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Suchergebnis für "im Lot sein"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
im Lot sein 
ÜSL
in Ordnung / im Gleichgewicht sein "Alles im Lot? Weniger Arbeitslosigkeit, stabile Inflation und eine Steuerreform in Sicht: Der deutschen Wirtschaft geht es gut"; "Gestern haben wir uns total gestritten, aber jetzt ist wieder alles im Lot"; "Bei uns ist alles im Lot"; "Ihren Blick auf das Wesentliche haben Sie in Ihrer Ausbildung geschärft. Sie halten die Waage zwischen analytischem Denken und ideenreichen Visionen stets im Lot"; "Jetzt, da die Finanzen wieder einigermaßen im Lot sind, wollen wir das Erreichte absichern und nicht durch eine zügellose Ausgabenpolitik wieder gefährden" Das Lot im geometrischen Sinn ist eine in einem Punkt einer Kurve oder Fläche senkrecht stehende Gerade. Die Redensart bezieht sich auf das im Bauhandwerk gebräuchliche Senkblei, mit dem die Senkrechte bestimmt wird. Eine korrekt danach erstellte Mauer ist "im Lot". Die Übertragung dieser Wendung auf den Menschen entspricht im Rahmen der anthropologischen Semantik der positiven Bewertung der Senkrechten gegenüber der Horizontalen, die mit der liegenden Position des Kranken und Toten assoziiert wird 
aus dem Lot sein 
ÜSL
unsicher / gestört / durcheinander sein  Siehe auch "im Lot sein
aus dem Lot geraten 
ÜSL
unsicher / gestört werden; durcheinander geraten "Die Venen können nicht genug Blut gegen die Schwerkraft in Richtung Herz pumpen und die Druckverhältnisse der Körperflüssigkeiten in den Beinen geraten aus dem Lot"; "Als seine Frau starb, geriet sein Leben völlig aus dem Lot"; "Das innere Gleichgewicht ist aus dem Lot geraten"; "Auch mit der großen Zahl an zugezogenen Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion Anfang der neunziger Jahre war die Gemeinschaft des Viertels überfordert. Das fragile soziale Gefüge geriet aus dem Lot, die Integration der meist russischsprachigen Neu-Würzburger lief schleppend"; "Bei allen Bewegungen stabilisiert und entlastet eine gut ausgeprägte Rumpfmuskulatur die Wirbelsäule. Umgekehrt bedeutet dies, dass schlaffe Bauchmuskeln die Wirbelsäule nicht ausreichend stützen können: Sie gerät aus dem Lot, schwingt stark hin und her, es bildet sich ein Hohlkreuz, die passiven Strukturen der Wirbelsäule wie Bandscheiben, Bänder und Wirbelbogen-Gelenke werden überbeansprucht"; "Eine Trennung passiert nicht mal eben so. Oft ist sie ein schleichender Prozess, der Jahre dauert. Das Leben gerät aus dem Lot. Angst vor der Einsamkeit, vor dem Leben ohne Partner, vor dem Neuen, das nun auf jeden der beiden zukommt. Eine schmerzliche Phase" Siehe auch "im Lot sein
(wieder) ins Lot kommen 
ÜSL
(wieder) in Ordnung kommen  Siehe auch "im Lot sein
etwas (wieder) ins (rechte) Lot bringen 
ÜSL
etwas in Ordnung bringen; eine Sache klären / bereinigen; einen Streit beilegen; etwas wieder gutmachen  Siehe auch "im Lot sein
Freunde in der Not gehen tausend / 1000 / hundert / 100 auf ein Lot 
ÜS
