SPRICHWORT

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil

BEDEUTUNG

Wer grob / unverschämt ist, den muss man auch grob behandeln

BEISPIELE

Durch 'fein ziselierte Argumente' sei den Parolen der Populisten und Rechtsextremen nicht beizukommen, sagte Schulz der 'Süddeutschen Zeitung' vom Donnerstag: 'Auf einen groben Klotz gehört manchmal auch ein grober Keil'"; "'Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil', sagte man sich damals in Miesbacher Arbeiterkreisen und schritt zur Gegenwehr"; "Unter der martialischen Überschrift: 'Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil', forderte er 2004 den Rücktritt des damaligen Rektors der Uni Rostock Prof. Wedel"

ERGÄNZUNGEN

Sprichwort; Das Sprichwort ist schon seit dem 16. Jahrhundert in vielen Varianten bekannt. In Martin Luthers Tischreden z. B. heißt es: "Ein böser Ast will einen harten Keil haben" (Luther's Tischreden, Leipzig 1577, 469a, zit. in: Wander [], Ast 26). Und 1663 schreibt Johann Balthasar Schupp: "wie man ins Holtz schreyet / so klingets wider heraus / und auff ein grobes Holtz gehöret ein grober Keil" (Schrifften - Etliche Tractätlein, S. 101). Bekannter sind jedoch die Verszeilen von Goethe: "Auf groben Klotz ein grober Keil! / "Auf einen Schelmen anderthalbe"!".

Zu "Keil" siehe auch "einen Keil zwischen zwei Menschen / Parteien treiben"; zu "Klotz" siehe auch "ein grober / ungehobelter Klotz"
 
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