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Suchergebnis für "Sprueche klopfen"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
Sprüche klopfen / machen 
Ü
prahlen; angeben; immer alles besser wissen; sich als wichtig darstellen  umgangssprachlich; Eigentlich bezeichnet "Spruch" das einmalige, prägnante Formulieren einer wichtigen Erkenntnis, einer Entscheidung oder eines Urteils (Richterspruch). In den institutionellen Rahmen des Gerichts verweisen auch Ableitungen wie Anspruch, Einspruch, Widerspruch usw. Daneben steht der pathetische Dichterspruch, womit ursprünglich das nicht zum Singen bestimmte gebundene Gedicht gemeint war. Dieser Bereich des Formelhaften und Vorgeprägten geht über in denjenigen des rituellen Gebrauchs von Segens- und Zaubersprüchen sowie zur prägnant formulierten Wahrheit, die als Wahrspruch oder Sinnspruch zum Wahl- oder Wappenspruch werden kann. In unserer Kultur besteht ein tiefes Misstrauen gegenüber derartigen vorgeprägten Formulierungen, da sie als vorgefertigte Meinungen gelten, die einfach übernommen werden. Die Redensart "Sprüche machen" drückt also aus, dass der Sprecher nicht kreativ in eigenen Worten eine Aussage macht, sondern dass er sich vorgefertigter (pathetischer aber sinnentleerter) Floskeln bedient. Das lat. flosculus bedeutet Blümchen (daher: Flora) und ist in der Form "Floskel" gegen Ende des 18. Jahrhundert ins Deutsche gekommen, wo es die übertriebene, "blumige" Sprache bezeichnet (siehe auch "etwas durch die Blume sagen"). Dagegen ist das neuerdings immer beliebtere Wort "Slogan" keltischen Ursprungs und geht auf die Wurzel sluag (Feind) und gairm (Schrei) zurück; die ursprüngliche Bedeutung ist also Kampfgeschrei, Schlachtruf. Auf das Klopfen des Versmaßes beim Dichten bezieht sich die Variante "Sprüche klopfen", von der auch das abwertende Substantiv "Sprücheklopfer" (Prahlhans, Aufschneider) abgeleitet ist 
große Sprüche klopfen / machen 
Ü
angeben; prahlen; übertriebene Äußerungen machen "Meister Bayern München klopft angesichts der Rückkehr von Superstar Arjen Robben wieder große Sprüche und nimmt gleich Borussia Dortmund ins Visier"; "Es macht gar keinen Sinn, große Sprüche zu machen und nachher zu scheitern"; "SPÖ-Parteitag: Große Sprüche und nicht viel dahinter!"; "Große Sprüche kommen vor dem Fall" Siehe auch "Sprüche klopfen
flotte Sprüche 
Ü
eindrucksvolle, lustige Äußerungen "Der Hans ist wirklich ein witziger Typ - immer einen flotten Spruch auf den Lippen!" umgangssprachlich 
an alle Türen klopfen 
Ü
überall suchend / bittend / mit einem Anliegen erscheinen   
die Finken klopfen 
Ü
verschwinden; sich schnell entfernen  umgangssprachlich, Schweiz; Als "Finken" bezeichnet man in der Schweiz Hausschuhe / Pantoffeln 
auf den Busch klopfen 
Ü
etwas erkunden; versuchen, etwas herauszubekommen; jemanden auszuhorchen versuchen; versuchen, Informationen zu bekommen; vorsichtig anfragen "Da müsst ihr mal auf 'n Busch klopfen, vielleicht ist da was!"; "Die Partei wird die Regierung unterstützen, kritisch nachhaken wo es drängt und wenn es notwendig wird, auch auf den Busch klopfen"; "Ein Grund ist, dass Fischer keineswegs nur zum Hörer gegriffen hat, um den Kanzler über den jüngsten Stand zu unterrichten. Die Grüne wollte auch auf den Busch klopfen, wie beim Chef die Stimmung ist"; "Arbeiten Sie in der Zwischenzeit an den Defiziten, die Ihr Chef unter Umständen angebracht hat und lassen Sie nicht locker. Das heißt nicht, dass Sie von nun an jeden Tag nach