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Suchergebnis für "aus der Haut fahren"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
aus der Haut fahren 
ÜS
sich aufregen; zornig / wütend werden; ausrasten; die Beherrschung verlieren "Das ist zum Aus-der-Haut-Fahren!"; "Ich hätte das so nicht sagen sollen und das Ganze besser bedenken müssen. Ich war zornig und bin dann aus der Haut gefahren. Ich bin eben auch nur ein Mensch"; "Früher bin ich so oft aus der Haut gefahren und habe Dinge gesagt oder getan, die ich selbst gar nicht wollte!"; "Haltet stets eine lange Hose oder einen Überziehrock bereit; das ist die beste Gelegenheit, sofort Respekt und Anerkennung zu zeigen und damit auch zu genießen! Wir wären manchmal beinahe aus der Haut gefahren vor Wut auf Touristen, die in Badehose und Bikini - und auch noch mit Video bewaffnet - die Gläubigen spielen müssen!"; "Dabei sollen Regierungsmitglieder wegen der Kritik aus den Reihen der Gewerkschaften regelrecht aus der Haut gefahren sein und den Gewerkschaftsbossen die Leviten gelesen haben"; "Bevor Sie aus der Haut fahren: wie Sie fair und selbstbewusst Konflikte meistern"; "Ich bin so gereizt und fahre schon bei den kleinsten Dingen aus der Haut"; "Sie fuhr aus der Haut, weil er sie erneut betrogen hatte" In verschiedenen Redensarten erscheint die Haut als Hülle des Menschen, die nicht abgestreift werden kann, es sei denn, dass besondere Umstände (wie Verärgerung) vorliegen. Die Redensart wurde seit dem 16. Jahrhundert für Wut, Schmerz und Ärger verwendet, ist heute aber (trotz ihrer Bildhaftigkeit) eher zu einer Floskel geworden, die literarisch nicht mehr genutzt wird 
nicht aus seiner Haut können / herauskönnen 
ÜS
nicht anders handeln können; unbedingt so handeln müssen  umgangssprachlich; Einer solchen Redensart liegt teilweise auch der Bezug auf das Häuten der Schlange zugrunde, die trotz dieses Vorgangs dieselbe bleibt 
Das haut mich aus den Socken! 
ÜS
Das ist unglaublich!  umgangssprachlich, salopp 
Das haut den stärksten Mann aus dem Anzug! 
ÜS
Das ist unglaublich! Ausruf der Überraschung / des Erstaunens  umgangssprachlich, salopp 
jemandem haut's / haut es / hauts den Vogel raus 
ÜS
jemand wird verrückt / ist genervt / überrascht / empört / hat kein Verständnis für etwas "Ich glaub, mir haut's den Vogel raus"; "Heute wars so, dass sie um 4 Pipi musste, war ja auch o. k., dann um 5 Uhr kaka und um 6 (mir hätt es fast den Vogel rausgehauen) hat sie mich geweckt, ich bin raus mit ihr, sie läuft zum Bach im Garten und trinkt - mehr wollte sie nicht, obwohl die volle Wasserschüssel immer zur Verfügung steht"; "Da hauts einem echt den Vogel raus"; "Bisher kommt mir der Wahlkampf wie ein einziger Kindergarten vor. Entweder war es das letzte Mal genauso so schlimm und meine Wahrnehmung hat sich verändert oder unseren Volksvertretern hauts jetzt schön langsam wirklich den Vogel raus"; "Hat die Chefin doch die Frechheit zu behaupten, dass ich gekündigt hätte. Da haut es mir doch glatt den Vogel raus!" umgangssprachlich 
aus einer Sache / aus jemandem / aus sich das Letzte herausholen 
ÜS
alle vorhandenen Ressourcen nutzen; alle verfügbaren Kräfte mobilisieren; jemandem Höchstleistungen abverlangen; sich sehr anstrengen / überanstrengen "Der Film besticht durch seine Einzigartigkeit und vor allem die jungen Stars, die aus sich und der Erzählung das Letzte herausholen"; "Wenn man aus einem Pentium-PC das Letzte herausholen möchte, ist deshalb auch heute das Erlernen der 8086-Maschinensprache durchaus noch aktuell"; "Begeisterte Fans können aus ihrer Mannschaft durch enthusiastisches Anfeuern noch das Letzte herausholen – oder sie mit Buh-Rufen vollends demoralisieren"; "Gnadenlos war das Rennen, aus den Fahrzeugen wurde das Letzte herausgeholt"; "Egal, ob preiswerte Brennwerttechnik, die aus Ihrem Öl oder Gas 'das Letzte' herausholt, oder ob es um vom Land geförderte Pellet - oder Holzkessel geht: Sie sind bei uns immer richtig"; "Der bekannte Vollblutmusiker 'Tauernhof-Chris' aus Großarl holt aus der steirischen Harmonika das Letzte heraus 
etwas haut rein 
ÜS
etwas besitzt eine starke Wirkung / hinterlässt einen starken Eindruck  umgangssprachlich, salopp; siehe auch "reinhauen", siehe auch "Haut rein!
