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Suchergebnis für "alte Wunden aufreissen"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
alte Wunden (wieder) aufreißen; eine alte Wunde (wieder) aufreißen 
ÜSL
dazu führen, dass man sich an ein zurückliegendes schmerzliches Ereignis erinnert; jemanden an ein leidvolles Ereignis erinnern und damit wehtun  Siehe auch "an eine (alte / offene) Wunde rühren; an (alte / offene) Wunden rühren
an eine (alte / offene) Wunde rühren; an (alte / offene) Wunden rühren 
ÜSL
an schmerzliche Ereignisse erinnern und damit jemandem seelisch wehtun  Seit mittelhochdeutscher Zeit wird "Wunde" auch auf innere, seelische Verletzungen bezogen. So spricht man von einem aktuellen Trauerfall als von einer "frischen Wunde" oder von "kaum verheilten Wunden". Besonders häufig wird in der Minnelyrik von den "Herzwunden" gesprochen, welche die Liebe schlüge ("Die wunden sluoc der minnen hant" - Hartmann von Aue, "Iwein" V. 1547). Diese Wundschmerzen kann man (bildlich) lindern, indem man Öl oder Balsam darauf tut. Der Böswillige jedoch rührt schmerzhaft an des anderen "alte Wunden", wenn er eine alte, unangenehme Begebenheit wieder erwähnt. Häufig wird ein offensichtlicher Missstand als eine "offene Wunde" bezeichnet 
jemanden aufreißen 
ÜS
jemanden (oft: eine Sexualpartnerin) kennen lernen; anbandeln; sich eine Frau angeln  umgangssprachlich, salopp 
jemandem den Arsch aufreißen 
ÜSL2
jemanden überwältigen / erniedrigen / scharf zurechtweisen / besiegen / kleinkriegen / demoralisieren / rücksichtslos behandeln "Wenn Du frech wirst, werden wir Dir den Arsch aufreißen!"; "Na warte, ich reiß dir den Arsch auf, wenn du nach Hause kommst!"; "Aber sollte er dir jemals wehtun, dann sag es mir, und ich reiße ihm den Arsch auf!"; "Kenne deinen Feind, oder er reißt dir den Arsch auf!"; "Vermutlich würde sie ihm den Arsch aufreißen, wenn sie wüsste, dass er nicht arbeitet" umgangssprachlich, derb, selten; Dieser Kraftausdruck soll in der Soldatensprache zu Beginn des Ersten Weltkrieges entstanden sein (Küpper []). Zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
Mund und Nase aufreißen 
ÜS
sehr überrascht sein; staunen   
seine Wunden lecken 
ÜS
sich von einer Niederlage erholen   
einen wunden Punkt berühren 
ÜS
ein schwieriges, ungelöstes Problem ansprechen; eine Schwachstelle betreffen   
sich (für jemanden) den Arsch aufreißen 
ÜSL5
sich (für jemanden) sehr anstrengen / viel Mühe geben; viel arbeiten "Man reißt sich hier den Arsch auf, und wer dankt es einem? Niemand!"; "Sie reißen sich den Arsch auf und kriegen doch keinen Penny mehr als einer, der nur das Allernötigste leistet"; "Es gibt ein paar gute Einzelspieler, aber kaum einer hat sich den Arsch aufgerissen"; "Zwei, drei reißen sich den Arsch auf, der Rest hat keinen Bock mehr"; "Drei Jahre lang hat er sich in Sierra Leone als Mechaniker 'den Arsch aufgerissen', um nun mit einem hübsch dicken Portemonnaie heimkehren zu können"; "Wir müssen uns auf gut Deutsch den Arsch aufreißen, um in die Erfolgsspur zurückzukommen"; "'Wir reißen uns den Arsch auf, um ihm den bestmöglichen Wagen hinzustellen', versicherte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem Grand Prix von Russland mit Blick auf Pechvogel Hamilton" umgangssprachlich, derb; Die Redensart ist ab etwa 1920 (Küpper []) - vermutlich aus "jemandem den Arsch aufreißen" - entstanden. Zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
jemandem Salz in die Wunde / Wunden streuen / reiben 
ÜSL
jemandem seine Fehler und Unzulänglichkeiten schmerzhaft vorführen; durch eine Äußerung die unangenehme Lage eines anderen zusätzlich verschlimmern "Durch diese Äußerung rieb er mir genüsslich Salz in die Wunden"; "Es wäre ungerecht, Dir Salz in die Wunde zu streuen"; "Die Prüfung war sehr angenehm. Die Prüfer hatten sich vorbereitet und fair gefragt. Bei Unklarheiten war es kein Problem, noch einmal nachzufragen, und wenn es gar nicht weiterging, haben sie auch ausgeholfen und nicht weiter Salz in die Wunde gestreut"; "Hören sie sich Meinungen eines Gesprächspartners erstmal an, ohne zu widersprechen - auch wenn es schwer fällt. Und wenn Sie spüren, wo der andere seinen wunden Punkt hat, streuen Sie kein Salz in die Wunde"; "Während seiner Zeit in den USA (1910-1952) machte Chaplin nie einen Hehl daraus, dass er den Kommunismus nicht so schlecht finde, wie ihn die Amerikaner immer hinstellen. Dies war natürlich zur damaligen Zeit das Salz in der Wunde für die USA" Siehe auch "an eine (alte / offene) Wunde rühren; an (alte / offene) Wunden rühren
ein Loch aufreißen, um ein anderes zu stopfen 
ÜSL
Schulden machen, um andere Schulden zu bezahlen  Siehe auch "trinken / saufen wie ein Loch
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