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Suchergebnis für "Mittelalter"


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REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
Unkraut vergeht nicht Das Schlechte bleibt bestehen; schlechte Menschen verschwinden nicht "Hallo Walter, ich habe gehört, du warst im Krankenhaus. Wie geht es dir denn?" - "Danke, gut. Weißt ja: Unkraut vergeht nicht!"; "Vielen Dank für die lieben Genesungswünsche, mich hat's richtig erwischt und ich bin auch noch ziemlich wackelig auf den Beinen, aber das wird schon wieder! Unkraut vergeht nicht!" Meist scherzhaft-ironisch z. B. als Antwort nach dem eigenen Befinden, im Sinne: Einem Menschen wie mir/ihm/ihr kann nichts Schlimmes passieren und deshalb braucht man sich keine Sorgen zu machen. Als Unkraut bezeichnet man umgangssprachlich schädliche oder unnütze Wildkräuter. Die Einteilung der Welt in für den Menschen Brauchbares und Unbrauchbares spiegelt sich in Gegensatzpaaren wie Kraut und Unkraut am deutlichsten wider. Eine derartige Trennung entspricht keinen biologischen Strukturen und Gesetzen, ist teilweise zeit- und kulturspezifisch und kann sich mit dem Wechsel der damit verbundenen Einstellungen und Bewertungen jederzeit verschieben. Tatsächlich wird man wohl eine als Unkraut erkannte Pflanze eher zerstören als eine andere, die scheinbar wertvoller ist, oder ein Ungeziefer schon wegen seiner Bezeichnung ohne Skrupel töten. Hans Sachs bezeichnet nichtsnutzige Menschen als Unkraut und Ungeziefer, und dem Prediger Abraham a Santa Clara ist gar die ganze Welt ein Unkrautacker. Der redensartliche Gebrauch geht bis auf das Mittelalter (1230) zurück (Freidanks Bescheidenheit, Vers 120,7) 

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Scheiße 1. Kot
2. etwas Schlechtes / Negatives / Unangenehmes / Wertloses / Unsinniges; Lüge 
1. "Hier stinkt es nach Scheiße!"; "Jetzt wäre ich beinahe in die Scheiße getreten!"; "Das Hauptprodukt dieser Stadt ist die Scheiße, die im günstigsten Fall unterirdisch entlang der Kanalisation zu den Kläranlagen strömt"
2. "Was soll die Scheiße?"; "Ich will nicht mehr so eine Scheiße erleben! Ich habe die Schnauze voll!"; "Hoffentlich verschwindet die Firma XYZ vom Markt vollständig. Seit ein paar Jahren produzieren die nur noch Scheiße!"; "Primär esse ich kein Fleisch aus dem Grund, nicht weil mir die Tiere leidtun, sondern deshalb, weil sie nur Scheiße zu fressen kriegen und ich den Scheiß nicht in meinem Organismus haben will"; "Sowohl Schmitt als auch Bezos verlassen sich dabei auf die Schwarmintelligenz, die es schon irgendwie richten wird, wenn jemand Scheiße erzählt bzw. geschrieben hat"; "'Ich bin ein Haufen Scheiße', klagte mir in diesen Tagen ein Jugendlicher. Es hat mich getroffen, dass er so ein negatives Bild von sich hat. Mich wundert es nicht, dass er auch immer wieder unter depressiven Zuständen leidet, wie er mir gesagt hat"; "'Tod den Hippies - Es lebe der Punk!' ist ein weiteres Dokument der Verklärung und Verkitschung der deutschen Punkwurzeln im Stile von Jürgen Teipels Punkerzählung 'Verschwende deine Jugend', die eine facettenreiche und auch widersprüchliche Subkultur auf wenige leicht konsumierbare Happen beschränkt. Als Film Scheiße, als Punkfilm völlige Scheiße!" 
umgangssprachlich, derb; Das zusammen mit dem entsprechenden Verb "scheißen" wohl bekannteste und am stärksten verbreitete Wort der deutschen Vulgärsprache wird in mehreren Bedeutungen gebraucht: Zunächst als Bezeichnung für Kot, als Ausruf bei einem Missgeschick oder auftretenden Schwierigkeiten, als Fluch, um Wut oder Verärgerung auszudrücken oder als Adjektiv (dann klein geschrieben) im Sinne von "schlecht" ("Das sieht scheiße aus!"). Seltener dient das Wort - auch im positiven Sinne - nur als verstärkendes Beiwort ("Du bist so scheiße sexy!"). Als Präfix vor Substantiven dient es als Schimpfwort oder Interjektion und bringt damit eine ablehnende Haltung zum Ausdruck (Scheißdreck, Scheißbulle, Scheißkarre, "Scheißwetter", "Scheißkerl", Scheißkrieg). Der Begriff findet - ebenso wie das dazugehörende Verb "scheißen" (koten, defäkieren) - auch regen Gebrauch in idiomatischen Ausdrücken und Redensarten (z. B. "auf etwas scheißen", "Scheiße bauen", "sich in die Hosen / Hose scheißen", "Ohne Scheiß!", "bis zum Hals in der Scheiße stecken", "in die Scheiße greifen; einen Griff in die Scheiße machen", "jemandem haben sie ins Hirn / Gehirn geschissen"). Hier steht der Begriff ebenfalls für etwas Negatives, oft als Synonym für "Unsinn" oder auch "Schwierigkeiten". Aus dem Verb und vorangestelltem Präfix hervorgegangene Begriffe ("anscheißen", "zuscheißen", "bescheißen", "zusammenscheißen", "jemanden verscheißern", "bei jemandem ausgeschissen haben", "es bei jemandem verschissen haben") besitzen eine spezifische Bedeutung. Das Wort "Kacke" und regionalsprachliche Entsprechungen wie "Schiet" (Norddeutschland, seit dem 14. Jahrhundert) werden synonym eingesetzt. Verhüllende Interjektionen wie "Scheibenkleister!" oder "Scheibe" (selten) dienen dazu, eine allzu derbe Ausdrucksweise zu vermeiden. Das Wort "scheißen" ist seit dem Mittelalter (11. Jahrhundert) gebräuchlich (mittelhochdeutsch "schizen") und bedeutet "ausscheiden". Die indogermanische Wurzel "*skei-d-" bedeutet "spalten, trennen, scheiden, schneiden" und ist mit scheiden, (Holz-)Scheit, (Wasser-)Scheide, Scheidung, Schiene, Scheitel und schneiden verwandt 

