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Suchergebnis für "jemandem goldene Berge versprechen"


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Einträge 1 bis 10
REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
jemandem goldene Berge versprechen 
Ü
jemandem sehr große Versprechungen machen  umgangssprachlich; Das Bild der goldenen Berge taucht bereits in der Antike auf (Terenz, Aristophanes) und gelangt über die Kirchenväter (Hieronymus) in den mittelalterlichen Sprachschatz (Kudrun-Epos). Das Original bei Terenz lautet: "montes aures pollicens" (goldene Berge versprechend) 
jemandem eine goldene Brücke / goldene Brücken bauen 
Ü
jemandem das Nachgeben erleichtern; einen Ausweg aufzeigen; Zugeständnisse machen  umgangssprachlich; Die Deutung ist unklar. Vielleicht war mit der "goldenen Brücke" einst Geld oder Bestechung gemeint, mit denen man den Feind zur Aufgabe einer Belagerung veranlassen konnte. In diesem Sinne wird die Redensart jedenfalls in Johann Fischarts "Geschichtsklitterung" (1575) verwendet. Natürlich sprechen wir im übertragenen Sinn häufig von einer "Kluft" zwischen zwei Personen oder unterschiedlichen Meinungen, sagten auch: "uns trennen Welten" oder hält Meinungsunterschiede für "unüberbrückbar" 
die goldene Mitte; der goldene Mittelweg 
Ü
der ideale Mittelweg zwischen zwei Extremen; Kompromiss  Diese Redensart geht auf antike Wendungen zurück. So findet sich bei Horaz (Oden II, 10, 5) die Formulierung: "aurea mediocritas". In den "Metamorphosen" Ovids heißt es: "Medio tutissimus ibis" (in der Mitte gehst du am sichersten). Im Sinne der mittelalterlichen Tugend der "maze" konnte dieses antike Gedankengut sprachlich in Redensarten und Sprichwörtern erhalten bleiben (Die Wahrheit liegt in der Mitte) 
Der Glaube kann Berge versetzen; Der Glaube versetzt Berge 
Ü
Wer an etwas glaubt, der kann viel erreichen  Stammt aus der Bibel (Hiob 9,5; Matth. 17,20; Mark. 11,23 u.a.); In Deutschland als Redensart erst durch Luthers Bibelübersetzung geläufig 
(jemandem) das Blaue vom Himmel versprechen 
Ü
ohne Hemmungen Unmögliches versprechen  umgangssprachlich; Siehe auch "das Blaue vom Himmel herunterlügen
jemandem den Himmel auf Erden versprechen 
Ü
jemandem ein angenehmes Leben versprechen  umgangssprachlich; Ausdruck von Skepsis / Unglaube; siehe auch "den Himmel auf Erden haben
etwas hoch und heilig versprechen / beteuern / schwören 
Ü
etwas nachdrücklich versprechen; etwas demonstrativ beteuern / schwören  umgangssprachlich; Ein hoch und heilig geleisteter Schwur ist an die weltliche (hoch) und geistlich/göttliche Adresse (heilig) gerichtet und stellt somit eine Verstärkung der Ernsthaftigkeit und Unverbrüchlichkeit dar 
Berge versetzen können 
Ü
Übermenschliches leisten können  umgangssprachlich; Siehe auch "Der Glaube kann Berge versetzen
über alle Berge sein 
Ü
unerreichbar / geflohen / auf und davon / verschwunden / weit weg sein  umgangssprachlich; Diese Wendung finden wir zuerst bei Luther: "denn sie fürchteten sich und wären lieber über alle Berge gewesen." 
jemandem stehen die Haare zu Berge 
Ü
jemand bekommt Angst / einen Schreck; jemand ist entsetzt  Bei Gefahr zieht sich bei Mensch und Säugetier die Haut zusammen, um die Blutungsgefahr (bei eventuell folgenden Verletzungen) zu verringern. Ähnlich wie bei der durch Kälte verursachten so genannten Gänsehaut richten sich dabei die Kopf- und Körperhaare auf, wodurch gleichzeitig die Körpergröße zuzunehmen scheint - ein im Tierreich häufig zu beobachtender körpersprachlicher Droh- und Imponiereffekt. In bildlicher Verwendung findet sich diese Redensart schon in der Bibel (Hiob 4,13-15): "Da ich Gesichte betrachtete in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt, da kam mich Furcht und Zittern an, und alle meine Gebeine erschraken. Und da der Geist an mir vorüberging standen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe". Sie ist auch in in Homers "Ilias" (24,59) und in Vergils "Aeneis" (Buch II, V 774) zu finden. Im Deutschen ist die Wendung seit dem Mittelalter geläufig. Das zugehörige Adjektiv "haarsträubend" ist allerdings erst seit dem 19. Jahrhundert belegt (Heinrich von Kleist: "Die Familie Schroffenstein", 1803) 
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