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Suchergebnis für "Augenwischerei Augenauswischerei"


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REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
Augenwischerei; Augenauswischerei
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Täuschung SSynonyme für:
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Irreführung
;
Schwindel SSynonyme für:
Schwindel
"Wer steht denn da drin? Die Statistik täuscht nämlich. Das ist Augenwischerei!"; "Experten halten diese Bilanz für Augenwischerei"; "Die 3,5 Prozent werden tatsächlich nur für ein einziges Jahr gezahlt. Für die restliche Laufzeit dagegen sind die Zinsen ausgesprochen mickrig. Meist sind solche Zinstreppen also nichts als Augenwischerei"; "Ich bin nicht zufrieden, denn die Steuerreform ist meiner Meinung nach eine Augenauswischerei. Was uns auf der einen Seite bleibt, wird uns auf der anderen Seite wieder genommen"; "Abzuwarten, dass Politik, Wirtschaft oder die Mitmenschen das Ganze schon wuppen werden, ist Augenwischerei und vertane Zeit. Jeder kann jetzt sofort bei sich selbst beginnen"; "Augenwischerei ist die Ankündigung, es werde nicht am Bildungsetat gespart. Gemeint ist das Ministerium von Frau Schavan (10,9 Milliarden). Es bringt nur einen sehr kleinen Anteil der Bildungsausgaben auf, denn die sind im wesentlichen Ländersache"umgangssprachlich; Augenauswischerei: Österreich; Die Augenwischerei dient im bildlichen Sinn dazu, nicht mehr klar zu sehen und so die wahren Sachverhalte zu verschleiern. Diese einfache Metapher finden wir auch in der Redewendung "jemandem Sand in die Augen streuen" und ist mit der reich entfalteten Hell-dunkel-Metaphorik verknüpft (siehe hierzu "jemandem geht ein Licht auf", "das Licht / Tageslicht scheuen", "Licht ins Dunkel bringen", "mit etwas sieht es schwarz aus").

Die ersten Belege stammen aus Österreich seit Mitte des 19. Jahrhunderts
QQuellenhinweis:
Betrachtungen über das Fürstenthum Serbien, Wien 1851, S. 61; Oesterreichisch-preussischer Krieg gegen Dänemark, nach authentischen Quellen dargestellt von einem k. k. Offizier, Wien 1865, S. 267; Neue Militär-Zeitung (ÖNB: Oesterreichischer Soldatenfreund), Wien, Nr. 17, 27.02.1869, S. 148, Sp. 1; Oesterreichisch-ungarische Wehr-Zeitung, Der Kamerad, Nr. 112, Wien 23.04.1869, S. 4, Sp. 2 u. 3
, woraus sich schließen lässt, dass die österreichische Variante zuerst entstanden und erst im 20. Jahrhundert in der Form "Augenwischerei" (dessen Sinnbild leichter nachvollziehbar ist) in den gesamten deutschen Sprachraum vorgedrungen ist.

Ursprung ist die ältere Redewendung "jemandem die Augen auswischen" (jemanden betrügen, täuschen). Das dazugehörige Bild erklären die "Bildungsblätter" (1807) so: "Derjenige, welcher Staub oder Sand in's Auge bekommt, wird dadurch am Sehen gehindert; da hingegen der, welchem man die Augen auswischt, in den Stand gesetzt wird, heller zu sehen; und so scheinen beide Ausdrücke einander entgegengesetzt. Gleichwohl sagen beide beinahe dasselbe, nur mit dem Unterschiede, daß es bei dem Ersteren ernstlich, bei dem Letztern ironisch gemeint ist"
QQuellenhinweis:
Bildungs-Blätter, Zeitung für die Jugend, Nr. 107, 05.09.1807, 855 / 856; auch in: Der Wanderer, Nro. 169, 17.06.1832, S. 3
. Etwas anders dagegen bei Wander: "Ihn mit seinem eigenen Schaden klug machen"
QQuellenhinweis:
Wander [], Auge 339
. Küpper wiederum deutet sie als mildere Form von "die Augen ausdrücken"
QQuellenhinweis:
Küpper [], Auge 29
(vergleiche "jemandem eins auswischen") 
 





Redensarten- Schredder: Redewendungen tüchtig durcheinandergewürfelt.

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