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sich jemanden kaufen 1. sich jemanden vornehmen; mit jemandem abrechnen; jemanden scharf zurechtweisen; jemanden zur Rede stellen / zur Rechenschaft ziehen
2. jemanden bestechen 
1. "Wart's ab! Dich kauf ich mir!" (Drohung) umgangssprachlich; jemanden kaufen bezeichnete in germanischer Zeit den Vertrag zwischen Personen und insbesondere die Heirat. Erst im Spätmittelalter wurde daraus der negative Aspekt der Bestechung (eine gekaufte Person; noch heute: er ist gekauft = er ist bestochen). Denjenigen, den man sich kauft, kann man natürlich auch zur Rechenschaft ziehen 

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etwas in- und auswendig kennen etwas gründlich kennen  Mit inwendig und auswendig wird das Innere und das Äußere eines Körpers bezeichnet (die innere Wand und die äußere Wand). Mit der Verbindung dieser Ausdrücke wird seit dem Mittelalter die Gesamtheit eines bestimmten Sachverhalts bezeichnet. Auswendig lernen bedeutet: das Buch mit den Buchdeckeln nach außen gewendet, also geschlossen, vor sich liegen haben und den Inhalt aufsagen 

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Da brat mir (aber) einer einen Storch! Ausruf der Verwunderung / Überraschung / Verärgerung  umgangssprachlich, salopp; Nach einer biblischen Speisevorschrift (Bibel, 3. Mos. 11) darf der Storch (ebenso wie Fledermaus oder Reiher) nicht gegessen werden. Dies übertrug sich auch auf das Mittelalter, zudem der Storch abergläubische Verehrung genoss und sein Fleisch als ungenießbar galt. Nur scherzhaft wird der Storch daher in der Literatur der Renaissance gelegentlich als Leckerbissen genannt. Der gebratene Storch ist somit das Sinnbild des nie Gesehenen und unerhört Neuen 

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jemandem bleibt die Spucke weg jemand ist verwundert / überrascht / sprachlos "Da bleibt mir glatt die Spucke weg"; "Bei diesen Preisen bleibt einem die Spucke weg!"; "Was danach passiert, lässt einem den Mund offen stehen und die Spucke wegbleiben"; "Dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes hoch auf eine Anhöhe, ich bog um die Ecke - und mir blieb die Spucke weg. Plötzlich und ohne Vorwarnung hatte ich einen phantastischen Ausblick auf die Berner Alpen mit dem berühmten Dreigespann Eiger, Mönch und Jungfrau"; "Als der Trendforscher Peter Wippermann vor einigen Monaten die Ergebnisse seiner neuen Frauenumfrage sichtete, blieb ihm die Futurologen-Spucke weg. 60 Prozent der jüngeren deutschen Frauen (zwischen 14 und 40) wollten lieber Hausfrau sein, statt als 'moderne Amazone' oder 'smarte Schlampe' durchs Leben zu tapern" umgangssprachlich; Diese Redensart bezieht sich auf ein einfaches körperliches Symptom, nämlich auf die Erfahrungstatsache, dass einem vor Überraschung oder Aufregung der Mund trocken wird, so dass man nicht reden kann. Die Absonderung von wässrigem Speichel wird durch das parasympathetische Nervensystem vermittelt, die des zähflüssigen, enzymenreichen Speichels vom sympathetischen. Beide werden angeregt, bevor und während man isst. Erschrecken führt zur sympathetischen Erregung. Sympathetische Nervenerregung allein führt zur Kontraktion der Blutgefäße in der Speicheldrüse, was den Speichelfluss unterbricht. In den Hexenprozessen des Mittelalters wurde dieser physiologische Tatbestand als Gottesurteil ausgelegt: Dem Verdächtigen wurde ein trockenes Stück Brot oder Käse in den Mund gelegt, und wenn er es vor Aufregung mangels Speichel nicht schlucken konnte, wurde dies als Beweis seiner Schuld angesehen. Hierher gehört auch die abergläubische Vorstellung, dass das Ausspucken (mit der Interjektion "pfui" verknüpft) den Teufel, Hexen und Dämonen abzuwehren vermag. Unser "Pfui Teufel" wird daher mit Recht auf ein ursprüngliches Ausspucken zurückgeführt, das den Teufel vertreiben sollte 

