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Suchergebnis für "die Vergangenheit holt jemanden ein"

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Einträge 1 bis 10
REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
die Vergangenheit holt jemanden ein 
Ü
die vergangenen Ereignisse werden wieder aktuell; jemand muss sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen "Deine Vergangenheit holt Dich immer wieder ein! Du kannst sie nicht vergessen und Du kannst sie nicht ungeschehen machen, denn Sie ist ein Teil von Dir!"; "Vergewaltigungsvorwürfe: Sex-Vergangenheit holt Strauss-Kahn ein"; "Dietmar Brettschneider holt seine Vergangenheit wieder ein. Der Bürgermeister der Stadt Jessen hat eingeräumt, dass er vor vielen Jahrzehnten für die Stasi tätig gewesen ist"; "NS-Vergangenheit holt Uni ein - Am medizinischen Institut der Uni Münster wurden Tausende Kinder für die Rassenforschung der Nazis missbraucht"; "Im Jahr 1984 hat Mitt Romney den Hedge Fonds Bain Capital gegründet - über ein Vierteljahrhundert später, Anfang 2012, holt ihn nun im Vorwahlkampf der Republikaner um die US-Präsidentschaftsnominierung seine 'Heuschrecken'-Vergangenheit ein 
wissen / zeigen, wo der Opa / Bauer den Most holt 
Ü
gewitzt / schlau sein; sich durchsetzen; Erfahrung haben; Stärke zeigen; jemanden herausfordern; sich zu helfen wissen  umgangssprachlich; Abwandlung der Redewendung "wissen / zeigen, wo der Barthel den Most holt" (siehe auch "wissen / zeigen, wo der Barthel den Most holt") 
wissen / zeigen, wo der Barthel den Most holt 
Ü
gewitzt / schlau sein; sich durchsetzen; Erfahrung haben; Stärke zeigen; jemanden herausfordern; sich zu helfen wissen "Und wer bei einer der zahlreichen Schülerfirmen mitwirkt, bekommt einen Sinn dafür, wo der Barthel den Most des Kapitalismus holt"; "Das Verwalten ist schwerer geworden, wir betreiben das jetzt mehr und mehr mit wenig oder ohne Geld, allein in den Partnerschaften haben wir nur noch ein Fünftel des Budgets von 1990. Da muss man schon verdammt gut wissen, wo der Barthel den Most holt"; "Der frühere Skimeister Max Fritz startete nach längerer Pause wieder einmal - und zeigte mit 39,91 Sekunden, wo der Barthel den Most holt"; "Und um klar zu stellen, wo der Barthel den Most holt, legte er sich gleich mal in einer Sachfrage mit Liga-Hackmann an"; "'Backfisch' machen rockigen Reggae-Sound, der starrköpfigen Puristen zeigen wird, wo der Barthel den Most holt"; "Von wegen 'schwaches Russland'. Die werden uns noch zeigen, wo der Barthel den Most holt"; "Bei Ihrem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Anwalt sind Sie dabei in guten Händen, wenn diese genügend Branchenkenntnisse haben. Denn sie müssen nicht nur Ihr Geschäft begreifen und es darstellen können, sondern wissen, wo der Barthel den Most holt: Wer kauft aus welchen Gründen, wer sind die Entscheider, auf welcher Etage sitzen sie, wie kommt man ohne Umwege an sie heran?"; "Im Ring werde ich dir zeigen, wo Barthel den Most holt und dich nach Strich und Faden verprügeln!" Die Wendung ist seit dem 17. Jahrhundert literarisch belegt (Simplicissimus), wahrscheinlich aber älter. Es gibt verschiedene Deutungen ihrer Herkunft: Im Niederdeutschen ist Batheld (Bartholomäus, Barthold) der Name des Storches. Jemand der weiß, woher der Storch die Mäuse (Kinder) holt, weiß woher die Kinder kommen. Er ist also aufgeklärt und besitzt einige Erfahrung. Eine andere Deutung bezieht sich auf die Lautgestalt der hebräischen Wörter "barsel" (Eisen) und "ma'oth" (Münze, Geld; siehe auch "Moos haben"). Die Wendung bedeutet dann, dass jemand weiß, wie er mit dem Brecheisen an Geld herankommt. (Volksetymologie: "barsel" = Barthel, "ma'oth" = Most) 
die Schatten der Vergangenheit 
Ü
die vergangenen unangenehmen / schlimmen Ereignisse, die heute noch nachwirken "Schatten der Vergangenheit: Auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lässt Adolf Hitler die Deutschen noch immer nicht los"; "Schatten der Vergangenheit: das BKA und seine Gründungsgeneration in der frühen Bundesrepublik"; "Je mehr Steine ihnen in den Weg gelegt werden, desto entschlossener stöbern sie in den Schatten der Vergangenheit, denn irgendwo dort, in den Ruinen aus Erinnerungen, befindet sich der Wegweiser zur Wahrheit"; "Dass die Schatten der Vergangenheit die CDU nun vor dem Parteitag einholt, hat nicht zuletzt die Parteispitze mit verschuldet. Denn in der ursprünglichen Fassung widmete sich der Antrag zu 'Perspektiven für den Osten Deutschlands' zwar ausgiebig der Rolle der SPD und der Linken im Zuge der Wiedervereinigung. Ein Hinweis zur DDR-CDU fehlte aber völlig"; "Zu den Schatten der Vergangenheit über dem Nahost-Konflikt gehört auf deutscher Seite auch die propagandistische Verbreitung der NS-Ideologie, insbesondere ihres radikalen Antisemitismus, in arabisch und islamisch geprägten Ländern; auf arabischer Seite eine Affinität bei einigen führenden Persönlichkeiten und einem Teil der Bevölkerung zum Nationalsozialismus, die teilweise zu politischer Kollaboration und ansatzweise so-gar zu militärischer Kooperation führte"  
