| REDENSART |
ERLÄUTERUNG |
BEISPIELE |
ERGÄNZUNGEN |
| | Kann man das von mir glauben? Glaubst du wirklich, dass ich das tun würde? | | umgangssprachlich |
| Seh ich so aus? |
DD:  LEO:      | | | 1. Wer jemandem etwas borgt, kann nie sicher sein, dass er es zurück bekommt 2. Wenn man sich etwas borgt, besteht die Gefahr, dass man es nicht zurückgeben kann | | Sprichwort |
| Borgen bringt Sorgen |
DD:  LEO:      | | | die Fähigkeit zu spüren, dass etwas passiert, bevor es wirklich eintritt; Vorahnung; Intuition | "Der siebte Sinn: Signale des Unbewussten erkennen, ernst nehmen und danach handeln"; "Sein siebter Sinn hatte uns dazu veranlasst, einen Umweg von fast 40 Minuten in Kauf zu nehmen, um die Bedienungsanleitung für die DA 78 aus unserem Hotel zu holen. Er sagte nur: 'Ich habe so ein Gefühl, dass wir sie brauchen werden'"; "Das Wetter wird von den Kühen nicht selten vorausgeahnt. Ihr siebter Sinn lässt sie beispielsweise vor Schneetagen mehr Gras als üblich fressen"; "Es ist manchmal ein siebter Sinn, der uns vor Unfällen bewahrt"; "Sein siebter Sinn für Gefahr resultiert aus einer hohen Sensibilität gegenüber Veränderungen"; "Die Bandmitglieder waren sich einig, dass bei den meisten Menschen der siebte Sinn, wofür das 'dritte Auge' ein Synonym ist, zu kurz gekommen ist" | "Der 7. Sinn" heißt auch eine Fernsehserie, in der den Zuschauern die lauernden Gefahren im Straßenverkehr und das richtige Verhalten bei Gefahrensituationen gezeigt wird |
| der siebte Sinn |
DD:  LEO:      | | | sagt man, wenn man eine Sache nicht recht glauben kann | | umgangssprachlich; Ausdruck von Skepsis |
| Du kannst mir viel erzählen! |
DD:  LEO:      | | | In der Not tut man alles; In einer Notlage tut man Dinge, die man sonst nicht tun würde; In einer Zwangslage kann ungesetzliches Handeln notwendig werden | | Sprichwort
|
| Not kennt kein Gebot |
DD:  LEO:      | | | nicht mehr daran glauben, dass der Klapperstorch die Babys bringt; im erweiterten Sinne: erfahren sein; der Jugend entwachsen sein | | Früher (und zum Teil heute noch) war es den Eltern unangenehm, mit ihren Kindern über Sexualität zu sprechen. Wenn die Kinder nach der Herkunft der Babys fragten, dann war eine oft gebrauchte Ausrede der Eltern, dass der Klapperstorch die Babys bringen würde |
| nicht mehr an den Klapperstorch glauben |
DD:  LEO:      | | | glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt da ist, seine Wünsche oder Interessen durchzusetzen; seine Chance gekommen sehen; einen Vorteil für sich ahnen; Erfolge erwarten | "TSV Bayer Dormagen wittert Morgenluft im Abstiegskampf"; "Atomkraftbetreiber wittern Morgenluft: 'Kernkraft produziert kein CO2', betonen sie in Zeitungsanzeigen und offerieren sich als Heilsbringer im gegenwärtigen Klimakurs"; "Der Ex-Minister wittert Morgenluft. Günter Rexrodt hofft auf eine neue Chance" | In William Shakespeares "Hamlet" entfernt sich der Geist von Hamlets Vater mit dem Satz "Mich dünkt, ich wittre Morgenluft!", da der Geist bei Tagesanbruch verschwinden muss. Der Satz ist also wörtlich gemeint, die genannte Bedeutung der daraus entstandenen Redensart ist hier noch nicht gegeben |
| Morgenluft wittern |
DD:  LEO:      | | | einen Funktionsausfall haben; im engeren Sinne: 1. (Computer) aufgrund eines plötzlichen Ausfalls des Betriebssystems nicht mehr funktionieren, so dass in der Regel ein Neustart erforderlich ist 2. (Person) durch übermäßigen Alkohol- oder Rauschgiftkonsum die Kontrolle verlieren; so viel Alkohol trinken, dass man sich später nicht mehr an das erinnern kann, was passiert ist | "Ich hatte am Wochenende den totalen Absturz. Es wurden so viele verschiedene Schnäpse serviert - ich weiß gar nicht, was gestern alles passiert ist!"; "Verflucht, jetzt ist mein Computer abgestürzt. Jetzt kann ich alles noch mal neu schreiben!" | 2. umgangssprachlich |
| einen Absturz / Totalabsturz haben; abstürzen |
DD:  LEO:      | | | Gesetzestext, der so ungenau und allgemein formuliert ist, dass er unterschiedlich interpretiert werden kann | | umgangssprachlich |
| ein Gummiparagraph / Gummiparagraf |
DD:  LEO:      | | | Zurechtweisung, dass es unhöflich ist und als Bloßstellung verstanden werden kann, in der Öffentlichkeit mit dem Finger auf jemanden zu deuten | | umgangssprachlich, scherzhaft |
| Man zeigt nicht mit nacktem Finger auf angezogene Leute! |
DD:  LEO:      |