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Das ist ja ein dicker Hund! Das ist unglaublich / unerhört / ein Skandal  umgangssprachlich, salopp; Die Wendung ist in der Umgangssprache erst im 20. Jahrhundert bezeugt. Ihre Herkunft und ihr wahres Alter ist unklar. Es gibt lediglich den Hinweis in Grimms Deutschem Wörterbuch (Bd. 3, Sp. 1570 []), dass es im Mittelalter als schwere Beleidigung galt, jemandem als Gabe einen fetten Hund hinzuwerfen 

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ein Schlitzohr eine erfahrene / raffinierte / gerissene / gewiefte / durchtriebene / ausgebuffte / schlaue / hinterhältige Person  umgangssprachlich; teils verächtlich, teils bewundernd; Zur Herkunft gibt es unterschiedliche Deutungen (im Folgenden Hinweise von Nutzern):
1. Im Mittelalter wurden Betrüger mit dem Einschlitzen der Ohren bestraft
2. Kommt ursprünglich aus der Zunft der Zimmerleute, die auf Wanderschaft waren. Hatte ein Zimmermannsgeselle grob gegen Regeln verstoßen oder ist sogar straffällig geworden, so wurde ihm der Ohrring ausgerissen. Somit waren weitere Arbeitgeber oder Meister gewarnt. Der Ohrring, den neben den Zimmerleuten auch andere Handwerksgesellen, Seeleute und Fischer trugen, war der einzig angesparte Reichtum, mit dem das spätere Begräbnis bezahlt werden sollte.
Siehe auch "ganz Ohr sein

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mit jemandem Deutsch reden offen und deutlich sprechen; verständlich für alle reden  umgangssprachlich; Die Redensart ist seit dem 15. Jahrhundert belegt und enthält noch den ursprünglichen Sinngehalt des Begriffes "deutsch", nämlich "verständlich" (auch im Sinne von "volkstümlich"). Damit war ursprünglich (etwa bei Karl dem Großen) eine Abgrenzung gegenüber allen romanischen Sprachen, besonders aber gegenüber dem Latein verknüpft. Dies gilt auch für das späte Mittelalter und die frühe Neuzeit, in der Latein als Gelehrtensprache weiterlebt und dem Volk unverständlich ist. Diese Abgrenzung zwischen (lateinischer) Fachsprache und deutscher Allgemeinsprache lebt auch in den Ausdrücken "Angler-" und "Jägerlatein" weiter 

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Ich kann doch nicht hexen! So schnell geht das nicht!  umgangssprachlich; Das mit "Hag" (Feld, Wald, Flur) verwandte Wort "Hexe" bezeichnet von der Wortgeschichte her eine Person, die durch übernatürliche Kräfte den Landbesitz der Nachbarn schädigt. Im Verlauf des späten Mittelalters wurden verschiedene heidnische Kulturreste (beispielsweise die volksmedizinische Versorgung durch Kräuterweiblein) durch kirchliche und staatliche Gesetzgebung zu einem System zusammengefasst, das zur volkshysterischen Erscheinung des so genannten Hexenwahns führte. Dieser kollektive Wahn war die Voraussetzung für die grausamen Hexenverfolgungen. Eine berüchtigte Systematisierung des Hexenglaubens liegt vor im "Hexenhammer" (malleus maleficarum) der Dominikaner Heinrich Institoris und Jakob Sprenger. Die damit verbundene Hexenprozessordnung wurde durch die Initiative Friedrich von Spees (Cautio criminalis, 1631) in Frage gestellt. Dennoch nahm erst im 18. Jahrhundert im Zeichen der Aufklärung die Zahl der Hexenprozesse wesentlich ab. In diesen Zeitraum fällt auch die Entstehung der Redensart, die einen "aufgeklärten" Umgang mit der Hexerei voraussetzt. Die Redensart "ich kann doch nicht hexen!" bezieht sich auf die angebliche Schnelligkeit übernatürlichen Handelns 

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