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Suchergebnis für "die Weisheit mit Loeffeln gegessen gefressen haben"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
die Weisheit mit Löffeln gegessen / gefressen haben 
ÜSL
klug tun (aber in Wirklichkeit dumm sein) "Bestimmte Leute glauben, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen"; "Auch Lehrer haben die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen - da kann genauso gut was falsch vermittelt werden"; "Er glaubt nicht, er habe 'die Weisheit mit Löffeln gefressen', im Gegenteil: Ich habe ihn als einen nachdenklichen, bescheidenen, toleranten und nahezu asketisch lebenden Menschen kennen gelernt"; "Na ja, ich sehe schon, du hast die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen! Lange schon nicht mehr so blöde Kommentare wie von dir gehört!" umgangssprachlich, oft ironisch; Die scherzhafte Vorstellung, dass man "geistige Nahrung" mit Löffeln - also ohne große Mühe - in sich aufnehmen könne, findet sich seit dem 17. Jahrhundert. Der Satiriker Johann Balthasar Schupp schreibt 1663: "ihr bildet euch oftmals ein, ihr grosze reiche und gewaltige leut, ihr habt Salomons weiszheit mit löffeln gefressen" (Schriften). Siehe auch "die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben
die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben 
ÜSL
nicht besonders klug sein; dumm / beschränkt sein "Natürlich haben auch wir die Weisheit nicht immer mit Löffeln gegessen, können jedoch auf ein umfangreiches Netzwerk zurückgreifen, wenn uns mal die Antworten auf Ihre Fragen ausgehen"; "Ohne jemanden beleidigen zu wollen: Einige in der Betriebswerkstatt haben die Weisheit nicht unbedingt mit Löffeln gefressen"; "Auch der Lehrer hat die Weisheit nicht immer 'mit Löffeln gefressen'"; "Hartnäckig hält sich das erotische Gerücht 'Dumm fickt gut'. Frauen, die die Weisheit nicht gerade mit Löffeln gefressen haben, seien leidenschaftlicher im Bett" Aus der indogerman. Wurzel "uid" (sehen, erblicken) entwickelten sich die Begriffe wissen, weise, Weisheit, weissagen, Witz und viele andere mehr. Es handelt sich also um eine uralte Metaphorik, in der Wissen und Erkenntnis mit Begriffen der visuellen Wahrnehmung ausgedrückt werden (siehe auch "jemandem geht ein Licht auf"). Weisheit ist definiert als deutliche "Einsicht" (Welt- und Selbsterkenntnis, Wissen um die Hintergründe des Lebens usw.), aus der eine überlegene Haltung gegenüber der Welt und den Mitmenschen resultiert. Oft unterscheidet man zwischen der durch anwachsende Erfahrung gegebenen Lebensweisheit und der durch bewusste Bemühung erzeugten, künstlichen Schulweisheit, gegen die sich Hamlet wendet: "Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, / als eure Schulweisheit sich träumen lässt." (Shakespeare, Hamlet, 1,5). Im theologischen Sinne ist Weisheit ein Geschenk Gottes. Er gilt als Brunnen oder Quell der Weisheit - ein Bild, das weite Verbreitung gefunden hat. Im älteren mystischen Schrifttum gilt die Weisheit als eine der Kardinaltugenden. Der hohe ethische und sittliche Stellenwert dieses Konzepts hat es schon früh gegenüber ironischen Umdeutungen geöffnet. Seit dem 17. Jahrhundert ist die scherzhafte Vorstellung belegt, dass man sie wie die übliche "geistige Kost" mit dem Löffel fressen oder eintrichtern könne. Siehe auch "die Weisheit mit Löffeln gegessen / gefressen haben
die Dummheit mit Löffeln gegessen / gefressen haben 
ÜSL
außerordentlich dumm sein "Mache Leute haben die Dummheit mit Löffeln gefressen!"; "Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Denn die Angst bewahrt uns ja davor, nicht auf der Autobahn spazieren zu gehen. Hätte man den Mut, es trotzdem zu tun, dann hat man wohl die Dummheit mit Löffeln gefressen"; "Hat man sich da über den Tisch ziehen lassen und die Dummheit mit Löffeln gefressen?" umgangssprachlich, selten; siehe auch "die Weisheit mit Löffeln gegessen / gefressen haben", "die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben
etwas mit Löffeln gegessen / gefressen haben 
ÜSL
etwas gut können; erfahren auf einem Gebiet sein; viel von etwas haben "Hat den Rock 'n' Roll mit Löffeln gefressen: Peter Kraus"; "The Checks sind fünf Neuseeländer, zählen zwischen neunzehn und zwanzig Lenzen und haben den Blues mit Löffeln gefressen. Und natürlich sind alle von Kindesbeinen an durch die Platten der Eltern mit dieser Musik groß geworden"; "Markus, du hast wirklich die Diplomatie mit Löffeln gegessen und hast es immer verstanden, es allen recht zu machen"; "Um so mehr überraschte mich der Anfang des neuen Albums: es vibriert, zittert und pulsiert, als hätten die fünf Miles Davis mit Löffeln gegessenSiehe auch "die Weisheit mit Löffeln gegessen / gefressen haben", "die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben
eine Sache ist gegessen; der Käse / Kuchen ist gegessen 
ÜSL
eine Sache ist erledigt / vorbei / abgeschlossen / kein Thema mehr "Ein letztes Bier aus der Minibar und der Tag ist gegessen"; "Das Thema ist gegessen"; "Das Genre der St.-Pauli-Filme, wie damals mit Hans Albers, das ist gegessen. Damit hat unser Film auch nichts zu tun"; "Sollte jemand mehrmals negativ auffallen, werde ich ihn drauf ansprechen. Ändert er dann nicht sein Verhalten, wird er gesperrt und die Sache ist gegessen"; "... für die hinteren Schrauben einfach zwei Sperrholzklötzchen mit 5mm Innengewinde an die entsprechende Stelle geleimt, und der Käse ist gegessen"; "Die Saison ist vorbei, die Spiele sind gespielt und der Kuchen ist gegessenumgangssprachlich 
meinen, die Weisheit für sich gepachtet zu haben 
ÜS
sich selbst überschätzen; klug tun   
etwas (endlich) gefressen haben 
ÜS
etwas (endlich) verstanden haben  umgangssprachlich 
jemanden / etwas gefressen haben 
ÜSL
jemanden / etwas verachten / nicht leiden können / nicht mögen; böse auf jemanden sein; verärgert sein über etwas / jemanden  umgangssprachlich; Herkunft: Siehe auch "etwas ausgefressen haben
etwas mit dem Schaumlöffel gegessen haben 
ÜS
eine positive Eigenschaft nicht besitzen  umgangssprachlich, veraltet 
einen Affen an jemandem / etwas gefressen haben 
ÜSL
jemanden / etwas sehr mögen / bevorzugen / kritiklos schätzen "Die Fotografin hat allerdings an allerlei Vierbeinern buchstäblich 'einen Affen gefressen' und lebt selbst mit Hund und Pferd am Fuße der Ronneburg" umgangssprachlich, selten (eher: "einen Narren an jemandem / etwas gefressen haben") 
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