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Suchergebnis für "der mensch denkt und gott lenkt"


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REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
Der Mensch denkt und Gott lenkt 
ÜS
Der Mensch denkt über vieles nach und macht seine Pläne, Gott aber entscheidet; Trotz aller Planung ist die Zukunft ungewiss "'Der Mensch denkt, aber Gott lenkt' - so die populäre Kurzfassung des 9. Spruchs. Da schimmert jener fromme Fatalismus durch, der uns zu einem willfährigen Spielzeug der Gottheit degradiert: Der Mensch kann machen, was er will, Gott lenkt sowieso die Geschicke, also brauche ich erst gar nicht über die Folgen meines Tuns nachzudenken"; "Nichts Fatalistisches ist daran, wenn es heißt: 'Der Mensch denkt, Gott lenkt.', obwohl es im ersten Hören so klingen mag. Der Spruch zielt auf den rechten Gebrauch der Vernunft"; "'Der Mensch denkt, Gott lenkt', heißt ein altes Sprichwort, das an das Alte Testament angelehnt ist. Wohl jeder kennt die Erfahrung, dass man bestimmte Wünsche, Erwartungen und Pläne hat, das Leben uns aber oft zwingt, andere Wege zu gehen" Sprichwort, das aus einem Vers der Bibel abgeleitet ist: "Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt" (Sprüche 16,9). Bertold Brecht (1898 - 1956, deutscher Dichter) hat in seinem Werk "Mutter Courage und ihre Kinder" das Sprichwort durch Änderung der Satzzeichen verfremdet: "Der Mensch denkt: Gott lenkt. Keine Red' davon" (Was so viel heißen soll wie: Dass Gott uns lenkt, bilden wir Menschen uns nur ein) 
Ein Schuft, der Böses dabei denkt 
ÜSL
ein Schurke, der Böses dabei denkt Mit 'Unternehmen' wie Wahrsagerin, Suppenküchen, mobilem Hundefrisör, Hostess (ein Schuft, der Böses dabei denkt) usw. soll der Arbeitslosigkeit an den Kragen gegangen werden"; "Nicht alle Fernsehzuschauer werden 2006 von der Qualität überzeugt sein. Es sei denn, sie beschaffen sich bis zur WM einen 16:9-Fernseher. Ein Schuft, der Böses dabei denkt"; "Fast könnte man meinen, dass ein gewisser Hersteller bei einer gewissen Staatssekretärin im Innenministerium in Berlin angerufen und unter Verweis auf langjährige gute Geschäftskontakte interveniert hat - bei der Anzahl Software-Lizenzen, die die öffentliche Verwaltung so einkauft, würde eine Entscheidung 'Linux statt Windows' natürlich ein schönes Geschäft kaputtmachen. Da setzt man schon mal einige Hebel in Bewegung und dreht an diversen Schrauben. Ein Schuft, der Böses dabei denktironisch, selten; Die Redewendung wird verwendet, wenn man ausdrücken will, dass man einen vermeintlich harmlosen Vorgang auch anders interpretieren kann - nämlich so, dass der Vorgang oder die handelnde Person in einem zweifelhaften Licht erscheint; siehe auch "Ein Schelm, der Böses dabei denkt
ein Schelm, wer / der Böses (dabei) denkt 
ÜSL4
ein Spitzbube / Spaßvogel, der Böses dabei denkt "In fast allen Prospekten fehlt die Angabe wichtiger Daten wie Einkaufsfaktor, Weichkostenaufschlag oder Fremdkapitalquote. Ohne die ist aber eine sinnvolle Beurteilung des Fonds nicht möglich. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"; "Dass auch Kirch oder Bertelsmann politische Interessen verfolgen – das bezweifelt niemand. So etwa über die Bertelsmann-Stiftung als größtem Politikberater in Europa. Oder das genannte Beispiel, dass Medienfachjournalisten nur bei Bertelsmann ausgebildet werden. Ein Medienunternehmen bildet die aus, die über Medien berichten sollen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt"; "Den Gang zum 'Kredithaus Hunzinger', so Özdemir, hätten ihm Kollegen aus dem Bundestag geraten, die ebenfalls schon in Geldnöten gewesen seien. Gegenleistungen habe Hunzinger nicht verlangt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, denn Politik ist natürlich nicht käuflich. Aber gute Beziehungen können nie schaden. Hunzinger berät, spendet, organisiert und bringt Politiker und interessierte Kreise der Wirtschaft zusammen"; "Die nächste Station ist das Rathaus, eines der Wahrzeichen von Hannover. Vorher machen Sie aber bitte einen kleinen Schlenker zu der schönen Bronzefigur. Da steht er, den Bogen gespannt und das Rathaus fest im Visier - der Bogenschütze. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"; "Allerdings ist es egal, was du hier angibst: Das Programm akzeptiert jede Adresse, ganz egal, von wo aus du diese Mail verschickst. So ist es durchaus möglich, BillGates@Microsoft.com einzusetzen und mit diesem Absender E-Mails zu verschicken. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt!" Die Redewendung wird verwendet, wenn man ausdrücken will, dass man einen vermeintlich harmlosen Vorgang auch anders interpretieren kann - nämlich so, dass der Vorgang oder die handelnde Person in einem zweifelhaften Licht erscheint; Schelm = durchtriebener Schalk, Spaßvogel; siehe auch "Ein Schuft, der Böses dabei denkt", zu "Schelm" siehe auch "jemandem sitzt der Schelm im Nacken
