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Suchergebnis für "tolerant sein"

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Einträge 1 bis 10
REDENSART ERLÄUTERUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
leben und leben lassen 
Ü
tolerant sein  Dieses dem Toleranzgedanken der Aufklärung verpflichtete Sprichwort ist seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland bezeugt. Es handelt sich dabei wohl um eine Übernahme des franz. Schlagworts: Laissez faire, laissez passer! (lasst machen, lasst gehen!). Dieses Schlagwort umreißt die wirtschaftspolitische Position der Physiokraten des 18. und der Liberalen des 19. Jahrhunderts, nach der die freie Wirtschaft sich am besten ohne staatliche Eingriffe entwickeln könne 
etwas locker sehen 
Ü
großmütig / großzügig / tolerant / nicht kleinlich sein  umgangssprachlich 
etwas nicht so eng sehen 
Ü
großmütig / großzügig / tolerant / nicht kleinlich sein "Das sollte man nicht so eng sehen!" umgangssprachlich 
jemand / etwas hat es in sich 
Ü
beachtlich / nicht zu unterschätzen sein; schwer sein [Gewicht]; stark sein [Alkohol]; schwierig sein [Arbeit] "Das hat es in sich!"  
auf dem (absoluten) Nullpunkt ankommen 
Ü
am Ende sein; zum Erliegen kommen; tief gesunken sein; ruiniert / verelendet sein; erfolglos geblieben sein "Nach jahrelangen Anstrengungen sind wir jetzt wieder beim Nullpunkt angekommen"; "Wenn man feststellt, dass man wieder am Nullpunkt angekommen ist, dann fängt eigentlich etwas Neues, Spannendes an"; "Innerhalb von zwei Jahren nahm ich 20 Kilo an Gewicht zu! Mein Selbstwertgefühl war am Nullpunkt angekommen"; "In den letzten Jahren sind die Aussichten, in Bibliotheken der öffentlichen Hand eine Beschäftigung zu finden, beim Nullpunkt angekommen"; "Einen Tag vor der Abreise war unsere Stimmung auf dem Nullpunkt angekommen. Es ist einfach frustrierend, wenn man jede Krone zweimal umdrehen muss und sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten kann, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu bekommen"  
(völlig) erledigt sein 
Ü
1. erschöpft sein
2. am Ende sein / sterben
3. ruiniert sein
4. abgeschlossen / beendet / fertig gestellt sein 
1. "Die Arbeit war heute vielleicht anstrengend! Ich bin total erledigt!"
2. "Blut fließt in einem kleinen Rinnsal aus seinem Mundwinkel. Der Cowboy stirbt. 'Ich bin erledigt', hört man ihn sagen, 'lasst mich zurück. Reitet weiter!'"
3. "Ein Streik und wir sind erledigt"
4. "Alle Aufgaben in diesem Unterprojekt sind erledigt"; "Einige Dinge sind erledigt aber andere wichtige Punkte stehen nach wie vor auf der To-do-Liste" 
1, 2, 3: umgangssprachlich; "Jemanden erledigen" bedeutet in der Umgangssprache "jemanden besiegen", "jemandem überlegen sein", "jemanden töten" 
an jemandem liegen 
Ü
1. Verursacher sein; schuld sein
2. jemandes Angelegenheit sein; derjenige sein, der Einfluss auf eine Sache hat 
1. "Ich dachte immer, es liegt an mir, ich mache etwas falsch"; "Die Sonne scheint, aber mein Herz, das weint! Warum? Das liegt an Dir, denn du bist nicht mehr hier!"; "Und nein, es liegt doch nicht an mir, wenn ich mich gestört fühle von solchen Idioten"; "Chelsea gibt schließlich zu, dass die Probleme vielleicht auch an ihr liegen"; "Selbst wenn er zugibt, dass es auch ein wenig an ihm liegen könnte, ist er dennoch davon überzeugt, dass die anderen mehr Schuld haben"
2. "Es liegt an mir, mein zaghaftes, zweifelndes Innerstes von der Angst, sich zu zeigen, zu befreien"; "Mein Leben leichter werden zu lassen liegt an mir"; "Es liegt an mir und meinem Einsatz, wie viel Geld ich verdiene"; "Es liegt an Dir, das zu ändern"; "Das Paradies ist schon hier, es liegt an Dir, es zu entdecken" 
 
ein harter Knochen sein 
Ü
1. hart im Nehmen sein; robust / zäh sein
2. streng / rüde / ungehobelt / autoritär sein
3. eine schwierige Aufgabe / ein schwieriger Gegner sein 
 umgangssprachlich; Der Knochen dient in den Redensarten dazu, äußerste Härte und gleichzeitig das Innerste zu symbolisieren. Die Härte wird meist auf Arbeit und andere Schwierigkeiten, aber auch auf den Menschen selbst bezogen 
eitel wie ein Pfau sein 
Ü
sehr eitel / gefallsüchtig / selbstgefällig sein; jemand sein, der viel Wert auf sein Äußeres legt  umgangssprachlich 
nicht alle Sinne beisammen haben; nicht seine fünf / sieben Sinne beisammen haben; nicht alle beisammen haben 
Ü
1. leicht verrückt sein; etwas Unverständliches tun; unvernünftig sein
2. zerstreut / unkonzentriert / ohnmächtig / verwirrt sein 
1. "Du hast wohl nicht alle beisammen!"; "Wohl nicht die Sinne beisammen, wie?"; "Das macht doch keiner freiwillig, der seine fünf Sinne beisammen hat"; "Einer so genannten Föhnwand (Wolkenwand auf der Leeseite des Gebirges), nähert sich kein vernünftiger Pilot, der seine 7 Sinne beisammen hat"; "Niemand, der seine fünf Sinne beisammen hat, kann glauben, das, was heute stattfindet, sei das Ende der Geschichte und die Welt sei in Ordnung"; "Kein Mensch ist zu sehen, denn wer seine fünf Sinne beisammen hat, hütet sich, den Hafenbezirk nach Einbruch der Nacht zu betreten"; "Nach rationalen militärischen Erwägungen würde keine Macht, die ihre Sinne beisammen hat, einen so dummen Fehler begehen, die Erfahrungen der Sowjets mit dem Bergkrieg in diesem Gebiet zu wiederholen"
2. "'Wir haben noch alle Sinne beisammen' - Naturerlebnis mit allen Sinnen"; "Es dauerte einen Moment, bevor ich meine fünf Sinne beisammen hatte, um zu realisieren, dass der Brief wirklich für mich war"; "Um die Mitte des Monats sollten Sie sich ausgetobt haben, denn jetzt müssen Sie Ihre fünf Sinne beisammen haben, um dem Chaos Herr zu werden"; "Natürlich war es nicht beleidigend gemeint, aber da ich betrunken war und meine Sinne nicht beisammen hatte, muss ich es wohl übertrieben haben, und der Mann fühlte sich beleidigt" 
Siehe auch "nicht (mehr) bei Sinnen sein
 
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