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Suchergebnis für "in Bausch und Bogen"


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REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
(etwas) in Bausch und Bogen (verdammen, verwerfen) 
Ü
(etwas) vollständig / ganz und gar / rundweg / absolut / pauschal / undifferenziert (verdammen, verwerfen) "Psychopharmaka werden entweder in höchsten Tönen gepriesen oder in Bausch und Bogen verdammt"; "Es wäre falsch, die Juniorprofessur in Bausch und Bogen zu verwerfen"; "Wer geglaubt hat, der DGB würde die Vorschläge der Hartz-Kommission in Bausch und Bogen verdammen, sieht sich getäuscht"; "Es zeichnet sich ab, dass auch andere Presse- und Buchverlage die neue Rechtschreibung nicht in Bausch und Bogen übernehmen werden, abgesehen von jenen Verlagen, die sie übernehmen müssen, da ihre Drucksachen für die Schulen bestimmt und auf die Zulassung der Kultusministerien angewiesen sind"; "Noch besser wäre es gewesen, wenn man trotz aller Wut miteinander gesprochen hätte, ehe man uns in Bausch und Bogen öffentlich anprangert" Stammt aus der Kaufmannssprache. Beim Kauf von Grundstücken konnte die Fläche im Ganzen übernommen werden, ohne im Einzelnen Bausche (Ausbuchtungen; auswärts gehende Grenzlinien) und Bogen (Einbuchtungen; einwärts gehende Grenzlinien) zu berücksichtigen. Die stabreimende Zwillingsformel hat sich, aus der mittelalterlichen Rechts- und Kanzleisprache kommend, auch in der Umgangssprache durchgesetzt. Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm (I, 1198) heißt es zur Wortbedeutung: "Bei Grenzen heißt Bausch die auswärts, Boge die einwärts gehende Fläche, Bausch das Schwellende, Boge das Einbiegende, daher die Redensart in Bausch und Bogen, eins gegen das andere, im ganzen." Im rechtlichen Sinne bedeutete die Redensart, dass bei einem Handel oder Kauf nicht jede Einzelheit berücksichtigt werden musste, weil leichte Vorteile gewöhnlich durch leichte Nachteile aufgewogen werden. Von "Bausch" hat sich über "Pausch" und volkslat. "pauschalis" die Form "pauschal" abgeleitet, die noch heute als Adjektiv oder in Wortbildungen (Pauschalangebot u. ä.) gebräuchlich ist 
einen Bogen spannen 
Ü
von einem Thema zum nächsten kommen; etwas miteinander thematisch verbinden; etwas umfassen "Musik spannt einen Bogen über die Jahrhunderte"; "Der Inhalt spannt einen Bogen von den rechtlichen Rahmenbedingungen über praktische Aspekte bis hin zur korrekten Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien"; "Das Festival spannt einen Bogen von Bluegrass über Countryblues bis zum Chicagoblues"; "Dieses Buch erzählt die Geschichte Europas. Es spannt einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart und nimmt mehr als dreitausend Jahre Vergangenheit in den Blick"  
den Bogen überspannen 
Ü
ungebührlich übertreiben; zu weit gehen  Die Redensart taucht schon in der Antike auf (Plutarch, Phädrus). Im wörtlichen Sinn bezieht sie sich auf die bekannte Waffe, deren Holzteil bei allzu starker Zugkraft brechen kann 
den (richtigen) Bogen raushaben / heraushaben 
Ü
wissen, wie man es macht; eine Sache gelernt haben; etwas Schwieriges leisten können  umgangssprachlich; Die Herkunft der Redensart ist unklar. Da "Bogen" auch "das Krumme" bedeutet, könnte an die Geschicklichkeit bei der Herstellung "gerader" Dinge (etwa aus Eisen) gedacht werden. Das "Krumme rausmachen" würde dann bedeuten: geschickt sein 
etwas gibt einem den Bogen 
Ü
etwas gibt einem den Rest / macht einen fertig; etwas versetzt einem einen Schlag "Ich hörte die folgenden Sätze, und, lieber Leser, ich muss schon sagen: Das gab mir den Bogen!" umgangssprachlich, selten, Schweiz 
um etwas / jemanden einen (großen) Bogen machen 
Ü
etwas / jemanden meiden  umgangssprachlich 
jemanden im hohen / in hohem Bogen hinauswerfen / rauswerfen / herauswerfen 
Ü
jemanden unsanft hinauswerfen / vor die Tür setzen  umgangssprachlich 
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen 
Ü
Gutes Essen und Trinken ist gut für Körper und Geist  Sprichwort; Leib und Seele bezeichnet die körperliche und geistige Einheit des Menschen. Der Begriff "Leib" ist aufgrund seiner Herkunft besser geeignet, die "fleischlichen" Belange des Essens und Trinkens auf sich zu ziehen, als das lat. Lehnwort "Körper" (von lat. corpus). Während Körper eine Bedeutungserweiterung erfahren hat (Himmelskörper, Feuerwerkskörper, Fremdkörper, Körperschaft), ist "Leib" eng mit physiologischen und biologischen Funktionen assoziiert: Leibschmerzen haben, Unterleib, Leibesfrucht, gesegneten Leibes sein, wohlbeleibt usw. Das wechselseitige Verhältnis von Leib und Seele ist seit der Antike Gegenstand philosophischer und religiöser Reflexionen. Meist wird dabei die Seele als unsterblicher, der Leib als sterblicher Teil des Menschen aufgefasst. Auf Platon geht die Vorstellung zurück, der Leib sei das Gefängnis der Seele. Redensartlich ist das Problem des Zusammenhaltens von Leib und Seele (= nicht sterben) und der Gedanke der dadurch gebildeten vollständigen Einheit oder Gesamtheit relevant. Von diesem Gegensatz stammt auch der "Leibarzt" ab, mit dem wir heute einen Arzt bezeichnen, der nur für einen einzigen Menschen oder eine einzige Familie arbeitet. Der Begriff entstand jedoch als Gegenbegriff zum Seelenarzt, nämlich dem Geistlichen. Siehe auch "aus / von tiefster Seele; von ganzer Seele
dreckig und speckig; in / mit Dreck und Speck 
Ü
schmutzig; ungewaschen  umgangssprachlich; Dreck und Speck der Redensart stellen zwei Gegensätze dar, die eine ähnliche Lautstruktur aufweisen. Diese Analogie hat wohl die Bildung dieser endreimenden Paarformel begünstigt 
hier und da; hie und da 
Ü
an manchen Stellen; gelegentlich; manchmal  Die Wörter hier, da und dort bezeichnen ursprünglich räumliche Orte in Bezug auf die Position des Sprechers: hier = nahe beim Sprecher; da = weiter entfernt vom Sprecher; dort = ganz weit entfernt vom Sprecher. Wie viele Raumangaben, so haben sich auch diese Begriffe zu Zeitangaben weiterentwickelt 
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