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Suchergebnis für "im Arsch sein"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
der Arsch sein; den Arsch machen 
ÜSL
verantwortlich gemacht werden; die Schuld übernehmen müssen; undankbare Aufgaben übernehmen müssen; benachteiligt / übervorteilt werden; Pech haben; keinen Nutzen von etwas haben "Die Kumpanen haben das Geld einkassiert, ihre Schäfchen ins Trockene gebracht. Nur Guiseppe wurde dafür vom Gericht zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Er ist wieder mal der Arsch"; "Wenn es in Tunesien mehr Geld gäbe, würdest du dann dort als Leiharbeiter den Arsch machen?"; "Ich bin mal wieder der Arsch, den du brauchst, um zu meckern"; "Ich als Kunde bin mal wieder der Arsch und darf eine Riesensumme hinblättern, oder?"; "Als Torwart bist du der Arsch"; "Aber so ist es halt im Fußball, wenn du gewinnst lieben dich alle und jubeln dich hoch, wenn du verlierst bist du der Arsch, und deine Fans stehen nicht zu dir"; "Arcor mit seiner Deutschland- und Welttelefon-Flatrate - welche aber nur erhältlich ist für die Privilegierten, die in einer Region wohnen, die von Arcor versorgt wird. Der Normalmensch vom Lande ist mal wieder der Arschumgangssprachlich, derb; siehe auch "ein Arsch
am Arsch sein 
ÜSL
1. erschöpft / verausgabt / müde sein
2. in großen Schwierigkeiten sein 
1. "Nach der durchzechten Nacht und wenig Schlaf bin ich heute total am Arsch!"
2. "Der Chef hat mich beim Blaumachen in der Disco gesehen, jetzt bin ich richtig am Arsch!" 
umgangssprachlich, derb; zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
im Arsch sein 
ÜSL
defekt / kaputt sein  umgangssprachlich, derb; zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
für den Arsch sein 
ÜSL
sinnlos / nutzlos / wertlos / vergeblich sein  umgangssprachlich, derb; zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
quecksilbrig sein; Quecksilber im Leib / Blut / Hintern / Arsch haben; ein Quecksilber sein 
ÜSL
zappelig / lebhaft / unruhig / quirlig sein "Der ältere Herr hat immer noch Quecksilber im Blut, rennt und tänzelt viel über die Bühne" umgangssprachlich, veraltet; Arsch: derb; "Queck" oder "quick" bedeutet im Mittelhochdeutschen "lebendig", "beweglich". Von hier leiten sich auch die Begriffe keck, erquicken und quicklebendig ab. Das dem lat. "argentum vivum" (lebendiges Silber) nachgeprägte Wort "Quecksilber" bezeichnet ein silbernes, bei Raumtemperatur flüssiges ("lebendiges") Metall. Diese Eigenschaft machte es zu einem beliebten Untersuchungsobjekt der Alchemisten und einem hochgerühmten Heilmittel. Es wurde in Amuletten verschlossen am Leib getragen und sollte gegen Pest und Ungeziefer, bösen Blick und Kolik helfen. Die Volksheilkunde verwendete Quecksilber trotz seiner Giftigkeit in jeder denkbaren Form gegen Geschlechtskrankheiten. Kam es zu Todesfällen, war häufig der "Quacksalber" schuld, der zu viel Quecksilber in die Heilsalbe getan hatte. Zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
(in den Arsch / Hintern) gekniffen sein 
ÜSL