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt
ÜS
Es kommt meist anders, als man denkt; Eine Sache entwickelt sich oft auf andere Weise, als man vorher gedacht hatte "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - Wie sich Prominente von 1910 das Jahr 2010 vorstellten"; "Mit 45 Jahren soll Schluss sein mit der Politik. So hat es Philipp Rösler mal für sich angekündigt. Das wollte damals keiner recht glauben, weil es sich vor allem in Berlin bei Politikern und Journalisten in den meisten Fällen um Süchtige handelt, die sich einen freiwilligen Verzicht auf echte oder eingebildete Bedeutsamkeit nur sehr schwer vorstellen können. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Möglicherweise. Denn an diesem Sonntag könnte das politische Dasein des FDP-Vorsitzenden, Bundeswirtschaftsministers und Vizekanzlers enden"; "Diesen Anlass heute hatte ich mir eigentlich erst für 2015 vorstellen können. Ich hätte es allerdings als Niedersachse auch wissen können. Aus der Region stammt Wilhelm Busch. Und von ihm stammt der schöne Satz: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt"; "Gott liebt Überraschungen über alles, wie wir sicher schon alle in unserem Leben oft erfahren haben. Wilhelm Busch drückte das so aus: 'Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt'umgangssprachlich, scherzhaft; Manche geben als Urheber dieser im späten 19. Jahrhundert entstandenen Redensart Wilhelm Busch an (Dichter, Maler, Zeichner, 1832-1908). Diese Annahme fußt wohl auf einer entsprechenden Aussage von Hermann Löns in "Kraut und Lot" (1911, S. 132). Nachgewiesen ist von Busch allerdings nur der Satz "Aber hier, wie überhaupt, Kommt es anders, als man glaubt", der aus dem Gedicht "Plisch und Plum" (1. Kapitel, 1882) stammt 
Gott bewahr! Gott bewahre! 
ÜSL
Durchaus nicht! Nicht doch! "'Ich bin der Förster und ich will diesen Baum fällen!' 'Gott bewahr!', rief der Storch entsetzt. 'Das kannst du doch nicht tun! Ich habe hier drei kleine Kinder im Nest, die noch nicht fliegen können'"; "Gott bewahr! Du bringst uns alle in Gefahr!" Ausruf des Erschreckens / der Abwehr / des Unwillens / der Bestürzung; siehe auch "Gott behüte!
von Mensch zu Mensch 
ÜS
auf Verständnis vertrauend; offen; gleichberechtigt   
ein Mensch wie du und ich 
ÜS
ein normaler, durchschnittlicher Mensch   
Ich bin auch nur ein Mensch
ÜS
Jeder kann mal einen Fehler machen!  umgangssprachlich; Im Althochdeutschen war "Mensch" (in den Formen mannisco und mennisco) zunächst ein Adjektiv zu "Mann". Im Mittelhochdeutschen und bis ins 17. Jahrhundert gab es die Nebenform "das Mensch" (Mädchen, weibliche Person), die auch heute noch (mit meist abwertendem Nebensinn) in manchen Dialekten zu finden ist. Mit "der Mensch" wird dagegen geschlechtsneutral jedes menschliche Wesen bezeichnet. Redensartlich wird seine Zwischenstellung zwischen Gott und Tier herausgestellt, sein Balancieren zwischen Geist und Trieb. Allerdings beziehen sich nur relativ wenige Redensarten überhaupt auf das offenbar als zu abstrakt empfundene Wort "Mensch". Mit der Gesprächsfloskel "Ich bin auch nur ein Mensch!" wird die eigene (menschliche) Fehlbarkeit mit der Unfehlbarkeit Gottes kontrastiert 
wie der letzte Mensch 
ÜS
in übler / schlechter Weise; missachtet; ungehörig; unflätig; ordinär "Ich fühle mich mal wieder wie der letzte Mensch auf Erden. Alles, was schiefgehen konnte, ging mal wieder schief"; "Vier Augenpaare sehen mich ungläubig an, als ich das köstliche Nass wie der letzte Mensch aus der Untertasse schlürfe"; "Anscheinend ist es für viele leichter, in Anbetracht der Anonymität sich im Internet wie der letzte Mensch zu benehmen" umgangssprachlich 
wie der erste Mensch 
ÜS
unbeholfen; ungeschickt  umgangssprachlich 
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