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Suchergebnis für "etwas hoch und heilig versprechen beteuern"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
etwas hoch und heilig versprechen / beteuern / schwören 
ÜS
etwas nachdrücklich versprechen; etwas demonstrativ beteuern / schwören  umgangssprachlich; Ein hoch und heilig geleisteter Schwur ist an die weltliche (hoch) und geistlich/göttliche Adresse (heilig) gerichtet und stellt somit eine Verstärkung der Ernsthaftigkeit und Unverbrüchlichkeit dar 
Bei allem, was mir heilig ist! 
ÜS
Ich schwöre es!  "Heilig" ist eine Eigenschaft göttlicher Personen, die durch ihre Herkunft oder ein besonderes heiliges Verhalten von gewöhnlichen Sterblichen unterschieden sind. Die Berufung auf die Heiligen ist seit der Christianisierung Teil vieler Schwurformeln geworden, die sich auch im alltäglichen Bereich als Beteuerungs- und Verstärkungsfloskeln wiederfinden 
zu hoch für jemanden sein; jemandem zu hoch sein 
ÜS
etwas nicht verstehen; zu schwierig / kompliziert für jemanden sein "Das ist zu hoch für mich!"; "Das ist mir zu hoch!" umgangssprachlich; "Hoch" steht redensartlich im Gegensatz zu "niedrig" und vermittelt die positiven Werte Verstand und Verstehen, aber auch Gesundheit, Hochgefühl, Leben, Kontrolle, Erfolg, Macht, Tugend, Wissen und Können. Was zu hoch ist, kann nicht verstanden werden, man kann es (bildlich gesprochen) nicht greifen 
jemandem goldene Berge versprechen 
ÜS
jemandem sehr große Versprechungen machen  umgangssprachlich; Das Bild der goldenen Berge taucht bereits in der Antike auf (Terenz, Aristophanes) und gelangt über die Kirchenväter (Hieronymus) in den mittelalterlichen Sprachschatz (Kudrun-Epos). Das Original bei Terenz lautet: "montes aures pollicens" (goldene Berge versprechend) 
jemandem etwas in die Hand versprechen 
ÜS
jemandem etwas fest versprechen / versichern / zusagen; sein Wort geben "Die Haltung von Herrn Papenburg finde ich genauso bedauerlich. Erst in die Hand versprechen, die nächste Saison sei gesichert und jetzt alles hinwerfen"; "Mein Vater und ich mussten es ihr in die Hand versprechen, dass sie nie wieder zu einem Arzt oder ins Krankenhaus gebracht wird"; "Wir versprechen uns in die Hand, dass wir im Frühjahr nächsten Jahres eine Tafel gründen wollen"; "In drei Jahren soll er zum Diakon geweiht werden. Damit verbunden ist auch das Versprechen des Gehorsams in die Hand des Bischofs"; "Und weil wir die Krise als einen außer Kontrolle geratenden Kasinokapitalismus geortet haben, versprechen wir uns alle in die Hand, etwas dagegen zu unternehmen"; "Anschließend versprechen alle Gemeinderatsmitglieder in die Hand des Bürgermeisters, entsprechend diesem Gelöbnis ihres Amtes zu walten" selten; Bezieht sich auf den Brauch, ein Versprechen mittels Handschlag (Händeschütteln, Händedruck) zu bestätigen. Diese Gebärde zur Bekräftigung und Besiegelung von Versprechen und Verträgen ist bereits seit der Antike bekannt und war rechtlich verpflichtend. Siehe auch "Hand drauf!"; siehe auch "(jemandem) die / seine Hand drauf geben"; siehe auch "etwas mit Handschlag besiegeln
jemandem den Himmel auf Erden versprechen 
ÜS
jemandem ein angenehmes Leben versprechen  umgangssprachlich; Ausdruck von Skepsis / Unglaube; siehe auch "den Himmel auf Erden haben
(jemandem) das Blaue vom Himmel versprechen 
ÜS
ohne Hemmungen Unmögliches versprechen  umgangssprachlich; Siehe auch "das Blaue vom Himmel herunterlügen
Heiliges Blechle / Heilig's Blechle / Heiligsblechle 
ÜS
Ausruf der Bestürzung / der Verwunderung / des Erstaunens  umgangssprachlich, Schwaben; stammt aus dem Mittelalter. Zur Zeit der Hungersnöte erhielten Einheimische und unschuldig in Not geratene Bürger ein "Blechle“, damit sie an öffentlichen Speisungen teilnehmen konnten. Die ebenfalls Not leidenden Gemeinden konnten nicht alle über das Land ziehende Bettlerscharen ernähren und prägten das "Blechle". Zum "heiligen" Blechle wurde es, weil Kirchen und Klöster die Verteilung wahrnahmen (Hinweis eines Nutzers) 
hoch zu Ross 
ÜS
reitend; auf dem Pferd sitzend  Siehe auch "hoch zu Ross sitzen; auf hohem / dem hohen Ross sitzen; auf einem hohen Ross sitzen
hoch hinauswollen 
ÜS
hochfliegende Pläne haben; ehrgeizig / streberhaft sein "Er wollte zu hoch hinaus" umgangssprachlich, leicht abwertend / ironisch; "Hoch" steht bei Eigenschaften, Taten und Gefühlen stets für besondere Güte und das, was aus der Masse "emporragt" (hervorragt). Dadurch wird es geradezu zum Synonym von Rang und Würde, Adel (hochgeboren), Priestertum (Hohepriester) und Gottheit (der "höchste" Gott). Der durch Geburt verliehenen "Hoheit" des Adels steht in der demokratischen Gesellschaft die Möglichkeit des Aufstiegs durch Leistung gegenüber, die sich in der Wendung "hoch hinauswollen" manifestiert. Im Sinne des durch diese Ausdrücke vorgeführten vertikalen Gesellschaftsmodells kann auch Arroganz oder Verachtung durch räumliche Begriffe wie oben oder unten ausgedrückt werden 
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