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Suchergebnis für "Was Haenschen nicht lernt lernt Hans nimmermehr"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr 
ÜSL
In der Jugend lernt man besser als im Alter "Du musst deine Hausaufgaben machen! Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!"; "'Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.' So heißt ein altes deutsches Sprichwort. Doch ist das wirklich wahr? Können wir nur als kleines Kind viel lernen und später nicht mehr?"; "Das alte Sprichwort 'Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr' kann heutzutage nicht mehr gültig sein, denn unsere schnelllebige Zeit erfordert ein ständiges Weiterlernen"; "Was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr: Die Drohung, die in dem Satz steckt, verschiebt sich mit dem Alter vom ersten auf den zweiten Teil; der erhobene Zeigefinger bleibt der gleiche, ob er nun dem Kind droht: 'Was du jetzt nicht lernst...' oder dem Alten: 'Du lernst nicht mehr'"; "Was Hänschen nicht lernt .....? Da irrt der Volksmund aber gewaltig, denn der Spruch, ist schon lange falsch. Gut, was Hänschen bereits gelernt hat, braucht Hans nicht noch mal lernen, aber der Umkehrschluss ist unzulässig" Sprichwort; Der männliche Vorname Hans, ursprünglich eine Verkürzung des biblischen "Johannes", ist seit dem Ausgang des Mittelalters sehr verbreitet. Doch woher kam die große Beliebtheit dieses Namens? Nach Ansicht des lutherischen Predigers Gregorius Strigenitius (1548-1603) liegt es am Aberglauben: "Man hat vor zeiten gesagt, da, wo ein Johannes im Hause sei, schlage der Donner nicht ein, und da er gleich einschlage, thue er doch nicht Schaden. Daher hat ein jeder Hausvater einen Hans im Hause haben wollen, viele haben sogar zwei oder drei Söhne dieses Namens gehabt, einen Kleinhans, Mittelhans und Grosshans." (Postille am Tage Johannes des Täufers, zitiert bei Wander []). Schon früh wurde "Hans" beispielhaft als Nennform einer beliebigen männlichen Person gebraucht und in dieser Bedeutung schon im "Narrenschiff" von Sebastian Brant (1494) verwendet. Als ältere Ausdrücke in dieser Funktion können "ein dummer Hans" oder "ein großer Hans" (auch "Großhans", ein reicher, angesehener Mann, 16. und 17. Jahrhundert, später auch auf die Körpergröße bezogen) und sein Gegenteil "ein kleiner Hans" (Kleinhans), genannt werden. Der Name wurde auch in den Nebenbedeutungen "Kerl" ("Prahlhans") oder auch "Narr" ("Hanswurst") und sogar "Teufel" und "Henker" verwendet. Zusammengesetzte Namen besaßen eine spezifische Bedeutung - so gab es z. B. den "Hans Mist" als abwertenden Bauernnamen, "Hans Aff", "Hans Arsch", "Saufhans", "Hans ohne Sorge" und "armer Hans".
Von all diesen Bezeichnungen und Nebenbedeutungen ist jedoch nur ein kleiner Teil bis heute erhalten geblieben, wie in dem hier besprochenen Sprichwort. Die Endung "-chen", neben "-lein" eine im Deutschen übliche Verniedlichungs- und Verkleinerungsform, steht hier für den jungen Hans, so dass die genannte Bedeutung leicht zu verstehen ist. Die Erkenntnis, dass man in der Jugend leichter lernt als im Alter, reicht bis in die Antike zurück, und Martin Luther brachte es auf die Formel: "Was Hänsel nicht lernet, das lernet Hans auch nicht". Er bezog sich allerdings hier auf seine Studenten und meinte, dass sie später keine Zeit finden würden, zu lernen. Trotzdem wurde das Sprichwort zum oft zitierten Motto der Pädagogen. Doch die enthaltene Aussage stimmt nur teilweise. So lernen Erwachsene in manchen Bereichen sogar weniger mühsam als Kinder (z. B. wenn sie auf bereits erworbenes Wissen aufbauen können), Schwierigkeiten haben sie allerdings, wenn sie umlernen müssen. Allerdings sind Aussagen, die die Bedeutung des Sprichwortes pauschal als falsch bezeichnen, wohl auch den Erfordernissen des modernen Arbeitsmarktes geschuldet, der von den Arbeitnehmern "lebenslanges Lernen" verlangt. Da man beim Lernen ja stets auf bereits in der Jugend erlerntes Wissen aufbaut, macht das Sprichwort auch heute noch durchaus Sinn - auch deshalb, weil ja nicht nur Wissen, sondern auch Verhaltensweisen und Motivation erlernt werden. Siehe auch "Hansdampf in allen Gassen