mehr Geld fragen sollen. Aber alle sechs Monate sollten Sie erneut auf den Busch klopfen"; "Es wird im Gespräch zwar auch mal auf den Busch geklopft und vorsichtig angefragt, was man denn ohne männliche Begleitung in Tunesien suche und ob vielleicht ein kleines Abenteuer gefragt sei. Aber wenn ich bestimmt dieses Ansinnen abweise, ist man auch zufrieden" umgangssprachlich; Die Redewendung stammt aus der Jägersprache. Die Jäger klopften auf den Busch, um die Tiere herauszuscheuchen und zu erfahren, was sich darin versteckt hält 
(dreimal) auf Holz klopfen 
Ü
Man sagt "toi-toi-toi" und klopft auf Holz, um Unfall, Unglück oder Krankheit zu verhüten  umgangssprachlich; Stammt von den alten Mineuren, welche die Stollen mit Holz abgestützt haben. Jedes Mal vor Betreten eines Stollens klopften sie an das Holz der Stützen um zu kontrollieren, ob das Holz noch in gutem und tragfähigen Zustand war. Der Ton, den sie beim Klopfen hörten, informierte sie über den Zustand des Holzes. Heller Ton ist gutes, trockenes Holz, dumpfer Ton ist nasses, morsches, verfaultes Holz. Ein Nutzer liefert eine andere Deutung: Ein Matrose durfte - bevor er auf einem Schiff angeheuerte - dreimal auf Holz klopfen. Mehr nicht! Dann musste er sich entscheiden, ob er dem morschen Kahn sein Leben anvertraute. Siehe auch "toi-toi-toi
sich auf die Brust klopfen 
Ü
stolz tun "Wieder einmal hatte die Redaktion mit ihrer Auffassung richtig gelegen, doch sie wollte sich dafür nicht selbst loben, 'sich nicht selbstherrlich auf die Brust klopfen'"; "Es ist eine merkwürdige Welt, in der sich die Repräsentanten von Politik und Wirtschaft alljährlich selbstbewusst auf die Brust klopfen und sich rühmen, die schönsten, besten und komfortabelsten Luxusautos der Welt zu bauen und dem individuellsten Kunden auch den kleinsten und teuersten Wunsch noch von den Lippen abzulesen"; "Würden wir sie nach den Ergebnissen fragen und ob sich die Fahrt nach Brüssel gelohnt habe, würden sie sich sicher auf die Brust klopfen und antworten, dass sie alles getan hätten, trotz schwieriger Zeiten das jeweils nationale Interesse erfolgreich zu vertreten"  
sich auf die Schenkel klopfen 
Ü
herzhaft lachen "Diebe filmten sich bei Straftaten, Polizei klopft sich auf die Schenkel"; "Bei welchen Witzen musst du dir auf die Schenkel klopfen?"; "Es gab mal eine große Fernsehshow, auch immer am Samstagabend, die hatte den heute etwas kryptisch klingenden Titel EWG. EWG, da prusten jüngere Menschen gleich los, klopfen sich auf die Schenkel, wegen so eines blöden Titels"; "Manche erzählten Witze, andere machten sich selber zu Clowns, gackerten wie die Hennen, schnitten Grimassen, tanzten wie wild, machten unsinnige Sachen, bis die Gemeinde endlich anfing zu lachen, sich auf die Schenkel zu klopfen und nach Zugabe zu brüllen"; "'Sing doch, wo dich keiner hört, auf dem Klo, oder so' oder 'Sing doch unter der Dusche, du Nusche' tönt es in fünf Stimmen. Das lässt auf die Schenkel klopfen und ist natürlich oberlustig"  
jemandem auf die Pfoten klopfen 
Ü
jemanden warnend zurechtweisen "Kann man diesem Dauerbeleidiger nicht mal auf die Pfoten klopfen?"; "Die für diesen Verein zuständige Regulierungsstelle müsste denen noch viel häufiger auf die Pfoten klopfen, verdient hätten sie es"; "Kinder sind das höchste Gut, die Zukunft dieses Landes. Und wer damit nachlässig umgeht - Vorsatz oder Unfähigkeit - dem muss man auf die Pfoten klopfenumgangssprachlich 
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