die Haut versaufen 
ÜS
am Umtrunk nach einem Begräbnis teilnehmen  umgangssprachlich, salopp, selten (eher: "das Fell versaufen") 
in jemandes Haut schlüpfen 
ÜS
jemanden verkörpern; in die Rolle eines anderen schlüpfen   
seine Haut zu Markte tragen 
ÜS
1. ein persönliches Risiko auf sich nehmen
2. sich dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb aussetzen; (schlecht bezahlter) Arbeit nachgehen; für sich Werbung machen
3. der Prostitution nachgehen; Striptease machen 
1. "Die Wahl der geeigneten Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge - technisch, organisatorisch und persönlich - schafft Arbeitsbedingungen, bei denen niemand seine Haut zu Markte tragen muss"; "Die Freund-Feind-Politik der US-Regierung, die riesige Aufrüstung, ihre Attacken gegen die 'Achse des Bösen', und unverhohlene militärische Angriffsdrohungen gegen den Irak gefährden das friedliche Zusammenleben weltweit. Auch viele Soldaten der Bundeswehr - sie müssen schließlich ihre 'Haut zu Markte tragen' - beobachten diese Entwicklung sorgenvoll, selbst wenn viele es öffentlich nicht zu sagen wagen"; "Bevor Chemikalien, gleich ob als Arznei oder Luxusartikel, über die Ladentheke und auf die Haut gelangen dürfen, müssen sie unter realitätsnahen Bedingungen vor allem ihre Sicherheit beweisen. Um Schaden von Patienten und Konsumenten abzuwehren, müssen seit über 50 Jahren Tiere dafür ihre Haut zu Markte tragen"
2. "Wer seine Haut zu Markte tragen muss - und das sind die meisten - macht sich auf die Suche nach einem Job"; "Bestehen kann nur, wer sich Wettbewerbsvorteile verschafft, sei es durch besondere Leistungen oder durch den niedrigeren Preis. Vor rund 150 Jahren wurde dafür das Wort geprägt: Die Menschen müssen ihre eigene Haut zu Markte tragen"; "Vor kurzem erschien in der Wochenzeitung 'Die Zeit' eine knappe, lustige Glosse, die fragte: Werden die Schriftsteller schöner? Oder macht Schreiben neuerdings schön? - Jedenfalls scheint es keinen Debütanten mehr zu geben, der nicht mit seinem Bild für seinen ersten Roman wirbt, und zumal die Frauen werden immer attraktiver, als gälte es nicht, das Wort, sondern die Haut zu Markte zu tragen"
3. "Junge Mädchen tragen in den Clubs, Bars und Bordellen ihre Haut zu Markte. Weiße Männer fummeln und wissen, dass sie den Preis knallhart drücken können, denn sie spendieren ja auch das Essen und die Drinks" 
Der Handel mit Häuten war früher ein normales Geschäft. In der "Germania" des Tacitus (Kap. 12) wird auch erwähnt, dass Tierhäute als Zahlungsmittel bei rechtlichen Vergehen angesehen wurden. Die Redensart bezieht sich also einerseits auf diesen Handelsbereich, erhält jedoch ihre starke Wirkung daraus, dass ein Mensch seine eigene Haut zu Markte trägt und also entweder (bildlich) sein letztes Eigentum veräußert oder sein Leben riskiert. Die dritte Bedeutung hat sich in der neueren Umgangssprache als scherzhafte Verhüllungsformel ausgebildet 
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Redensarten- Schredder: Redewendungen tüchtig durcheinandergewürfelt.