Man lernt nie aus 
ÜS
Man kann im Leben immer noch etwas dazulernen, egal, wie alt man ist  umgangssprachlich 
Auf alten Pfannen lernt man kochen 
ÜS
Zu Beginn kann man mit Altem üben; Es muss nicht immer die beste Ausrüstung sein, um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen  Sprichwort 
Auf alten Schiffen lernt man segeln 
ÜS
Beim Geschlechtsverkehr profitiert man von der Erfahrung Älterer  Sprichwort 
ein Hans im Glück 
ÜSL
unbekümmerter, sorgloser Mensch; als Glückspilz angesehen sein  nach "Hans im Glück", einem Märchen der Gebrüder Grimm; zu "Hans" siehe auch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr
der Blanke Hans 
ÜSL
die stürmische Nordsee  umgangssprachlich, Norddeutschland; zu "Hans" siehe auch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr
etwas ist Hans was Heiri 
ÜS
das kommt auf das Gleiche hinaus; etwas ist egal  umgangssprachlich, Schweiz 
ein Hans-guck-in-die-Luft 
ÜSL
unaufmerksamer Junge, der nicht guckt, wo er hinläuft und daher oft stolpert  nach der "Geschichte vom Hans Guck-in-die-Luft", einem Gedicht aus dem "Struwwelpeter" von Heinrich Hoffman, 1844; zu "Hans" siehe auch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr"; zu Struwwelpeter siehe auch "mit dem Feuer spielen; ein Spiel mit dem Feuer betreiben
Das kann doch nicht angehen! Es geht nicht an, dass ... 
ÜS
Das ist nicht zulässig / statthaft / berechtigt / rechtmäßig; Ausdruck leichter Empörung "Es kann nicht angehen, dass sich die Ausbildungssituation unserer Schüler weiter verschlechtert - das Land darf nicht weiter an der Bildung sparen!"; "Es kann doch nicht angehen, dass es innerhalb eines Jahres nicht möglich ist, ein paar Lampen auszutauschen"; "Das Laub vom letzten Herbst liegt immer noch auf den Gehwegen. 'Das kann doch nicht angehen', schimpft Carsten Meyer, ein Anwohner des Platzes. 'Es könnte so schön sein, aber der Bezirk hat kein Geld, geschweige denn die Leute, den Platz in Schuss zu halten'"; "Es geht nicht an, dass die Schweiz die Regeln während eines Spiels ändert und das Spiel abpfeift, noch bevor es zu Ende ist" umgangssprachlich; Das Wort "angehen" besitzt mehrere Bedeutungen - hier bezieht es sich auf die Bedeutung "vertretbar / zulässig / akzeptabel sein" 
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert 
ÜSL
Wer sich über kleinere Geldbeträge nicht freut oder nicht mit ihnen umzugehen weiß, hat einen höheren Betrag nicht verdient; Sparsamkeit ist eine Tugend "Eine Startseite hat doch jeder. Wieso lassen Sie sich nicht dafür bezahlen? Man wird zwar nicht sonderlich reich dadurch, aber 'Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert'"; "'Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert.' Dies soll auch bei unserer kleinen Schatzsuche gelten.' Gerade bei den Zweipfennigstücken gibt es ein paar außerordentliche Seltenheiten bis zu einem Wert von etwa 4000 EUR, die Sie nur mit extrem viel Glück noch in Ihrer Geldbörse finden können"; "Anders als in Amerika bückt man sich in Deutschland noch immer nach einem Pfennig- oder Centstück; nicht wegen seiner Kaufkraft, sondern weil es tugendsam ist. Tut man es nicht, bringt dies Armut und Unglück, denn: Wer den Pfennig nicht ehrt ..." Sprichwort; Einen ähnlichen Spruch finden wir schon bei Martin Luther (1483-1546): "Wer den Pfennig nicht achtet, der wird keines Guldens Herr." Diesen soll er sich mit Kreide hinter seinen Ofen geschrieben haben 
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