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Suchergebnis für "etwas hoch und heilig versprechen / beteuern"


491 Einträge gefunden


Einträge 1 bis 10
REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
etwas hoch und heilig versprechen / beteuern / schwören 
Ü
etwas nachdrücklich versprechen; etwas demonstrativ beteuern / schwören  umgangssprachlich; Ein hoch und heilig geleisteter Schwur ist an die weltliche (hoch) und geistlich/göttliche Adresse (heilig) gerichtet und stellt somit eine Verstärkung der Ernsthaftigkeit und Unverbrüchlichkeit dar 
Bei allem, was mir heilig ist! 
Ü
Ich schwöre es!  "Heilig" ist eine Eigenschaft göttlicher Personen, die durch ihre Herkunft oder ein besonderes heiliges Verhalten von gewöhnlichen Sterblichen unterschieden sind. Die Berufung auf die Heiligen ist seit der Christianisierung Teil vieler Schwurformeln geworden, die sich auch im alltäglichen Bereich als Beteuerungs- und Verstärkungsfloskeln wiederfinden 
jemandem goldene Berge versprechen 
Ü
jemandem sehr große Versprechungen machen  umgangssprachlich; Das Bild der goldenen Berge taucht bereits in der Antike auf (Terenz, Aristophanes) und gelangt über die Kirchenväter (Hieronymus) in den mittelalterlichen Sprachschatz (Kudrun-Epos). Das Original bei Terenz lautet: "montes aures pollicens" (goldene Berge versprechend) 
jemandem den Himmel auf Erden versprechen 
Ü
jemandem ein angenehmes Leben versprechen  umgangssprachlich; Ausdruck von Skepsis / Unglaube; siehe auch "den Himmel auf Erden haben
(jemandem) das Blaue vom Himmel versprechen 
Ü
ohne Hemmungen Unmögliches versprechen  umgangssprachlich; Siehe auch "das Blaue vom Himmel herunterlügen
zu hoch für jemanden sein; jemandem zu hoch sein 
Ü
etwas nicht verstehen; zu schwierig / kompliziert für jemanden sein "Das ist zu hoch für mich!"; "Das ist mir zu hoch!" umgangssprachlich; "Hoch" steht redensartlich im Gegensatz zu "niedrig" und vermittelt die positiven Werte Verstand und Verstehen, aber auch Gesundheit, Hochgefühl, Leben, Kontrolle, Erfolg, Macht, Tugend, Wissen und Können. Was zu hoch ist, kann nicht verstanden werden, man kann es (bildlich gesprochen) nicht greifen 
Heiliges Blechle / Heilig's Blechle / Heiligsblechle 
Ü
Ausruf der Bestürzung / der Verwunderung / des Erstaunens  umgangssprachlich, Schwaben; stammt aus dem Mittelalter. Zur Zeit der Hungersnöte erhielten Einheimische und unschuldig in Not geratene Bürger ein "Blechle“, damit sie an öffentlichen Speisungen teilnehmen konnten. Die ebenfalls Not leidenden Gemeinden konnten nicht alle über das Land ziehende Bettlerscharen ernähren und prägten das "Blechle". Zum "heiligen" Blechle wurde es, weil Kirchen und Klöster die Verteilung wahrnahmen (Hinweis eines Nutzers) 
hoch zu Ross 
Ü
reitend; auf dem Pferd sitzend  Siehe auch "hoch zu Ross sitzen; auf hohem / dem hohen Ross sitzen; auf einem hohen Ross sitzen
hoch hinauswollen 
Ü
hochfliegende Pläne haben; ehrgeizig / streberhaft sein "Er wollte zu hoch hinaus" umgangssprachlich, leicht abwertend / ironisch; "Hoch" steht bei Eigenschaften, Taten und Gefühlen stets für besondere Güte und das, was aus der Masse "emporragt" (hervorragt). Dadurch wird es geradezu zum Synonym von Rang und Würde, Adel (hochgeboren), Priestertum (Hohepriester) und Gottheit (der "höchste" Gott). Der durch Geburt verliehenen "Hoheit" des Adels steht in der demokratischen Gesellschaft die Möglichkeit des Aufstiegs durch Leistung gegenüber, die sich in der Wendung "hoch hinauswollen" manifestiert. Im Sinne des durch diese Ausdrücke vorgeführten vertikalen Gesellschaftsmodells kann auch Arroganz oder Verachtung durch räumliche Begriffe wie oben oder unten ausgedrückt werden 
hoch hergehen 
Ü
laut zugehen; viel los sein "Auf der Faschingsparty ging es wieder einmal hoch her"; "Bei der Diskussionsrunde morgen Abend wird es wieder hoch hergehen"; "Demos, Stress, Fußball, Kultur! Am Wochenende geht es im Revier hoch her. Großveranstaltungen sorgen für Stau-Chaos" umgangssprachlich; Ein Fest als "hohe Zeit" zu bezeichnen, ist seit dem Mittelalter üblich. Siehe auch "zu hoch für jemanden sein
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