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Suchergebnis für "in Bausch und Bogen"


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Einträge 1 bis 7
REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
(etwas) in Bausch und Bogen (verdammen, verwerfen) 
ÜS
(etwas) vollständig / ganz und gar / rundweg / absolut / pauschal / undifferenziert (verdammen, verwerfen) "Psychopharmaka werden entweder in höchsten Tönen gepriesen oder in Bausch und Bogen verdammt"; "Es wäre falsch, die Juniorprofessur in Bausch und Bogen zu verwerfen"; "Wer geglaubt hat, der DGB würde die Vorschläge der Hartz-Kommission in Bausch und Bogen verdammen, sieht sich getäuscht"; "Es zeichnet sich ab, dass auch andere Presse- und Buchverlage die neue Rechtschreibung nicht in Bausch und Bogen übernehmen werden, abgesehen von jenen Verlagen, die sie übernehmen müssen, da ihre Drucksachen für die Schulen bestimmt und auf die Zulassung der Kultusministerien angewiesen sind"; "Noch besser wäre es gewesen, wenn man trotz aller Wut miteinander gesprochen hätte, ehe man uns in Bausch und Bogen öffentlich anprangert" Stammt aus der Kaufmannssprache. Beim Kauf von Grundstücken konnte die Fläche im Ganzen übernommen werden, ohne im Einzelnen Bausche (Ausbuchtungen; auswärts gehende Grenzlinien) und Bogen (Einbuchtungen; einwärts gehende Grenzlinien) zu berücksichtigen. Die stabreimende Zwillingsformel hat sich, aus der mittelalterlichen Rechts- und Kanzleisprache kommend, auch in der Umgangssprache durchgesetzt. Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm (I, 1198 []) heißt es zur Wortbedeutung: "Bei Grenzen heißt Bausch die auswärts, Boge die einwärts gehende Fläche, Bausch das Schwellende, Boge das Einbiegende, daher die Redensart in Bausch und Bogen, eins gegen das andere, im ganzen." Im rechtlichen Sinne bedeutete die Redensart, dass bei einem Handel oder Kauf nicht jede Einzelheit berücksichtigt werden musste, weil leichte Vorteile gewöhnlich durch leichte Nachteile aufgewogen werden. Von "Bausch" hat sich über "Pausch" und volkslat. "pauschalis" die Form "pauschal" abgeleitet, die noch heute als Adjektiv oder in Wortbildungen (Pauschalangebot u. ä.) gebräuchlich ist 
den Bogen überspannen 
ÜSL
ungebührlich übertreiben; zu weit gehen  Die Redensart taucht schon in der Antike auf (Plutarch, Phädrus). Im wörtlichen Sinn bezieht sie sich auf die bekannte Waffe, deren Holzteil bei allzu starker Zugkraft brechen kann. Zum Begriff "spannen" siehe auch "spannen
einen Bogen spannen 
ÜSL
von einem Thema zum nächsten kommen; etwas miteinander thematisch verbinden; etwas umfassen "Musik spannt einen Bogen über die Jahrhunderte"; "Der Inhalt spannt einen Bogen von den rechtlichen Rahmenbedingungen über praktische Aspekte bis hin zur korrekten Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien"; "Das Festival spannt einen Bogen von Bluegrass über Countryblues bis zum Chicagoblues"; "Dieses Buch erzählt die Geschichte Europas. Es spannt einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart und nimmt mehr als dreitausend Jahre Vergangenheit in den Blick" Zum Begriff "spannen" siehe auch "spannen
den (richtigen) Bogen raushaben / heraushaben 
ÜS
wissen, wie man es macht; eine Sache gelernt haben; etwas Schwieriges leisten können  umgangssprachlich; Die Herkunft der Redensart ist unklar. Da "Bogen" auch "das Krumme" bedeutet, könnte an die Geschicklichkeit bei der Herstellung "gerader" Dinge (etwa aus Eisen) gedacht werden. Das "Krumme rausmachen" würde dann bedeuten: geschickt sein. Röhrich [] bezieht die Redensart auf das Bogenschießen - man hat "den Bogen raus", wenn man ihn richtig spannt. Eine weitere Deutung bezieht sich auf den Bogen, den ein Geschoss nach dem Abschießen beschreibt. Wer also z. B. mit einer Kanone sein Ziel trifft, "hat den Bogen raus". Ein Nutzer sieht die Herkunft der Redensart in der Weberei. Wenn früher ein Lehrling die richtige Spannung beim Schussfaden im Griff hatte, wurden die Textilien nicht in der Mitte durch zu starkes Anziehen der Kettfäden gespannt: Die Körperkanten waren dann gerade, der Weber hatte "den Bogen raus". Eine weitere nicht belegbare Erklärung wäre, dass man mit einem langen Gefährt - das kann z. B. auch ein Leiterwagen in der Landwirtschaft oder ein Schiff an einer schwierigen Passage, z. B. einer Flussbiegung wie bei der Lorelei sein - oft mehrere Versuche braucht, bis man den Bogen raus und damit das Gefährt auf Anhieb richtig an dieser schwierigen Stelle vorbeimanövriert hat (Hinweis eines Nutzers) 
etwas gibt einem den Bogen 
ÜS
etwas gibt einem den Rest / macht einen fertig; etwas versetzt einem einen Schlag "Ich hörte die folgenden Sätze, und, lieber Leser, ich muss schon sagen: Das gab mir den Bogen!" umgangssprachlich, selten, Schweiz 
um etwas / jemanden einen (großen) Bogen machen 
ÜS
etwas / jemanden meiden  umgangssprachlich 
jemanden im hohen / in hohem Bogen hinauswerfen / rauswerfen / herauswerfen 
ÜS
jemanden unsanft hinauswerfen / vor die Tür setzen  umgangssprachlich 
 
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