In der Not hat man wenig Freunde; In schweren Zeiten findet man nur wenige, die einem beistehen; Erst in einer Notsituation zeigt sich, wer die wahren Freunde sind "Freunde, Partner oder Verwandte sind oft nicht erreichbar, gerade dann, wenn man sie am dringendsten bräuchte. Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot, heißt es"; "Die glückliche, gewaltlose Rettung wäre ohne Ihre ganz persönliche unermüdliche und tatkräftige Hilfe nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich Ihnen, auch im Namen des deutschen Volkes, von ganzem Herzen danken. Ein deutsches Sprichwort sagt: Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot. Mali und seine wunderbaren Menschen gehören zu denen, auf die man sich auch in schweren Zeiten verlassen kann"; "Oder ist es so, wie das Sprichwort sagt: 'Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot'? Mancher macht die bittere Erfahrung, dass er sich auf Freunde nicht verlassen kann, wenn es ernst wird" Sprichwort; Der Begriff "Lot" besitzt mehrere Bedeutungen. So steht er heute für ein Senkblei, mit dem man z. B. im Bauwesen den senkrechten Verlauf einer Mauer oder im Seewesen die Wassertiefe überprüfen kann. Daraus abgeleitet bedeutet "Lot" in der Geometrie eine Gerade, die im rechten Winkel (senkrecht) auf einer anderen steht. Es kann aber auch ein Metall oder eine Metalllegierung bezeichnen, mit der man Metalle miteinander verbinden (verlöten) kann (z. B. Lötzinn). Früher bedeutete "Lot" jedoch auch "Gewicht" (wohl abgeleitet aus einem Bleistück mit einem bestimmten Gewicht) und ist in dieser Bedeutung mit dem englischen "load" (Ladung, Last) verwandt. So gab es den Ausdruck "falsches Loth und Maß haben" (falsches Gewicht und Maß). Das Lot stand aber auch für ein bestimmtes Gewicht, nämlich etwa 1/32 eines Pfundes. Das Sprichwort meint also, dass echte Freunde, auf die man sich auch in Notzeiten verlassen kann, "leichtgewichtig", also sehr selten sind. Wir finden es schon 1657 bei dem Satiriker Johann Balthasar Schupp - hier sind es noch 25, die auf ein Lot gehen. Varianten sind jedoch noch älter - so bei Hans Sachs (1494-1576) und im "Narrenschiff" von Sebastian Brant (1494) 
materialistisch sein; dem Materialismus nachgeben; ein Materialist sein 
ÜS
nach Geld / Besitz / Wohlstand streben  umgangssprachlich, meist abwertend; "Material" steht hier für "Ding" - der Begriff "Materialismus" meint also das einseitige Streben nach materiellen Dingen und die Vernachlässigung immaterieller Werte. Mit dem philosophischen Begriff des ontologischen Materialismus oder des dialektischen Materialismus von Karl Marx hat dieser in der Umgangssprache verbreitete Begriff nichts zu tun 
ein Dreikäsehoch sein; kaum drei Käse hoch sein 
ÜS
ein kleines Kind / ein Junge / Knirps / Wicht / Knilch sein  umgangssprachlich; Die Höhe aufgestapelter Käselaibe ist eine bereits im 18. Jahrhundert nachweisbare scherzhafte Messangabe für kleine Kinder. Sie wird meist gebraucht, wenn ein kleines Kind sich als "Gernegroß" aufspielt. Angeblich kommt die Redensart aus dem französischen Wort "Caisse" (= Kiste), das ungefähr "kess" oder "käss" ausgesprochen wird und dann zu "Käse" eingedeutscht wurde. Somit ist "drei Kisten hoch" gemeint (Hinweis eines Nutzers) 
glatt wie ein Aal sein; aalglatt sein 
ÜS
durchtrieben / geschickt / schlau / gerissen sein; mithilfe geschickter Rhetorik seine Interessen durchsetzen; nichts von sich preisgeben; für alles eine Ausrede haben; nicht zu fassen sein; sich aus allen Verlegenheiten herauszuwinden wissen  umgangssprachlich; Die Beweglichkeit des sich windenden Aales wird seit der Antike (Plautus) als Bild für eine negative menschliche Charaktereigenschaft verwendet. Der Aal teilt diese Bewertung in den Redensarten mit Wurm und Schlange 
schlank wie eine Gerte sein; gertenschlank sein 
ÜS
sehr schlank / dünn sein  Eine Gerte ist ein dünner, sehr biegsamer Stock 
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