nur das zugibt, was sich nicht leugnen lässt, wird unglaubwürdig und gibt die Informationsführerschaft ab: Anstelle des Unternehmens kommentieren selbst ernannte 'Experten' die Ereignisse" Sprichwort; Die Herkunft des Sprichwortes ist nicht restlos geklärt, vermutet wird der Ursprung im arabischen Raum (Wander [], Röhrich []). Der Gedanke, dass Schweigen besser sei als Reden, ist sehr alt und findet sich schon in den großen Religionen. So heißt es im Koran: "Und wandle gemessenen Schritts und dämpfe deine Stimme; denn wahrlich, die widerwärtigste der Stimmen ist der Eselsschrei" (31:19). Im Babylonischen Talmud (Megilla, 18a) heißt es: "Wenn ein Wort einen Sela kostet, so ist Schweigen deren zwei wert." Und in der Bibel steht: "Darum, liebe Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell, zu hören, langsam aber, zu reden, und langsam zum Zorn" (Jakobus 1,19). Hier findet sich auch die metaphorische Verbindung von Reden und dem Edelmetall Silber: "Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts" (Sprüche 10,20) und "Die Rede des HERRN ist lauter wie durchläutert Silber im irdenen Tiegel, bewähret siebenmal" (Psalm 12,7). In lateinischer Form taucht das Sprichwort im 16. Jahrhundert auf und Johann Gottfried Herder übersetzt es 1792 ins Deutsche: "Lerne schweigen, o Freund. Dem Silber gleichet die Rede, aber zu rechter Zeit Schweigen ist lauteres Gold" ("Das Schweigen" aus: Zerstreute Blätter, Vierte Sammlung, Erstes Buch) (Röhrich []). Dass dieses Sprichwort nicht immer richtig ist, liegt auf der Hand: Schließlich kommt es auf die Situation an, ob es besser ist zu schweigen oder zu sprechen - und auf den Inhalt dessen, was man sagt. Für Herbert Jhering gar legitimiert das Sprichwort politische Tatenlosigkeit und geistige Genügsamkeit und steht damit im Gegensatz zum Ideal demokratischer Teilhabe: "Das kann Takt bedeuten und menschliche Noblesse, das bedeutet aber auch servile Ergebenheit, Mundhalten, Strammstehen, sich alles gefallen lassen" (Der Kampf ums Theater und andere Streitschriften 1918 bis 1933) 
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser 
ÜS
Man sollte sich nur auf das verlassen, was man nachgeprüft hat "Rückstandsanalysen: Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser: Unser Großhändler Weiling schaut genau hin - besonders bei Obst und Gemüse"; "Internetgeschwindigkeit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Internetanbieter offerieren ihre Pakete nur mit einer 'bis zu'-Geschwindigkeit und verhindern so einen aktiven und transparenten Überblick über die eigentliche Leistungsfähigkeit des Anschlusses"; "Dahinter steckt wohl auch unser tiefes Bedürfnis nach gelingendem Leben in dieser Welt - vor allem in Situationen, da ich an meine Grenzen komme, wie z. B. in einer Krankheit. Da kann es schon vorkommen, dass ich einer ersten Diagnose nicht traue und mir von einem weiteren Arzt ein zweites Gutachten erbitte. Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser" Sprichwort; Dieses oft gebrauchte Sprichwort wird dem russischen kommunistischen Revolutionär und Theoretiker, sowie Begründer der Sowjetunion, W. I. Lenin (1870-1924) zugeschrieben, ist in diesem Wortlaut allerdings nicht belegt. Er verwendete jedoch oft das russische Sprichwort "Vertraue, aber prüfe nach". Ein Beispiel findet sich in seinem Aufsatz "Über Abenteurertum" - dort schreibt er über russische sozialdemokratische "Grüppchen", denen er teilweise das Fehlen von ernsthaften und wohlbegründeten Ideen vorwirft: "Die Arbeiter, die sich nicht an der Nase herumführen lassen wollen, müssen jedes Grüppchen sowohl auf die Ernsthaftigkeit seiner Ideen als auch auf seine Wurzeln in den Massen hin untersuchen. Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen - das ist die Losung der marxistischen Arbeiter" (Lenin, Werke Band 20, Dietz Verlag Berlin 1961) 
Wo Rauch ist, ist auch Feuer 
ÜS
Alles hat eine Ursache; Gerüchte / Vorwürfe sind oft berechtigt / enthalten oft Wahres "Schmidtmann: Man liest eben sehr viel Negatives in der Zeitung. Celler Blickpunkt: Aber wenn alles in Ordnung ist, müssten die Leute doch zufrieden sein. Wo Rauch ist, ist auch Feuer"; "Da ist einer übergeschnappt und von Deutschtümelei und von abstrusen Verschwörungstheorien besessen. Ähnlich verstrickt man sich auch, wenn man das Zitat 'Wo Rauch ist, ist auch Feuer' als Beweismittel verwendet"; "Der, über den schlecht gesprochen wird, hat prinzipiell das Nachsehen, gemäß dem schönen Spruch: 'Wo Rauch ist, ist auch Feuer'"; "Dementis hin oder her, wo Rauch ist, ist bekanntlich auch Feuer"; "Sicher, die Kritik ist aufgebauscht, das Ausmaß der Bürokratie überzeichnet. Doch, wo Rauch ist, ist oft auch Feuer" Sprichwort; Die dem Sinnbild zugrunde liegende banale Bedeutung "Alles hat eine Ursache" wird in der praktischen Anwendung des Sprichwortes oft auf die Behauptung eingeengt, dass eben auch Gerüchte oder Kritikpunkte immer einen wahren Kern hätten 
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