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Suchergebnis für "die Weisheit mit Loeffeln gegessen / gefressen haben"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
die Weisheit mit Löffeln gegessen / gefressen haben 
Ü
klug tun "Bestimmte Leute glauben, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen"; "Auch Lehrer haben die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen - da kann genauso gut was falsch vermittelt werden"; "Er glaubt nicht, er habe 'die Weisheit mit Löffeln gefressen', im Gegenteil: Ich habe ihn als einen nachdenklichen, bescheidenen, toleranten und nahezu asketisch lebenden Menschen kennen gelernt"; "Na ja, ich sehe schon, du hast die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen! Lange schon nicht mehr so blöde Kommentare wie von dir gehört!" umgangssprachlich, oft ironisch; siehe auch "die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben
die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben 
Ü
nicht besonders klug sein; dumm / beschränkt sein  Aus der indogerman. Wurzel "uid" (sehen, erblicken) entwickelten sich die Begriffe wissen, weise, Weisheit, weissagen, Witz und viele andere mehr. Es handelt sich also um eine uralte Metaphorik, in der Wissen und Erkenntnis mit Begriffen der visuellen Wahrnehmung ausgedrückt werden (siehe auch "jemandem geht ein Licht auf"). Weisheit ist definiert als deutliche "Einsicht" (Welt- und Selbsterkenntnis, Wissen um die Hintergründe des Lebens usw.), aus der eine überlegene Haltung gegenüber der Welt und den Mitmenschen resultiert. Oft unterscheidet man zwischen der durch anwachsende Erfahrung gegebenen Lebensweisheit und der durch bewusste Bemühung erzeugten, künstlichen Schulweisheit, gegen die sich Hamlet wendet: "Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, / als eure Schulweisheit sich träumen lässt." (Shakespeare, Hamlet, 1,5). Im theologischen Sinne ist Weisheit ein Geschenk Gottes. Er gilt als Brunnen oder Quell der Weisheit - ein Bild, das weite Verbreitung gefunden hat. Im älteren mystischen Schrifttum gilt die Weisheit als eine der Kardinaltugenden. Der hohe ethische und sittliche Stellenwert dieses Konzepts hat es schon früh gegenüber ironischen Umdeutungen geöffnet. Seit dem 17. Jahrhundert ist die scherzhafte Vorstellung belegt, dass man sie wie die übliche "geistige Kost" mit dem Löffel fressen oder eintrichtern könne 
etwas mit Löffeln gegessen / gefressen haben 
Ü
etwas gut können; erfahren auf einem Gebiet sein; viel von etwas haben "Hat den Rock 'n' Roll mit Löffeln gefressen: Peter Kraus"; "The Checks sind fünf Neuseeländer, zählen zwischen neunzehn und zwanzig Lenzen und haben den Blues mit Löffeln gefressen. Und natürlich sind alle von Kindesbeinen an durch die Platten der Eltern mit dieser Musik groß geworden"; "Markus, du hast wirklich die Diplomatie mit Löffeln gegessen und hast es immer verstanden, es allen recht zu machen"; "Um so mehr überraschte mich der Anfang des neuen Albums: es vibriert, zittert und pulsiert, als hätten die fünf Miles Davis mit Löffeln gegessenSiehe auch "die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben
die Dummheit mit Löffeln gegessen / gefressen haben 
Ü
außerordentlich dumm sein  umgangssprachlich; siehe auch "die Weisheit nicht (gerade) mit Löffeln gefressen / gegessen haben
etwas mit dem Schaumlöffel gegessen haben 
Ü
eine positive Eigenschaft nicht besitzen  umgangssprachlich, veraltet 
mit jemandem einen Scheffel Salz gegessen haben 
Ü
jemanden genau kennen gelernt haben  selten; Man braucht lange, um einen Scheffel Salz zu verzehren - Zeit, die man braucht, um jemanden kennen zu lernen. Die Redensart war bereits bei den Griechen bekannt und wird von Cicero und Aristoteles zitiert. Entsprechende Sprichwörter sind z.B.:
"Man kennt einen Menschen erst, wenn man einen Scheffel Salz mit ihm gegessen hat";
"Wenn man einen Menschen kennen lernen will, muss man einen Scheffel Salz mit ihm essen";
"Man soll niemanden zu seinem Freunde wählen, bis man einen Scheffel Salz mit ihm gegessen hat" 
mit seiner Weisheit am Ende sein 
Ü
ratlos sein   
meinen, die Weisheit für sich gepachtet zu haben 
Ü
sich selbst überschätzen; klug tun   
etwas (endlich) gefressen haben 
Ü
etwas (endlich) verstanden haben  umgangssprachlich 
jemanden / etwas gefressen haben 
Ü
jemanden / etwas verachten / nicht leiden können / nicht mögen; böse auf jemanden sein; verärgert sein über etwas / jemanden  umgangssprachlich; Herkunft: Siehe auch "etwas ausgefressen haben
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