die Vergangenheit ruhen lassen 
Ü
sich mit Vergangenem nicht beschäftigen "Lass die Vergangenheit ruhen und schau in die Zukunft"; "Ich will nicht in Dingen herumrühren, die sich vor 15 Jahren abgespielt haben, und die Vergangenheit ruhen lassen"; "Immer wieder hören wir Menschen sagen, man solle das Vergangene vergessen, solle es ruhen lassen. Doch was würde passieren, wenn wir die deutsche Vergangenheit vergessen, den Nationalsozialismus, die schlimme Zeit, die unsere Verwandten überstehen mussten? Wäre es nicht so, dass solche Dinge noch einmal passieren könnten, wenn wir alle Gedanken daran verlieren?"; "Er lässt die Vergangenheit ruhen und blickt nach vorne"  
eine braune Vergangenheit haben 
Ü
während der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) eine gehobene Stellung besessen haben; in der Vergangenheit überzeugter Nazi gewesen sein "Es hat mehr als sechs Jahrzehnte gedauert - nach BKA und BND lässt jetzt auch das Bundesamt für Verfassungsschutz die braune Vergangenheit seiner Mitarbeiter systematisch erforschen. Das Projekt liegt in den Händen renommierter Historiker, und ihre Ergebnisse werden, soviel ist klar, erschüttern: Die alten Verbindungen der Nazis reichten bis in die Spitze der Behörde"; "Der Historiker Roman Köster hat ein Buch über die braune Vergangenheit von Hugo Boss geschrieben"; "Braune Vergangenheit weiterhin unbewältigt: 61 Jahre nach einem der barbarischsten Nazi-Verbrechen in Italien hat ein Militärgericht in La Spezia zehn ehemalige deutsche SS-Angehörige in Abwesenheit zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt"  
jemanden auf jemanden / etwas loslassen 
Ü
jemandem eine Möglichkeit bieten, sich mit einem anderen / einer Sache zu konfrontieren "Der Chef hat seinen Stellvertreter auf den Untergebenen losgelassen"; "Wie kannst du ihn nur auf dieses empfindliche Gerät loslassen? Es war doch klar, dass er damit nicht umgehen kann!"; "Johnny Knoxville lässt sich von einer großen Wassermasse, die in einem Behälter ist und auf Kommando auf ihn losgelassen wird, ruckartig wegspülen"; "Zuerst riefen sie aus, dass die Löwen auf ihn losgelassen werden sollen und dann, dass er lebendig verbrannt werden soll"; "Ich habe all meine Sicherheitsprogramme auf den Virus losgelassen, aber es wird nichts gefunden" umgangssprachlich; "Loslassen" bezieht sich ursprünglich auf die Freilassung eines gefangenen Menschen, eines angeketteten Tieres usw. 
jemandem Druck machen; auf jemanden Druck ausüben; jemanden unter Druck setzen 
Ü
jemanden bedrängen / zusetzen / antreiben; versuchen, jemanden zu etwas zu zwingen; seinen Einfluss einsetzen, um jemandem seinen Willen aufzuzwingen   
jemanden zieht es zu jemanden 
Ü
jemand ist verliebt in jemanden / sucht die Nähe einer anderen Person   
jemanden aus dem Sattel heben; jemanden vom Sattel werfen 
Ü
dafür sorgen, dass jemand einer (führenden) Position enthoben wird; jemanden seines Amtes entheben; jemanden verdrängen / ausstechen / ersetzen / gefährden / besiegen / verunsichern "Unter einem fadenscheinigen Vorwand (Unordnung in der Buchhaltung) hob Chefredakteur J. Schmid seinen Grenchner Mitarbeiter aus dem Sattel"; "Linke wollen Linzer ÖH-Chef aus dem Sattel kippen"; "Gut Gemeintes Moralisieren hätte weder Marcos noch Chun Doo Hwan noch das per Kriegsrecht regierende taiwanische Regime aus dem Sattel gehoben"; "Unsere Intellektuellen haben gesehen, wie ihre Idole aus dem Sattel gehoben wurden"; "Es muss klar bleiben, dass das System der SED nicht von irgendwelchen kapitalistischen Machenschaften aus dem Sattel gehoben wurde, sondern dass es selbst abgewirtschaftet hatte und daher von seinem eigenen Volk beseitigt wurde"; "Bei einer klaren Kommunikation und einer geordneten Übergabe wäre das Selbstverständnis der Schweiz nicht derart aus dem Sattel gehoben worden"; "Elisabeth Hauptmann ist wahrscheinlich die längste Mitarbeiterin von Brecht. Sie war dabei, als mit 'Mann ist Mann' Mitte der zwanziger Jahre unverrückbare Theatergesetze aus dem Sattel gehoben wurden"; "Ich arbeite sehr gerne mit Axel de Roche. Mit seiner Ruhe und Erfahrung vermittelt er das Gefühl, dass ihn nichts aus dem Sattel werfen kann"; "Ich bin nicht einer der Leichtgläubigen, man kann mich nicht so leicht aus dem Sattel heben" umgangssprachlich; Die Redewendung hat ihren Ursprung im Mittelalter. Bei den Turnieren galt es, den Gegner mit Lanzen vom Sattel zu stoßen. Siehe auch "(fest) im Sattel sitzen
 
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