sich in einer missliche Lage befinden; das Nachsehen haben "Ostdeutsche sind beim Stromtarif gekniffen: Verbraucher in Ost-Deutschland können aus deutlich weniger preiswerten Stromanbietern wählen, ihr Sparpotenzial ist demnach geringer"; "Finanzkonzerne sind doppelt gekniffen. Ähnlich wie die Autobauer leiden die Banken nicht nur unter der flauen Konjunktur"; "Assange: Wer iPhone, gmail, Blackberry benutzt, ist in den Arsch gekniffen!"; "BP steigt groß in den Getreideanbau ein. Der Ölmulti will nun wohl das Getreide für seine Bioethanolproduktion selber erzeugen - und wieder sind die freien Landwirte in den Arsch gekniffen?" umgangssprachlich, Arsch: derb; zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
einen kalten Arsch kriegen; sich einen kalten Arsch holen 
ÜSL
1. ums Leben kommen; sterben
2. in kalte Umgebung geraten; frieren 
 umgangssprachlich, derb; 1. veraltet, geläufige Redensart deutscher Soldaten im 2. Weltkrieg (Hinweis eines Nutzers); 2. selten; zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
kein Arsch 
ÜSL
niemand "Kein Arsch hilft mir!" umgangssprachlich, derb; zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
gespaltener Arsch 
ÜSL
beim Skat: Niederlage des Alleinspielers durch Gleichverteilung aller Punkte, d. h. beide Parteien haben 60 Punkte  umgangssprachlich, derb; zu "Arsch" siehe auch "ein Arsch
ein Arsch 
ÜSL
1. Hintern; Gesäß
2. ein widerlicher / blöder / unsympathischer Mensch 
2. "Wegen dem Arsch kann ich morgen nicht aufs Konzert!"; "Der Arsch auf dem Supermarktparkplatz schnappt dir den letzten Parkplatz weg"; "'Was machst du da, du Arsch?', fährt er mich an"; "Mein Freund ist so ein Arsch! Manchmal würde ich am liebsten Schluss machen!" umgangssprachlich, derb, 2. Schimpfwort; Der Kraftausdruck "Arsch" ist einer der beliebtesten Wörter der deutschen Vulgärsprache und zunächst - wie es Adelung in seinem Wörterbuch (1793-1801) formulierte - "derjenige Theil des thierischen und besonders menschlichen Körpers, durch welchen die Natur den unnützen Überrest von den verdaueten Speisen aus dem Körper ausführet."
Das Wort ist aus dem Mittel- und Althochdeutschen "ars" hervorgegangen (so z. B. noch bei Luther). Als Ausgangspunkt kann eine s-Erweiterung von indogermanisch "*er-" (sich bewegen, emporstehen) angesehen werden (Pfeifer []) bzw. indogermanisch "*oros- (Kuppe, Anhöhe) (Kluge []). Die heutige Bedeutung könnte sich aus der Vorstellung "sich bewegender Schwanz" entwickelt haben (Pfeifer [], Grimm []) oder "weil dieser Theil des menschlichen Leibes eine vorzügliche Erhabenheit hat" (Adelung).
Die starke Verbreitung im gemeinen Volk hat zur regen Verwendung in Redensarten und umgangssprachlichen Ausdrücken geführt, wobei das Wort unterschiedliche Bedeutungen annehmen kann. Zunächst in der Bedeutung "Gesäß" in Zusammensetzungen ("Knackarsch") und Redensarten ("jemandem scheint die Sonne aus dem Arsch", "wie der Arsch auf den Eimer passen", "jemandem den Arsch aufreißen"). Oft steht der Begriff aber auch für eine ganze Person ("kein Arsch", "Beweg deinen Arsch"). Das Wort wird auch eingesetzt, um etwas Niederes, Wertloses ("für den Arsch sein"), demütigende Handlungen ("jemandem in den Arsch kriechen") zu kennzeichnen oder als Ausdruck grober Ablehnung ("Leck mich am Arsch!"). Auch in abstrakter oder nicht nachvollziehbarer Bedeutung wird das Wort gern verwendet ("Himmel, Arsch und Zwirn", "ein ganzer Arsch voll", "am Arsch die Räuber"). In vielen Fällen kann dabei "Arsch" durch das weniger anstößige "Hintern" ersetzt sein 
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